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Weniger ist mehr!

Wie gestalte ich einen minimalistischen Garten?

minimalistischer Garten
Klare Formen, reduzierte Farbwahl und eine schlichte Bepflanzung sind typisch für einen minimalistischen GartenFoto: Getty Images

Die Natur ist dafür bekannt, mit ihren Pflanzen und Blüten zu protzen: Verschiedenste Formen und Farben kann man bestaunen, die kreuz und quer und durcheinander wachsen. Ein minimalistischer Garten ist das komplette Gegenteil von Hülle und Fülle. Hier lautet die goldene Regel: Weniger ist mehr!

Im Bereich Interior ist der Minimalismus schon lange eine bekannte Stilrichtung und mittlerweile auch zu einem Lebensstil geworden. Es gilt, sich auf das Wichtigste und Nötigste zu reduzieren. Auch der eigene Garten kann minimalistisch gestaltet werden. Der Ursprung dieses Gartenstils geht bis in das 15. Jahrhundert zurück auf die Zen-Gärten der japanischen Mönche. Die Gartengestaltung wird auf vier Elemente beschränkt: Steine, Sand, Bäume und Moos. Als Gründungsvater des heutigen Minimalismus wird Ludwig Mies van der Rohe angesehen. Der deutsch-amerikanische Architekt war für seine reduzierte Bauweise mit großen Glasfassaden bekannt. Von ihm stammt übrigens der bekannte Spruch: „Weniger ist mehr“.

Die drei Grundprinzipien eines minimalistischen Gartens

Minimalistisch bedeutet nicht, dass ein Garten nicht auch ein Ort zum Wohlfühlen sein kann. Immerhin steht Minimalismus nicht für Leere, auch wenn das für viele auf den ersten Blick so wirken mag. Daher ist es wichtig, eine richtige Komposition aus Form, Pflanzen und Materialien zusammenzustellen.

Generell gilt ein minimalistischer Garten als pflegeleicht. Hobbygärtner sollten aber bedenken, dass auch dieser Garten gepflegt werden will. Durch die Reduzierung in der Gestaltung fallen Makel und Schmutz schneller auf. Dadurch kann der eigentlich elegante Gartenstil schnell unordentlich und ungepflegt wirken.

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Formsprache

Anders als im französischen Lustgarten wird der minimalistische Garten nicht symmetrisch angelegt. Trotzdem können vereinzelt Elemente, wie zum Beispiel die Bepflanzung von Beeten, wiederholt vorkommen. Auch Schnörkel und andere verträumt-romantische Elemente haben in dem reduzierten Gartenstil nichts verloren. Besser sind klare Linien und geometrische Formen. Diese setzt man am besten in Form von großen Wegplatten aus Beton um, die durch den Garten führen. Auch bei der Terrasse oder den Beeten sollte ein rechter Winkel zu finden sein.

Pflanzenwahl

Die Natur ist nicht dafür bekannt, sich zurückzuhalten oder gar minimalistisch zu sein. Hobbygärtner sollten also passende Pflanzen für ihren minimalistischen Garten wählen. Während man sich in der Vielfalt der Pflanzenarten zurückhalten sollte, kann man spezielle Formen oder Blattfarben auswählen. Damit sich das Auge beim Anblick des minimalistischen Gartens nicht langweilt, sind Kontraste wichtig zum Beispiel durch unterschiedliche Größen oder helle und dunklere Farben. Aber Vorsicht: Nicht zu viele und bunte Farben wählen. Gut eignen sich zum Beispiel Bambus, verschiedene Gräser oder Bärenfellgras.

Im Zweifel sollten sich Hobbygärtner lieber für eine außergewöhnliche Pflanze entscheiden, anstatt für viele kleine. Auch darf es vereinzelt im minimalistischen Garten blühen. Besonders elegant wirken violette, weiße oder blaue Blüten wie zum Beispiel von der Hortensie. Bei diesem Garten handelt es sich nicht um einen Stein- oder Schottergarten, daher sind Rasenflächen mehr als willkommen.

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Hochwertige Materialien

Die Gestaltung eines minimalistichen Gartens zeichnet sich dadurch aus, bewusst wenige Elemente zu wählen. Das gilt auch für die Materialien. Am besten passen Beton, Stahl, Glas, Holz oder Naturstein. Beton und Holz oder Stahl und Stein ergeben ein harmonisches Bild. Des Weiteren kann man Wasser in Form eines Pools oder eines dekorativen Wasserbeckens hinzufügen. Auch hier wählt man eine rechteckige Form, die optisch nicht zu kompliziert ist. Tipp: Durch geschickt gesetzte Lichter wirkt der minimalistische Garten auch am Abend interessant.