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Vertreibt sogar Katzen

Der Mottenkönig als natürlicher Insektenschutz

Nahaufnahme der Weihrauchpflanze
Der Duft der Weihrauchpflanze soll Schädlinge und andere Insekten vertreibenFoto: Getty Images

Mit ihren hellgrünen Blättern und der interessanten Struktur samt auffallend weißem Rand ist die Weihrauchpflanze ohne Frage dekorativ. Ein deutscher Name ist „Mottenkönig“ – wenig charmant, aber ein Hinweis auf den besonderen Geruch.

Die Verwechslungsgefahr ist gegeben: Immerhin kennt man den Weihrauch schon seit Menschengedenken. Doch ist Weihrauch das Harz der Weihrauchbäume, die  vor allem in Afrika vorkommen. Die Weihrauchpflanze dagegen ist eine mittlerweile bei uns heimische Pflanze, deren Blätter allerdings einen Geruch ausströmen, der an Weihrauch erinnert – daher der Name.

Der Geruch gefällt allerdings nicht jedem. Die Weihrauchpflanze ist dafür bekannt, wegen ihres würzigen Dufts Motten, Mücken und Schädlinge abzuhalten. Alle machen einen weiten Bogen um die stark duftenden Blätter, die übrigens nicht giftig sind. Auch Schnecken und Würmer meiden Pflanze und Umgebung – sie suchen sich lieber andere als Nahrung. Der intensive Geruch vertreibt zudem auch größere Tiere: beispielsweise Katzen und andere Kleintiere.  

Ideale Pflanze zum Kombinieren

Plectranthus coleoides und Plectranthus fructicosus, so die lateinischen Namen der Weihrauch-Pflanze, eignen sich zur Bepflanzung von Kübeln oder Schalen auf Balkon und Terrasse. Sie kann als Staude buschig werden, ist aber auch in einer Hängeampel durch die hängenden Triebe nett anzuschauen. Die Pflanze selbst bildet nur unscheinbare Blüten, nämlich zarte Lippenblüten, aus. Deswegen ist sie besonders als Kontrast und in Kombination mit typischer Sommerbepflanzung geeignet. Prinzipiell ist die Weihrauchpflanze auch als Zimmerpflanze zu nutzen, doch nicht jeder mag den intensiven Geruch.

Auch interessant: Achtung, diese Zimmerpflanzen sind für Haustiere giftig

Pflegeleichte Staude

Ein echtes Argument für die Pflanze ist ihre Anspruchslosigkeit. Die immergrüne Staude ist pflegeleicht. Sie gedeiht in der prallen Sonne wie am Schattenplatz, akzeptiert normales Substrat, Lehm- und Sandböden. Und auch gedüngt muss sie eigentlich nicht werden, denn die Weihrauchpflanze hat grundsätzlich einen geringen Nährstoffbedarf. Nur eines ist erforderlich: ausreichend Gießwasser. So sollte die Erde immer leicht feucht sein, dabei ist Staunässe zu vermeiden.

Weihrauchpflanzen sind einjährig – im Freien können sie nicht überwintern. Allerdings ist es möglich, sie frostfrei im Haus über die kalte Jahreszeit zu bringen. Dann kann man sie zum Ende der Vegetationsperiode – etwa im September oder Oktober – beispielsweise in einen hellen Kellerraum oder den Wintergarten bringen. Dort sollten Temperaturen zwischen mindestens 5 und maximal 18 Grad vorherrschen, 14 Grad sind optimal. Grundsätzlich ist es sinnvoll, in der dunklen Jahreszeit, wenig zu gießen und nicht zu düngen. Es gilt aber auch: je wärmer die Pflanze steht, umso mehr Wasser benötigt sie. Wenn in der Winterphase alle Blätter verloren gehen, ist das kein Grund zur Sorge. Sobald die Pflanzen wieder in den Außenbereich können – beispielsweise nach den Eisheiligen – sprießen wieder frische Blätter.

Weihrauchpflanze mit Stecklingen vermehren

Vor allem, wenn man einen großen Bedarf an Insektenschutz hat: Weihrauchpflanzen lassen sich relativ leicht vermehren. Man muss dazu nur im Sommer Triebe abschneiden und diese direkt in die Erde stecken. Für einen kompakten Wuchs bringt man am besten mehrere davon in die nährstoffreiche und gut durchfeuchtete Erde in einem Blumentopf ein. Die Triebe bilden dann Wurzeln aus. Dann können die selbst gezogenen Pflanzen in großer Zahl schon am Ende des Frühjahres im Garten ausgepflanzt werden, um Schädlinge, etwa Grasmilben, zu vertreiben. Zum Schutz gegen diese lästigen Beißer kann es hilfreich sein, die Weihrauch-Pflanzen in Kästen und in der Erde überall im Garten und um die Rasenflächen herum zu pflanzen.