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Nicht schädlich, aber lästig

Wie man Feuerwanzen in Haus und Garten wieder loswird

Die Muster der Feuerwanzen können viele verschiedene Variationen aufweisen
Die Muster der Feuerwanzen können viele verschiedene Variationen aufweisen Foto: Getty Images
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Franka Kruse-Gering
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, Laura Graichen

18. Mai 2026, 15:22 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Im Frühling sind besonders viele Feuerwanzen zu sehen, da dann ihre Paarungszeit beginnt. Die rot-schwarz gemusterten Insekten wirken zwar auffällig und werden oft als gefährlich wahrgenommen, sind für Menschen jedoch harmlos. Feuerwanzen – auch Feuerkäferchen oder Friedhofstierchen genannt – ernähren sich hauptsächlich von Pflanzensäften, etwa aus den Samen von Stockrosen. Im Herbst suchen sie geschützte, warme Plätze für ihre Winterruhe und verirren sich dabei manchmal auch in Häuser oder Wohnungen. Wer die Tiere schonend entfernen möchte, kann dafür auf verschiedene Hausmittel zurückgreifen.

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Sollte man Feuerwanzen bekämpfen?

Feuerwanzen verschwinden meist nicht von selbst, denn natürliche Feinde haben sie kaum. Mit ihrer auffälligen rot-schwarzen Färbung senden sie ein deutliches Warnsignal an andere Tiere. Vögel etwa machen mit ihnen meist nur einmal Bekanntschaft: Der unangenehme Geschmack sorgt dafür, dass sie Feuerwanzen künftig meiden. Fühlen sich die Insekten bedroht, setzen sie zudem spezielle Pheromone frei und verströmen einen intensiven Geruch, um Angreifer abzuschrecken.

Wie kann man Feuerwanzen loswerden?

Tierliebe Menschen kehren größere Feuerwanzen-Ansammlungen im Garten mit Handfeger und Schaufel zusammen und setzen diese in sicherer Entfernung zum Garten an einem trockenen und warmen Ort aus. Da die Natur mit Gärtnern jedoch kein Mitleid kennt, wandern neue Wanzen garantiert von der anderen Seite des Gartens wieder ein.

Eine bewährte Strategie, Feuerwanzen im Garten zu reduzieren, ist, die verblühten Fruchtstände aus dem Garten zu entfernen. Entsorgen Sie die von Feuerwanzen befallenen Fruchtstände jedoch nicht auf dem Kompost, sondern im Biomüll. Sonst krabbeln die Wanzen bald wieder durch den Garten.

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Verhindern, dass Feuerwanzen auch ins Haus kommen

Nicht selten machen es sich die roten Krabbler auch in den heimischen vier Wänden bequem, doch dem kann vorgebeugt werden. Man sollte darauf achten, dass altes Laub oder alte Fruchtstände nicht in der Nähe von Hauswänden oder Türen gelagert werden. Dann ist der Weg nämlich nicht mehr weit.

Auch interessant: Was kann man gegen Mini-Fliegen in Blumentöpfen tun?

Feuerwanzen mit Hausmitteln loswerden

Feuerwanzen sind sehr gesellig und treten daher häufig gesammelt auf
Feuerwanzen sind sehr gesellig und treten daher häufig gesammelt auf Foto: picture alliance / Zoonar | Heiko Kueverling

Sie haben keine Lust, die lästigen Untermieter einzeln aufzusammeln? Kein Problem, denn es gibt ein einfaches, wirksames Hausmittel gegen Feuerwanzen. Alles, was man dazu braucht, hat man in der Regel schon daheim. Tierfreundlich ist diese Methode allerdings nicht.

Zutaten:

  • 1⁄2 Liter Wasser
  • 1 Schuss Spülmittel
  • Sprühflasche

Anleitung:

  1. Füllen Sie das Wasser mit einem Schuss Spülmittel (biologisch abbaubar) in eine Sprühflasche.
  2. Sprühen Sie die Mischung großzügig auf das Wanzennest. So können Sie Feuerwanzen gezielt bekämpfen.

Auch interessant: Kennen Sie schon diese Geheimwaffe gegen Blattläuse?

Was fressen Feuerwanzen?

Es hilft zudem, den Wanzen ihre Lieblingsnahrung zu entziehen. Auch dann werden sie nicht mehr in Scharen über den Garten herfallen. Dazu zählen:

  • Akazien
  • Malven
  • Robinien
  • Rosskastanien
  • Stockrosen

Hinweis: Wenn man die Feuerwanzen komplett loswerden möchte, sollte man auf chemische Mittel verzichten. Insektenvernichtungsmittel dezimieren nicht nur die Wanzen im Garten, sondern auch alle nützlichen Insekten wie Bienen und Hummeln.

Sind Feuerwanzen schädlich oder nur lästig?

Feuerwanzen treten in Heerscharen auf. Und das kann ziemlich lästig sein. Wirklich schädlich sind Feuerwanzen im Gegensatz zu Dickmaulrüssler, Blattläusen, Kirschessig-Fliegen, Pflaumenwickler oder Schnecken jedoch nicht. Fachleute sind sich einig, dass sie keine Pflanzen vernichten. Deshalb muss man auch Feuerwanzen nicht zwingend loswerden. Das bestätigt auf Nachfrage auch Silvia Teich vom Naturschutzbund Deutschland: „Niemand muss besorgt sein, wenn Feuerwanzen im Garten sind. Sie sind weder für Menschen noch für den Garten schädlich – im Gegenteil: Sie fungieren als Müllabfuhr, da sie außer an Pflanzen auch an toten Insekten saugen.“

Eine Ausnahme bilden Malvengewächse, wie die Stockrose. Feuerwanzen saugen den Saft aus den Samen. Für die aktuelle Pflanze ist das nicht weiter schlimm, allerdings kann die Vermehrung beeinträchtigt werden.

Können Feuerwanzen beißen?

Vor einem Biss braucht man keine Angst zu haben. Feuerwanzen beißen nicht, bestätigt die Expertin, aber sie stoßen ein übelriechendes Sekret aus, wenn sie sich bedroht fühlen.

Franka Kruse-Gering
Redakteurin

Nicht nur in einer Bedrohungslage

„Feuerwanzen sondern nicht nur Sekrete ab, wenn sie sich bedroht fühlen, sie scheinen auch über Gerüche miteinander zu kommunizieren. Das Umweltbundesamt schreibt, dass sie anscheinend sogar Futterstellen für ihre Artgenossen mit diversen Düften markieren.“

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Wo leben Feuerwanzen?

In den meisten Fällen bevorzugen Feuerwanzen die Nähe von Laubbäumen. Unter ihnen machen sie es sich im Laub gemütlich. Dass es immer mal vorkommt, dass sie in großen Ansammlungen an Baumrinden oder am Wegesrand sitzen ist dem Wetter geschuldet, auch sie möchten sich bei guten Wetterbedingungen etwas sonnen und aufwärmen.

Wie vermehren sich Feuerwanzen?

Die Paarung kann bei Feuerwanzen bis zu 30 Stunden dauern
Die Paarung kann bei Feuerwanzen bis zu 30 Stunden dauern Foto: picture alliance/dpa | Wolfram Steinberg

Bestimmt hat es jeder von uns schon einmal gesehen: Zwei Feuerwanzen hängen am Hinterteil zusammen. So paaren Sie sich. Laut Umweltbundesamt kann dieses Ritual bis zu 30 Stunden dauern. Infolgedessen kann das Weibchen 50 bis 60 Eier ablegen, innerhalb eines Jahres entwickeln sich die Larven zu ausgewachsenen Wanzen.

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