12. September 2025, 14:29 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Im Winter wirkt der Garten oft trostlos, weil das Grün fehlt. Immergrüne und winterharte Pflanzen können Abhilfe schaffen, da sie ihr Laub behalten, nicht eingehen und auch in der kalten Jahreszeit Lebendigkeit bringen. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering stellt dafür vier passende Pflanzen für Garten und Balkon vor.
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Was sind immergrüne Pflanzen?
In der Botanik werden Pflanzen als immergrün bezeichnet, wenn sie im wahrsten Sinne des Wortes das ganze Jahr über grün sind. Wenn die kalte Jahreszeit anbricht, verlieren viele Pflanzen Blätter und andere Teile, die oberirdisch wachsen. Immergrüne und winterharte Pflanzen bleiben bestehen und sorgen auch in den dunklen Monaten für etwas Lebendigkeit im Garten.
1. Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
Der Kirschlorbeer ist eine beliebte, immergrüne und winterharte Pflanze. Er ist schnellwüchsig und sehr dicht. Er bietet sich also wunderbar als Hecke an. Zudem ist er nicht besonders pflegebedürftig und daher auch wunderbar für Gartenanfänger geeignet.
Zu beachten ist, dass der Kirschlorbeer giftig ist. Die Blätter und das Fruchtfleisch sind leicht giftig, die Kerne innerhalb der Früchte sind stark giftig und können bei Verzehr zu einem Atem- und Kreislaufstillstand führen. Vögel hingegen nutzen den Kirschlorbeer gern als Nahrungsquelle. Durch ihren Kot verbreiten sie die Samen und so kommt die nichtheimische Pflanze inzwischen auch schon in der freien Natur vor.
Dazu passend: Kirschlorbeer in der Schweiz verboten! Bald auch in Deutschland?
2. Rhododendron (Rhododendron)
Der Rhododendron ist nicht nur eine überwiegend immergrüne und winterharte Pflanze, sondern zaubert ab dem Frühjahr auch besonders schöne Farben in den Garten. Mit seiner üppigen Blütenpracht wird er zum Hingucker. Die verschiedenen Sorten des Rhododendrons haben unterschiedliche Blütezeiten. Wenn man verschiedene Pflanzen kombiniert, kann man so die Farbenpracht im Garten verlängern.
Die Pflege eines Rhododendrons ist nicht kompliziert, allerdings sollte man auf den richtigen Standort achten. Der falsche Platz kann zu Krankheiten führen. Am wohlsten fühlen sich Rhododendren an halbschattigen Plätzen.
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3. Efeu (Hedera helix)
Auch der Efeu zählt zu den immergrünen und winterharten Pflanzen. Er besitzt noch einen weiteren Vorteil. Da er sehr schnellwüchsig ist und zu den Kletterpflanzen zählt, kann man unter ihm unliebsame Wände oder Zäune verstecken. Auch bietet der Efeu einen schönen Anblick, wenn er Gartenhäuser bewächst.
Efeu zählt nicht gerade zu den anspruchsvollen Pflanzen, gänzlich ignorieren sollte man ihn aber auch nicht. Gießen muss man die Pflanze in der Regel nicht, auch Dünger ist nicht notwendig. Da der Efeu sehr wuchsfreudig ist, sollte man ihn in regelmäßigen Abständen zurückschneiden.
Übrigens: Wenn man sich für Efeu im Garten entscheidet, tut man nicht nur sich und seinem Garten etwas Gutes, sondern auch der Welt der Vögel. Diese nutzen das dichte Flechtwerk zum Nestbau.
4. Lippenmäulchen (Mazus reptans)
Bei dieser immergrünen und winterharten Pflanze handelt es sich um einen pflegeleichten Bodendecker. Das Lippenmäulchen liebt die Sonne und kommt auch mit Trockenperioden gut zurecht. Ganz auf das Gießen sollte man jedoch nicht verzichten. Das Besondere an dieser Pflanze ist, dass die Blüten wie kleine Schmetterlinge aussehen. Diese erscheinen von Mai bis Juni.
myHOMEBOOK-Extratipp
„Wer seine immergrüne Pflanze auch verwenden möchte, sollte sich Salbei in den Garten pflanzen. Dieser übersteht den Winter und bringt mit seinem satten Grün Farbe in die triste Landschaft. Der Salbei kann auch im Winter geerntet werden und kann bei winterlichen Erkältungen helfen.“

