9. April 2026, 14:32 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ein Hochbeet bietet viele Vorteile und ideale Bedingungen für zahlreiche Pflanzen. Doch nicht alles, was im Garten wächst, eignet sich auch dafür. Manche Pflanzen benötigen zu viel Platz, haben ungeeignete Wurzeln oder stören das Gleichgewicht im Beet. Deshalb lohnt es sich, nicht nur zu wissen, was gut ins Hochbeet passt, sondern auch, auf welche Pflanzen man besser verzichtet.
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1. Tiefwurzelnde Pflanzen
Optisch wirken Hochbeete so, als würden sie besonders tief wurzelnden Pflanzen ausreichend Platz bieten. Doch das ist ein Trugschluss. In der Regel sind sie innen mit Folie ausgekleidet und somit nicht tief genug für Tiefwurzler. Außerdem fehlt es ihnen an Standfestigkeit, um größere Pflanzen wie Apfelbäume, Kirschbäume oder Holundersträucher sicher zu tragen.
2. Stauden mit langer Lebensdauer
Zur Pflege und Instandhaltung eines Hochbeets gehört das regelmäßige Erneuern der Erde. Mit der Zeit schreitet der Kompostierungsprozess voran, und das Substrat sackt ab. Der Boden sollte dann umgeschichtet und mit frischem Kompost angereichert werden. Deswegen empfiehlt es sich, keine mehrjährigen Stauden oder Gemüsesorten im Hochbeet anzupflanzen. Pflanzen wie Spargel, Artischocken oder Rhabarber würden durch das Erneuern des Substrats gestört werden.
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3. Wuchernde Pflanzen
Minze und Topinambur haben eines gemeinsam: Beide Pflanzen wuchern stark, sowohl im normalen Beet als auch im Hochbeet. Ob ebenerdig oder erhöht, ausbreitungsfreudige Pflanzen verdrängen schnell andere Sorten. Um das zu vermeiden, sollte man sie besser in Kübeln kultivieren, damit sie leichter unter Kontrolle bleiben.
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4. Große Pflanzen
Auch Kürbis, Zucchini und Melone sollten nicht im Hochbeet gepflanzt werden. Sie benötigen viel Platz und breiten sich mit ihren Ranken im gesamten Beet aus, wodurch sie andere Pflanzen verdrängen.
Wer dennoch Zucchini im Hochbeet anbauen möchte, sollte ein ausreichend großes Beet wählen und auf genügend Abstand zu anderen Pflanzen achten. Alternativ lassen sich Kürbis und Co. mitsamt Rankhilfe auch neben dem Hochbeet platzieren.
5. Pflanzen mit geringem Nährstoffbedarf
Beim Anlegen eines Hochbeets schichtet man Holzschnitt, Kompost und Erde, um ein besonders nährstoffreiches Substrat zu erhalten. Das ist ideal, um Gemüsesorten anzubauen, die einen hohen Nährstoffbedarf haben. Bei sogenannten Schwachzehrern sieht die Sache jedoch anders aus. Bohnen, Erbsen sowie Kräuter wie Thymian und Lavendel benötigen nur wenige Nährstoffe, um zu gedeihen. Diese sollten daher nicht in einem Hochbeet gepflanzt werden.
In den ersten Jahren ist der Nährstoffanteil in Hochbeeten besonders hoch. Werden Pflanzen mit geringem Nährstoffbedarf darin angebaut, besteht die Gefahr der Überdüngung. Das Ergebnis sind Pflanzen, die auf ungewöhnliche Weise wachsen: Sie bilden lange, dünne Triebe, entwickeln zu viele Blätter, verlieren an Aroma, tragen weniger Früchte, sind anfälliger für Krankheiten und haben in der Regel eine kürzere Lebensdauer.