9. September 2026, 6:48 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wer im Frühjahr Kürbis gepflanzt hat, freut sich im September oft über die ersten stattlichen Früchte. Gleichzeitig bilden viele Pflanzen noch immer neue Blüten und sogar kleine Fruchtansätze. Das wirft eine Frage auf: Sollte man diese späten Blüten jetzt entfernen oder der Pflanze ihren Lauf lassen? myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, wie man im Spätsommer mit Blüten am Kürbis umgehen sollte.
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Warum Kürbisse im September noch blühen
Kürbispflanzen sind ausgesprochen wüchsig und bilden oft bis weit in den Herbst hinein neue Blüten. Solange die Temperaturen stimmen, versucht die Pflanze weiterhin, neue Früchte anzusetzen. Allerdings wird die Saison langsam knapp. Während bereits entwickelte Kürbisse jetzt vor allem noch ausreifen müssen, entstehen aus späten Blüten oft Fruchtansätze, die vor den ersten kalten Nächten nicht mehr ihre endgültige Größe erreichen. Die Folge: Die Pflanze investiert weiterhin Wasser und Nährstoffe in neues Wachstum, obwohl die vorhandenen Früchte diese Ressourcen ebenfalls benötigen.
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Wann das Entfernen von Blüten sinnvoll sein kann
Hängen bereits mehrere gut entwickelte Kürbisse an der Pflanze, kann es sinnvoll sein, neue Blüten sowie sehr kleine Fruchtansätze zu entfernen. So muss die Pflanze ihre Kräfte nicht auf zusätzliche Früchte verteilen, sondern kann sich auf die bereits vorhandenen Kürbisse konzentrieren.
Das gilt insbesondere bei Sorten mit großen Früchten. Viele Gärtner begrenzen hier bewusst die Zahl der Früchte, damit diese möglichst groß werden und vollständig ausreifen können. Als Faustregel gilt: Haben die vorhandenen Kürbisse ihre typische Größe bereits weitgehend erreicht, profitieren sie oft davon, wenn keine neuen Früchte mehr nachkommen.
Auch das Einkürzen von Trieben kann helfen
Wer die vorhandenen Kürbisse gezielt fördern möchte, kann im Spätsommer zusätzlich lange Triebe einkürzen. Dadurch steckt die Pflanze weniger Energie in weiteres Wachstum und mehr in die Reifung der vorhandenen Früchte. Vor allem bei großen Speisekürbissen und Riesenkürbissen wird diese Methode häufig angewendet.
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Wann man neue Blüten lieber dranlässt
Anders sieht es aus, wenn die Pflanze bislang nur wenige Früchte gebildet hat oder die vorhandenen Kürbisse noch vergleichsweise klein sind. In diesem Fall können neue Blüten durchaus noch sinnvoll sein. Besonders in Regionen mit langen, milden Herbstzeiten besteht die Chance, dass daraus noch erntereife Kürbisse entstehen.
Pauschal sollten Blüten deshalb nicht entfernt werden. Entscheidend ist immer, wie viele Früchte bereits an der Pflanze hängen und wie weit deren Entwicklung fortgeschritten ist.
Woran man erkennt, dass ein Fruchtansatz kaum noch Chancen hat
Ein kleiner Kürbis, der erst im September angesetzt wurde und selbst nach einigen Tagen oder Wochen kaum an Größe zulegt, wird häufig nicht mehr rechtzeitig reif. Das gilt besonders dann, wenn die Nächte bereits deutlich kühler werden.
In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Fruchtansatz zu entfernen. Die Pflanze kann ihre Energie dann auf die bereits vorhandenen Früchte konzentrieren, die deutlich bessere Chancen haben, bis zur Ernte vollständig auszureifen.