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9 typische Fehler beim Anpflanzen von Zucchini im Garten

Fehler Anpflanzen Zucchini
Um eine gute Ernte zu erhalten, muss beim Anpflanzen von Zucchini einiges beachten Foto: Getty Images
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Katharina Petzholdt
Garten-Autorin

25. April 2026, 5:59 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Zucchini sind zwar pflegeleicht, aber nicht völlig anspruchslos. Welche Fehler man beim Anpflanzen besser vermeiden sollte, erfahren Sie hier auf myHOMEBOOK.

Zucchini gelten als ideales Gemüse für Anfänger im Gemüsegarten. Sie wachsen schnell und liefern bei guten Bedingungen über viele Wochen hinweg reichlich Früchte. Ganz ohne Tücken ist der Anbau dennoch nicht. Wir verraten Ihnen, was falsch laufen kann.

1. Zucchini zu früh auspflanzen

Wenn es um die Temperaturen geht, verstehen Zucchini keinen Spaß. Im Haus vorgezogene Pflanzen dürfen daher erst ab Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr drohen und der Boden sich erwärmt hat, ins Freie ziehen. Wer zu früh pflanzt, riskiert einen Totalausfall oder einen Kälteschock, von dem sich die Pflanzen kaum erholen.

2. Den falschen Standort wählen

Zucchini brauchen einen sonnigen und warmen Platz, an dem die Luft gut zirkulieren kann. Fehlen Sonne und Wärme, wachsen die Pflanzen schwächer und tragen weniger. Steht die Luft, haben zudem Krankheiten wie Mehltau leichteres Spiel.

3. Zu wenig Platz einplanen

Ein typischer Fehler beim Anpflanzen von Zucchini ist es, den Pflanzen nicht genügend Platz einzuräumen. Rund ein Quadratmeter sollte pro Pflanze eingeplant werden. Zwar sieht die Jungpflanze nach dem Auspflanzen ins Beet noch recht verloren aus, aber in wenigen Wochen hat sie den Platz erobert. Wird der Platzbedarf unterschätzt, dauert es nicht lange, bis die Pflanzen zu dicht stehen. Dann nehmen sie sich gegenseitig Licht, Wasser und Nährstoffe weg. Außerdem können die Blätter nach dem Regen weniger gut abtrocknen. Das begünstigt die Entstehung von Krankheiten wie Mehltau.

4. Den Boden nicht richtig vorbereiten

Zucchini zählen zu den Starkzehrern und benötigen einen lockeren, humusreichen Boden. In mageren oder verdichteten Böden bleiben die Pflanzen deutlich unter ihren Möglichkeiten. Wer Kompost und etwas Hornspäne in den Boden einarbeitet, schafft beste Bedingungen für gutes Wachstum.

5. Die Wurzeln stören

Zucchini reagieren empfindlich auf Störungen im Wurzelbereich. Das beginnt schon bei der Anzucht: Um das Pikieren zu vermeiden, sollten Zucchini von Anfang an in Einzeltöpfchen wachsen. Auch beim Auspflanzen ist Vorsicht geboten, damit der Wurzelballen intakt bleibt. Sind die Zucchini einmal gesetzt, sollten sie an ihrem Standort bleiben. Umpflanzen kann das weitere Wachstum stark beeinträchtigen und sollte daher vermieden werden.

6. Nicht ausreichend gießen

Zucchini brauchen viel Wasser. Trocknet der Boden immer wieder aus, wachsen die Pflanzen schlechter und setzen weniger Früchte an. Deshalb sollte regelmäßig gegossen werden – besser hin und wieder durchdringend als täglich nur ein bisschen. Eine Mulchschicht, etwa aus Rasenschnitt, hilft dabei, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten.

7. Nicht ausreichend düngen

Eine gute Bodenvorbereitung ist bei Zucchini nur der Anfang. Weil die Pflanzen über viele Wochen riesige Blätter und ständig neue Früchte bilden, brauchen sie im Laufe der Saison etwa alle zwei Wochen Nährstoffnachschub. Fehlt dieser, wachsen die Pflanzen schwächer und der Ertrag geht zurück. Geeignete Dünger sind organische Flüssigdünger und verdünnte Brennnesseljauche.

Auch interessant: Brennnesseljauche zum Düngen ganz einfach selbst herstellen 

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8. Nicht regelmäßig ernten

Ein weiterer Fehler beim Anpflanzen von Zucchini betrifft das Ernten. Bleiben die Zucchini zu lange an der Pflanze, werden sie riesig, schmecken weniger aromatisch und kosten die Pflanze zudem viel Energie. Die Bildung neuer Früchte verlangsamt sich. Wer die Pflanze produktiv halten will, sollte also regelmäßig ernten.

9. Die Gefahr von Verkreuzungen nicht im Blick haben

Die Sorge vor giftigen Bitterstoffen bei Zucchini ist berechtigt, wird aber mitunter falsch eingeordnet. Wer gekauftes Saatgut verwendet, muss sich bei der aktuellen Ernte wegen möglicher Verkreuzungen keine Sorgen machen. Die Verkreuzung verändert nämlich nicht die Frucht, die in diesem Jahr geerntet wird, sondern nur die Samen in ihrem Inneren. Gefährlich kann es erst im Folgejahr werden, wenn genau diese Samen wieder ausgesät werden. Dann sind bittere, ungenießbare Früchte möglich. Unabhängig davon können Zucchini aber auch ohne Verkreuzung bitter werden, wenn die Pflanzen stark unter Stress geraten, etwa durch Hitze oder Trockenheit. Deshalb gilt immer: Bitter schmeckende Zucchini dürfen nicht gegessen werden.

Katharina Petzholdt
Garten-Autorin

Mehr Blumen, mehr Früchte

„Zucchini profitieren davon, wenn in ihrer Nähe genug Bestäuber unterwegs sind. Blühpflanzen wie Borretsch, Ringelblumen, Kornblumen oder Phacelia können Bienen und andere bestäubende Insekten anlocken und so den Ertrag optimieren. Ganz nebenbei werten die Blumen das Beet natürlich auch optisch auf.“

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