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Auf die richtige Pflege kommt es an

Warum die Pflege des Rasen im Herbst so wichtig ist

Hobby-Gärtner sammelt Laub vom Rasen ein
Gut platzierte Laubhaufen während der Rasenpflege im Herbst bieten Tieren, etwa Igeln, Unterschlupf während der Winterzeit.Foto: Getty Images

Terrasse und Blumenbeete bereitet man pünktlich auf die kalte Jahreszeit vor. Aber was ist mit dem Rasen? Mit der richtigen Pflege machen Sie ihn winterfest und legen den Grundstock für ein saftiges Grün im nächsten Jahr.

Was Sie vor dem letzten Mähen des Rasens tun müssen

Damit der Ihr Rasen die Winterzeit gut übersteht, können Sie ihm helfend unter die Grashalme greifen. Dazu sind verschiedene Schritte nötig.

Regelmäßig Laub entfernen

Damit das Grün bis zum letzten Mähen in Ruhe weiter wachsen kann, braucht es Licht und Luft. Deshalb sollten sie den Rasen regelmäßig, mindestens ein mal die Woche, von Laub und anderen Objekten, etwa Fallobst, befreien. Dadurch verhindern Sie auch Mooswachstum.

myHOMEBOOK-Tipp: Wenn Sie keine Lust auf Laub harken haben, dann lassen Sie diese lästige Arbeit doch Ihren Rasenmäher erledigen. Dazu stellen Sie die Schnitthöhe Ihres Mähers auf eine hohe Stufe ein und mähen einfach über die Blätter drüber. Ihr Rasenmäher sollte allerdings über einen Gras-Auffangkorb verfügen, sonst müssen Sie das Kleingemähte später trotzdem wegharken. Ein weiterer Vorteil: Das Schnittgut können Sie anschließend direkt auf dem Komposthaufen entsorgen – die optimale Mischung.

Greifen Sie auch zwischen den Mähtagen ruhig zur Harke und fegen Sie das Laub zu kleinen Haufen zusammen. Der Optik wegen platzieren Sie die Laubhaufen dann so, dass sie nicht sofort ins Auge fallen. Viele Tiere, die noch Überwinterungs-Plätze suchen, etwa Igel, werden es Ihnen danken. Doch nicht nur Igel, auch andere Tiere leben im Winter im Garten.

Moos entfernen

Bevor sich Ihr Rasen in den Winterschlaf verabschiedet, sollten Sie ihn, ungefähr Anfang Oktober, von Unkraut und Moos befreien. Am besten nehmen sie einen Vertikutierer, um das Moos effektiv zu beseitigen. Achten Sie besonders darauf, dass die Vertikutiermesser nicht zu tief in den Boden schneiden und die Rasenwurzeln beschädigen. Etwa drei Millimeter reichen schon.

Rasen Nachsäen

Nach dem Vertikutieren sehen Sie schnell die enstandenen, kahlen Stellen. Nun sollten Sie nachsäen. Dafür benutzen Sie am besten einen speziellen Reparatur- oder Nachsaatrasen. Die Samenkörner sind in der Regel mit einem Nährstoffmantel für die Erstversorgung umhüllt. Vögel erkennen die Samen deshalb nicht als solche und verschmähen sie. Außerdem sind die Samen schwerer und somit nicht so windanfällig. Solches Saatgut kostet jedoch mehr als übliche Grassamen. Es ist aus Kostengründen daher nur für die Nachsaat zu empfehlen.

Auch interessant: Wie Sie Rasen nachsäen und Lücken perfekt schließen

Herbstdünger

Eine Extra-Portion Nährstoffe für den kalten Winter, gönnen Sie Ihrem Rasen mit einer Bonus-Ladung Dünger. Benutzen Sie am besten einen speziellen Herbstdünger. Der hat einen geringeren Stickstoffanteil und fördert das Wachstum nicht so stark. Zugleich ist er kaliumreicher und reduziert dadurch Frostschäden am Gras.

Rasen im Herbst ein letztes Mal mähen

Irgendwann, meist Mitte Oktober, wenn es zu kalt wird, hört der Rasen auf zu wachsen. Nun kommt der Rasenmäher vorerst zu seinem letzten Einsatz, bis zum nächsten Frühjahr. Mähen Sie den Rasen nicht tiefer als vier bis fünf Zentimeter. Längere Halme nehmen mehr Licht auf und behalten so leichter die Überhand über Unkraut und Moos. Sind die Grashalme allerdings zu lang, werden sie durch eventuellen Schnee heruntergedrückt und bieten etwa Pilzen einen guten Nährboden.

Aber auch nach dem letzten Mähen sollten Sie die Pflege nicht vollständig einstellen. Räumen Sie Laub und andere Objekte weiterhin regelmäßig weg. Lassen Sie Ihrem Rasen, wenn möglich, in den Wintermonaten seine Ruhe und betreten Sie ihn so selten wie möglich. Gerade an Frosttagen brechen Grashalme dann leicht ab und brauchen im Frühjahr länger zum Erholen. Mit dem Englischen Rasen war es das dann erst einmal.