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INSPIRATION

6 Tipps, um ein Wohnzimmer minimalistisch einzurichten

Minimalistisches Wohnzimmer
Formschöne Möbel, zurückhaltende Farbgebung und wenige Accessoires braucht es lediglich für ein minimalistisches WohnzimmerFoto: Getty Images

Wohlgefühl ist ein wertvolles Gut dieser Tage. Hier kann auch die eigene Einrichtung eine entscheidende Rolle spielen. Auch wenn es zunächst unvorstellbar scheint, lädt ein minimalistisch eingerichtetes Wohnzimmer zweifelsohne zu mehr Entspannung ein.

Dem Minimalismus begegnet oft das Vorurteil, er würde ungemütlich wirken. Grund für diese Annahme ist seine bekannte Faustformel: Weniger ist mehr. Doch auch wenn bei einer puristischen Einrichtung scheinbar einige Dinge fehlen – Behaglichkeit ist es in jedem Fall genügend vorhanden. Stattdessen werden minimalistisch eingerichtete Wohnzimmer zu besonderen Orten der Entspannung. Neugierig geworden, wie der Look gelingt? Unsere Interior Designerin erklärt, wie man vorgeht.

1. Wände blank lassen

Eine puristische Einrichtung fängt bei einer eher gediegenen Wandgestaltung an. Idealerweise ist diese in einem minimalistischen Wohnzimmer in hellen, unbunten Farben wie Weiß gehalten. Für Weiß spricht vorwiegend dessen beruhigende Wirkung. Noch dazu wird kleinen Räumen mit diesem Farbton gewissermaßen mehr Größe verliehen. Aber auch (Hell-)Grau, Anthrazit oder – wer es experimentell mag – Schwarz werden dem minimalistischen Designanspruch gerecht.

Blanke Wände machen den Raum im wörtlichen Sinne frei für Klarheit, Fantasie und Kreativität. Der unifarbene Look gilt im Übrigen auch für Tapeten. Statt hier also zu texturierten, geprägten oder wild gemusterten Wandverkleidungen zu greifen, empfiehlt sich auch hier eine eher schlichte, einfarbige Variante, die Ruhe und Gelassenheit bewirkt.

Soll die minimalistische Einrichtung im Wohnzimmer dennoch über Muster verfügen, dann sind grafisch großflächige und geradlinige Designs in unbunten Farben eine geeignete Wahl. Am besten tapeziert man hierbei nur eine einzelne Wand.

2. Farbe in den Raum holen

Insbesondere weiße Wände, die typisch für minimalistisch eingerichtete Räume sind, wirken auf viele Menschen eher befremdlich, kalt, steril und dadurch gewissermaßen ungemütlich. Wer entsprechend Behaglich- und Lebendigkeit im minimalistischen Wohnzimmer vermisst, holt dies über Möbel, Accessoires oder auch Pflanzen in den Raum. Richtig gelesen, denn gerade Naturprodukte und -materialien bringen ihre ganz eigene Farbigkeit mit, von der eine minimalistische Einrichtung profitiert.

Naturmaterialien als Teil eines minimalistischen Wohnzimmers
Naturmaterialien und -produkte bringen ihre ganz eigene Farbigkeit in einen minimalistischen Raum Foto: Getty Images

Das Grün der Pflanzen, das Braun der Holzmöbel oder der Greige-Ton von Körben aus Naturfasern erscheinen alles andere als trist. Wirklich bunte Farben braucht es daher nur wenige. Ein gutes Maß sind hier zwei bis drei verschiedene Farbtöne. Und statt laut und knallig, dürfen es gern gedämpfte Töne, aber auch Pastellfarben sein. Auf den Punkt gebracht, wirkt ein minimalistisches Wohnzimmer am gemütlichsten mit einer nüchternen Farbgebung, die vereinzelte Farbtupfern integriert.

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3. Teppich dürfen mit einziehen

Häufig sieht man in minimalistischen Einrichtungen dunkles Parkett oder alternativ Laminat als Fußboden. Dieser steht dann meist im angenehmen Kontrast zur restlichen eher hellen Gestaltung. Auch ein heller Stein- oder Fliesenboden kommt im puristischen Ambiente charismatisch zur Geltung. Braucht es da überhaupt noch einen Teppich? Wer sich streng an den Minimalismus halten will und kein Problem mit einem gänzlich glatten Untergrund hat, verzichtet also besser drauf.

Allerdings darf in ein minimalistisch eingerichtetes Wohnzimmer auch gern ein Teppich oder Läufer einziehen. Doch auch hier gilt: Weniger ist mehr. Ratsam ist insbesondere ein einfarbiges Modell, das in jedem Fall einen gemütlichen Farbklecks in den Raum bringt. Ebenso denkbar ist ein gemusterter Teppich, dessen Design jedoch nicht zu kleinteilig und besser in unbunten Farben ausfällt.

Ideal sind Bodentextilien aus Naturfasern wie Sisal, Bast oder Schurwolle – so sind Farbigkeit und Gemütlichkeit garantiert! Vor allem Barfüßler wird dieser textile Untergrund freuen.

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4. Möbel bewusst einsetzen

In einem minimalistischen Wohnzimmer sollten nicht irgendwelche Möbel stehen. Tendenziell braucht es Möbelstücke mit klarer, schlichter Formen- und Liniensprache. Zu viele Details und Schnörkel bedeuten zu viel geistige Ablenkung.

Ausladende, wuchtige Buffetschränke oder Sofas widersprechen eindeutig minimalistischen Entwürfen. Gern dürfen runde, ovale oder organisch geformte Möbel auf betont geradlinige Modelle treffen. Minimalisten kommt es außerdem auf Praktikabilität an, daher stehen bei ihnen Multifunktionsmöbel ausgesprochen hoch im Kurs.

Minimalistisches Wohnzimmer
Eine reduzierte Auswahl formschöner Möbel, die mal geradlinig, mal gerundet verlaufen, bringen Balance, Harmonie und Wohlgefühl ins minimalistische WohnzimmerFoto: Getty Images

Ein Sofa, das nachts zur Schlafcouch wird, ein ausziehbarer Esstisch oder ein Beistelltisch, der gleichzeitig auch Hocker sein kann, passen hier geradezu perfekt. Und auch auf ausreichend Ordnung und Stauraum kommt es beim Minimalismus an, daher sind Möbel mit Türen wie Schränke den offenen Varianten wie Regalen vorzuziehen.

Kommen diese dennoch zum Einsatz, dann am besten als schlankes, hohes Modell im aufgeräumten Look: Bücher, die nach Farben oder Größe sortiert sind, oder ein Single-Accessoire innerhalb eines einzelnen Fachs schaffen ebenfalls viel Harmonie.

5. Auf das passende Material kommt es an

Inspiriert von skandinavischen Designs gehört in eine minimalistische Einrichtung zweifelsohne auch viel Holz. Dabei dürfen es gern helle, aber auch dunkle Hölzer sein – nur nicht zwingend in Kombination, dann wirkt der Look ungewollt unruhig und disharmonisch. Insbesondere Massivholzmöbel wie etwa ein alter Tisch wissen eine besonders charismatische und warme-gemütliche Note in den Raum zu bringen.

Auch andere Materialien machen viel her im minimalistischen Wohnzimmer: Möbel aus Glas, etwa ein Couchtisch oder eine Vitrine, sind seit einiger Zeit nicht mehr aus modernen Einrichtungen wegzudenken. Dank ihrer transparenten Machart wird ein Raum mit reichlich Leichtig- und Lässigkeit geflutet. Metallene Materialien wie Edelstahl oder auch Chrom verpassen dem minimalistischen Wohnzimmer einen eleganten Anstrich. Und natürlich bereichern auch Naturmaterialien wie Kork, Leder oder Seegrasfasern den Raum um jede Menge Behaglichkeit.

Wichtig ist bei der Materialauswahl lediglich, dass sie von hochwertiger Qualität sind, denn diese hat für Minimalisten Vorrang – und zwar vor Quantität.

6. Wenige, kuratierte Accessoires

Originelle Vase mit frischen Blumen auf dem Tisch
Originelle Designs transformieren Accessoires zu Statements im Raum und sind damit typisch für den MinimalismusFoto: Getty Images

Für ein minimalistisch eingerichtetes Wohnzimmer braucht es nur wenige, liebevolle kuratierte Accessoires. Denn im Grunde funktionslos widersprechen sie so eigentlich der Kernidee des Minimalismus. Mit besonders großen Accessoires wie raumhohen Pflanzen oder einem XXL-Bild an der kahlen Wand werden gekonnt Statements gesetzt. Vorhänge am Fenster sind bestenfalls schlicht, unifarben und bodenlang. Mit einem Handgriff zur Seite gezogen, gewähren sie dem Tageslicht ungehindert Zugang in den Raum.

Licht ist ein wichtiger Aspekt des Minimalismus. Insbesondere während der kalten Jahreszeit gilt es den Mangel an natürlichem Licht durch künstliche Lichtquellen auszugleichen. Perfekt passen hier Steh- oder sogar Bogenleuchten, idealerweise in schlankem, schnörkellosem Design.

Mit LED-Strips oder Mini-Deckenspots ist für indirekte Beleuchtung gesorgt. Lampenschirme von Pendel- oder Tischleuchten dürfen gern aus Metall, Glas oder Naturfasern wie Reispapier oder Leinen gefertigt sein. Außerdem finden sich auf dem Sofa ein paar unifarbener Kissen, vereinzelte Lieblingsstücke sowie eine originelle Vase mit Blumen auf dem Tisch.

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