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Schädlinge loswerden

Was hilft wirklich gegen Schnecken im Hochbeet?

Im Hochbeet können Schnecken große Schäden anrichten
Im Hochbeet können Schnecken große Schäden anrichten Foto: Getty Images/tepic
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Lena Hackauf
myHOMEBOOK-Redaktion

26. August 2025, 6:06 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Dank ihres klebrigen Schleims können Schnecken auch an Wänden hochkriechen. Dadurch ist das Gemüse auch im Hochbeet nicht sicher. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Schnecken im Hochbeet loszuwerden – ganz ohne Chemie.

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Barrieren vor dem Hochbeet

Im schattigen und feuchten Hochbeet fühlen sich Schnecken besonders wohl. Um die Kriechtiere davon abzuhalten, ins Beet zu gelangen, ist es sinnvoll, sogenannte Schneckenkanten anzubringen. Diese speziellen Kanten sind so geformt, dass Schnecken nicht darüber hinwegkriechen können.

Eine weitere effektive Methode zur Schneckenabwehr im Hochbeet sind Netze. Diese kann man einfach über das Beet spannen und beispielsweise mit Stöcken befestigen. Wichtig ist, ein engmaschiges Modell zu wählen, um zu verhindern, dass die Weichtiere hindurchkriechen können.

Viele Hobbygärtner schwören auf Kupfer, um Schnecken fernzuhalten. Dieses kann entweder als Streifen entlang des Hochbeets angebracht oder als Kupferdraht verwendet werden. Der leicht saure Schleim der Schnecken reagiert mit dem Metall: Die dabei freigesetzten Kupfer-Ionen sind für Schnecken leicht giftig – deshalb drehen sie in der Regel lieber um.

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Barrieren im Hochbeet

Haben es die Schnecken doch ins Hochbeet geschafft, gibt es auch dort Möglichkeiten, sie zu vertreiben. Effektiv, wenn auch mühsam, ist das Absammeln der Tiere. Dafür bietet man ihnen tagsüber gezielt Versteckmöglichkeiten an, etwa alte Dachziegel oder umgedrehte, leere Eimer. Die Schnecken, die sich darin verbergen, kann man dann an einem geeigneten Ort – weit entfernt vom eigenen Garten – aussetzen.

Ohne Frage ist das Absammeln von Schnecken eine aufwendige Methode, um sie im Hochbeet in Schach zu halten. Wer sich die Arbeit erleichtern möchte, kann auf sogenannte Schneckenkragen setzen. Dabei handelt es sich um eine Barriere in Form eines Rings, der über einzelne Pflanzen gestülpt wird. Schneckenkragen besitzen einen überhängenden Rand, sodass die Schnecken die Pflanzen nicht erreichen können. Sie sind sowohl im Gartencenter erhältlich als auch mit wenigen Handgriffen selbst herzustellen. In diesem Artikel zeigt myHOMEBOOK, wie leicht das geht.

Um zarte Jungpflanzen vor hungrigen Schnecken zu schützen, kann es sinnvoll sein, die Schneckenabwehrmethoden zu kombinieren. Hier sind es Netz und Schneckenkragen
Um zarte Jungpflanzen vor hungrigen Schnecken zu schützen, kann es sinnvoll sein, die Schneckenabwehrmethoden zu kombinieren. Hier sind es Netz und Schneckenkragen Foto: Getty Images/brebca

Eine weitere Möglichkeit, Schnecken im Hochbeet den Aufenthalt zu verleiden, ist der Einsatz von Kaffeesatz. Das im Kaffee enthaltene Koffein wirkt auf Schnecken als Nervengift. Gleichzeitig kann Kaffeesatz für viele Pflanzen als natürlicher Dünger dienen. Allerdings sollte man vorsichtig sein: Es handelt sich um einen sauren Dünger, den nicht jede Pflanze verträgt. Daher gilt: Am besten nur sparsam und gezielt anwenden.

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Natürliche Feinde

Vögel, Igel, Kröten, Blindschleichen und Laufenten zählen zu den natürlichen Fressfeinden von Schnecken. Wenn diese Tiere regelmäßig im Garten vorkommen, nimmt die Zahl der Schnecken deutlich ab. Eine naturnahe Gartengestaltung ist daher ideal, um ihnen geeignete Lebensräume und Rückzugsorte zu bieten.

Auch Nematoden gehören zu den natürlichen Feinden, insbesondere junger Schnecken. Dabei handelt es sich um mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die in die Schnecken eindringen und dort Bakterien freisetzen. Diese führen innerhalb weniger Tage zum Tod der befallenen Tiere.

Warum man auf chemische Mittel verzichten sollte

Eine weitverbreitete Methode zur Bekämpfung von Schnecken ist der Einsatz von Schneckenkorn, häufig mit dem Wirkstoff Metaldehyd. Auf chemische Mittel im Hochbeet sollte jedoch möglichst verzichtet werden. Sie sind nicht nur für Schnecken giftig, sondern auch für Haus- und Wildtiere sowie für Nützlinge und Bodenorganismen im Garten.

Zudem können Rückstände des Schneckenkorns durch Regen ins Grundwasser gelangen. Langfristig besteht die Gefahr, dass dadurch das natürliche Gleichgewicht im Boden gestört wird.

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