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Richtig wässern

Achtung! SO sollten Sie Ihren Rasen NIE gießen

Schwenkregner und Impuls-Sprenger sind vor allem für Grundstücke mit einer großen Rasenfläche durchaus eine Überlegung wertFoto: Getty Images

Üppiges Grün, wohin das Auge auch blickt: Der Traum vieler Gärtner ist ein saftig grüner Rasen – wären da nur nicht die sommerlichen Trockenphasen, der wenige Niederschlag und die sengende Hitze. myHOMEBOOK verrät, wie Sie Ihren Rasen mit wenig Aufwand trotzdem richtig wässern und welchen Fehler Sie dabei unbedingt vermeiden sollten.

„Rasengräser bestehen zu fast 90 Prozent aus Wasser. Bei Wassermangel bricht der Stoffwechsel zusammen und die Gräser sterben ab“, erklärt Dr. agr. Harald Nonn, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft e. V. (DRG) gegenüber myHOMEBOOK. Der Wasserbedarf der Rasengräser hänge dabei wesentlich von den Temperatur- und Bodenverhältnissen ab. Wer sich vom Experten nun einen festen Plan für das optimale Bewässern seines Grüns erhofft, wird leider enttäuscht. Stattdessen hat er für Rasenbesitzer diverse Faustregeln parat:

Wie Sie nie den Rasen gießen sollten

. Das durchwurzelte Bodenvolumen und damit der Wasservorrat, der für die Gräser erreichbar ist, verringert sich. Die Folge: Der Rasen wird trockenheitsanfälliger und sein Bewässerungsbedarf steigt. Zudem vermehren sich flachwurzelnde Gräser, wie die Jährige Rispe oder die Gemeine Rispe – beides qualitativ minderwertige Rasengräser. Sprengen Sie daher Rasenflächen, vor allem auf schweren, tonhaltigen Böden, regelmäßig. Auf diese Weise vermeiden Sie auch durch Trockenheit verursachte Bodenrisse.

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Tipps zum richtigen Wässern Ihres Rasens

  • Gießen Sie Ihren Rasen nicht in homöopathischen Dosen. Hier heißt die Devise: Klotzen, nicht kleckern. Beregnen Sie bei Trockenheit Ihren Rasen ein- bis zweimal pro Woche gründlich.
  • Durchfeuchten Sie den Boden wurzeltief, am besten frühmorgens und möglichst über die gesamte Rasenfläche. Somit bleiben die Wurzeln in tieferen Bodenschichten. Bei zu geringen Wassergaben vertrocknen sie und das Wurzelwerk verflacht.
  • Weiterer, positiver Nebeneffekt: Tiefreichende Wurzeln können Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen. Die erforderlichen Wassergaben und die Beregnungshäufigkeit reduzieren sich dadurch. Bitte bedenken Sie, dass Gräser unter Bäumen häufiger Wasser benötigen. 
  • Bei großer Hitze und Trockenheit kann man das Gras auch 1 bis 2 cm länger wachsen lassen. Die Blätter beschatten sich dann gegenseitig mehr und die Verdunstung wird verringert.
  • Vermeiden Sie, Ihren Rasen bei großer Hitze zu mähen, da über die Schnittfläche viel Wasser aus der Pflanze in die Luft entweicht.

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Noch ein Tipp des Rasenprofis: „Eine Düngung mit viel Kalium vor Beginn des Sommers lässt die Gräser sparsamer mit Wasser umgehen. Kalium reduziert die Wasserverdunstung der Blätter und erhöht zugleich die Hitzetoleranz.“

Bei extremer Hitze kann auch das Abkühlen des Rasens durch ein kurzzeitiges Befeuchten, ähnlich einem kurzen Sprung ins Wasser für uns Menschen, sinnvoll sein. Die Gräser kühlen dann etwas ab und erleiden nicht den Hitzetod. „Verbrennungen“ durch Wassertropfen müssen Sie laut Rasenexperten bei den feinen Grasblättern jedoch nicht befürchten.