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Haushaltsexpertin verrät

Die besten Tipps gegen Essensgerüche in der Wohnung

Ein frisch zubereiteter Braten sorgt für Genuss, aber auch für intensive Gerüche, die sich mit einfachen Tricks reduzieren lassen
Ein frisch zubereiteter Braten sorgt für Genuss, aber auch für intensive Gerüche, die sich mit einfachen Tricks reduzieren lassen Foto: Getty Images
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Lena Hackauf
myHOMEBOOK-Redaktion

9. April 2026, 11:34 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Ob Fisch, Knoblauch oder Gebratenes: Nach dem Kochen bleiben oft hartnäckige Gerüche in der Wohnung zurück. Obwohl der Festtagsbraten schon lange verdaut wurde, kann der Besuch am Abend aus der Luft noch immer entnehmen, was es zum Mittagessen gab. Das kann unangenehm sein. Mit den richtigen Tipps kann man auch hartnäckige Essensgerüche in der Wohnung entfernen.

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Warum sind Koch- und Essgerüche so hartnäckig?

Gerüche bestehen aus chemischen Verbindungen. Komplexe Gerüche können sich aus hunderten bis tausenden Einzelsubstanzen zusammensetzen, wie das Bayrische Landesamt für Umwelt informiert. Beim Kochen entstehen sowohl gasförmige Aromastoffe als auch feine Fetttröpfchen (Aerosole). Entscheidend für das, was wir wahrnehmen, sind die flüchtigen Moleküle. Die menschliche Nase ist darauf spezialisiert, solche Stoffe selbst in sehr niedrigen Konzentrationen zu erkennen. Deshalb riecht man gebratenen Knoblauch sofort, auch wenn nur wenig davon in der Luft ist.

Die Fetttröpfchen und ein Teil der Aromastoffe lagern sich in der Wohnung ab. Textilien, Möbel und Wände dienen dabei als Landebahn. „Je poröser diese sind, umso intensiver ist die Geruchsablagerung“, erklärt Haushaltsexpertin Martina Schäfer von der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e.V. myHOMEBOOK. „Durch ihre Faserstrukturen klammern Textilien den Geruch regelrecht an sich.“ Besonders intensiv riechende Lebensmittel wie Fisch, Kohl oder Knoblauch verstärken diesen Effekt. So entstehen unsichtbare Rückstände, aus denen über längere Zeit weiterhin geruchsaktive Moleküle freigesetzt werden.

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Richtig Lüften

Wenn es in der Wohnung nicht gut riecht, ist der erste Gedanke wohl, zu lüften. Und damit liegt man auch nicht falsch. Es kommt jedoch auf die richtige Technik an. Lüften über gekippte Fenster ist wenig hilfreich. Besser ist „kurzes, intensives Durchlüften“, so Schäfer. Idealerweise gegenüberliegende Fenster weit öffnen, um einen Durchzug zu erzeugen. Durch das Stoßlüften sollte bereits in wenigen Minuten die alte Luft mit frischer ausgetauscht worden sein.

Neben der Technik ist auch der Zeitpunkt entscheidend. Am besten lüftet man während und direkt nach dem Kochen.

Natürliche Geruchsneutralisierer

Ein typischer Fehler, den man laut der Haushaltsexpertin vermeiden sollte: „Mit Duftkerzen oder Sprays die Gerüche überdecken zu wollen, anstatt sie zu neutralisieren.“ In der Küche finden sich glücklicherweise nicht nur Lebensmittel, die unangenehme Gerüche verursachen. Es gibt auch solche, die dabei helfen, Essensgerüche zu neutralisieren.

  • Essig: Eine kleine Schale mit Essig bindet Gerüche effektiv in der Luft. Am besten bereits vor dem Kochen aufstellen.
  • Kaffee: Kaffee riecht nicht nur gut, sondern kann zudem intensive Gerüche neutralisieren. Eine kleine Schale mit Kaffeepulver aufstellen. Alternativ kann das Pulver mit kochendem Wasser aufgegossen werden, damit der Duft noch intensiver wird.
  • Zitrone: Nicht ohne Grund findet man Zitrone in vielen Putzmitteln wieder. Neben der reinigenden Kraft ist es auch der liebliche Duft, der als Inbegriff für Frische steht. Einfach „Wasser und Zitronensaft (2:1) in einem Topf aufkochen“. Zusätzlich könne man Rosmarin oder Zimt dazugeben und simmern lassen.
  • Natron: Das Pulver ist besonders bei Polstern und Teppichen effektiv. „Entweder pur aufstreuen, über Nacht wirken lassen und absaugen. Oder als Spray (0,5 Liter Wasser + ein gehäufter Teelöffel Natron) mischen und in eine Spritzflasche geben. Polster damit abwischen“, erklärt die Haushaltsexpertin.
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Textilien nicht vergessen

Um den Geruch aus der Wohnung zu vertreiben, ist das Putzen dieser unumgänglich. Um den Fettfilm auf Oberflächen zu entfernen, kann man etwa Schmierseife nutzen. Neben den Küchenfronten setzen sich Aerosole, die beim Kochen entstehen, auch auf Vorhängen, Teppichen und Polstermöbeln ab. Textilien nehmen Gerüche nämlich besonders gut auf. Um die Gerüche zu neutralisieren, hilft es, sie regelmäßig zu waschen oder zu lüften. Auch das Absaugen von Sofas und Teppichen kann Geruchsrückstände deutlich reduzieren.

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Ausbreitung verhindern

Dunstabzugshaube

Pfanne auf den Herd, Öl hinzu und schon kann der Knoblauch angebraten werden. Spätestens wenn sich der typische Geruch bildet, fällt einem ein: Dunstabzugshaube an! Das ist ein fataler Fehler. Besser ist es, die Dunstabzugshaube bereits einige Minuten vor dem Kochen einzuschalten, informiert Bosch. Der Hersteller für Haushalts- und Küchengeräte erklärt, dass dadurch ein Luftstrom entstehen kann, durch den unangenehme Kochgerüche entnommen werden können.

Auch nach dem Kochen sollte man die Dunstabzugshaube für einige Minuten weiterlaufen lassen. Auf diese Weise können die letzten Essensgerüche entfernt werden. Haushaltsexpertin Schäfer empfiehlt zudem, den Filter der Dunstabzugshaube regelmäßig zu wechseln. Und, wer die Möglichkeit hat: „Bei Fisch und starkem Anbraten von Fleisch eventuell auf eine andere Garmethode zurückgreifen, etwa Grillen im Freien.“

Kleine Tricks mit großer Wirkung

Bereits kleine Maßnahmen können dabei helfen, Gerüche sofort zu neutralisieren oder ganz zu verhindern.

  • Topfdeckel dienen nicht nur der Energieeffizienz. Sie können auch dabei helfen, Gerüche einzudämmen.
  • Damit sich der Geruch nicht in der ganzen Wohnung verteilt, lohnt es sich, die Küchentüren während des Kochens geschlossen zu halten. Bei offenen Wohnkonzepten kann ein Luftreiniger helfen, um die Partikel aus der Luft zu filtern.
  • Auch im Müll können Fisch und andere geruchsintensive Lebensmittel für hartnäckige Gerüche sorgen. Am besten also den Müll sofort entsorgen.

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