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Expertin erklärt

Kunstblut auf der Kleidung? So entfernen Sie die Flecken nach Halloween

An Halloween können manche Kostüme schonmal etwas blutiger sein. Doch bekommt man das Kunstblut später wieder aus der Kleidung gewaschen?
An Halloween können manche Kostüme schonmal etwas blutiger sein. Doch bekommt man das Kunstblut später wieder aus der Kleidung gewaschen? Foto: Getty Images
Franka Kruse-Gering
Redakteurin

1. November 2026, 9:23 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Kunstblut macht ein Halloween-Kostüm erst richtig schön schaurig. Weniger schön sieht es allerdings aus, wenn die rote Flüssigkeit anschließend auf Shirt, Hose oder Kostüm zurückbleibt. Dann stellt sich schnell die Frage: Lässt sich Kunstblut überhaupt wieder vollständig aus Kleidung entfernen? Elke Messerschmidt vom Kompetenzzentrum Hauswirtschaft erklärt, wovon das abhängt und wie man bei Kunstblutflecken am besten vorgeht.

Lässt sich Kunstblut aus Kleidung entfernen?

Ob ein Kunstblutfleck wieder verschwindet, lässt sich nicht pauschal sagen, erklärt Messerschmidt. Das liegt unter anderem daran, dass die verschiedenen Produkte unterschiedlich zusammengesetzt sind.

„Kunstblut wird nicht einheitlich hergestellt, sodass jedes Produkt andere Inhaltsstoffe aufweist. Einige Produkte basieren auf Cellulose und Alkohol, andere auf Gelatine. Alle enthalten Farbstoffe. Die sind problematisch beim Fleckentfernen“, erklärt die Expertin vom Kompetenzzentrum Hauswirtschaft.

Tatsächlich weisen einige Hersteller laut Messerschmidt bereits auf ihren Produkten darauf hin, dass sich Flecken nicht auswaschen lassen. Bei anderen Kunstblut-Produkten kann wiederum das Material des Kleidungsstücks eine Rolle spielen.

Nach Einschätzung der Expertin stehen die Chancen bei synthetischen Textilien wie Polyester oder Nylon besser. Flüssigkeiten dringen hier weniger tief in das Gewebe ein und werden eher abgestoßen. Eine Garantie dafür, dass die rote Farbe anschließend vollständig verschwindet, gibt es allerdings nicht.

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Bei Kunstblutflecken gilt: schnell handeln

Entdeckt man Kunstblut auf der Kleidung, sollte man möglichst nicht lange warten. Messerschmidt betont: „Wichtig! Sobald ein Fleck entsteht, heißt es: „Schnell handeln!““

Im ersten Schritt sollte man möglichst viel von der Flüssigkeit mit einem saugfähigen Papier oder Tuch vorsichtig abtupfen. Anschließend empfiehlt die Expertin, die betroffene Stelle mit reichlich kaltem Wasser und Seife auszuspülen. Dabei sollte man sich kreisförmig vom Rand des Flecks in Richtung Mitte vorarbeiten. Auf diese Weise verhindert man, dass sich die Verfärbung noch weiter auf dem Stoff ausbreitet.

Mineralwasser kann bei Kunstblutflecken helfen

Ist Mineralwasser vorhanden, kann es laut Messerschmidt ebenfalls bei der Fleckentfernung zum Einsatz kommen. Dafür wird das betroffene Kleidungsstück für einige Minuten darin eingeweicht. Die Kohlensäure kann dabei helfen, den Fleck zu entfernen.

Ist die rote Verfärbung anschließend noch zu sehen, geht es mit einer gezielten Vorbehandlung weiter. Dafür kann man ein geeignetes Fleckenmittel verwenden. Die Expertin empfiehlt unter anderem Gallseife, die vergleichsweise günstig ist und vor der eigentlichen Wäsche direkt auf den Fleck gegeben werden kann.

Bei farbigen Kleidungsstücken ist allerdings Vorsicht geboten: Andere professionelle Fleckenmittel sollte man zunächst an einer unauffälligen Stelle ausprobieren. So lässt sich überprüfen, ob das Mittel die Farbe des Textils verändert.

Nach der Fleckenbehandlung gehört das Kleidungsstück in die Waschmaschine

Das verwendete Fleckenmittel sollte zunächst entsprechend einwirken und anschließend wieder ausgespült werden. Danach empfiehlt Messerschmidt, das Kleidungsstück direkt zusammen mit ähnlichen Textilien in die Waschmaschine zu geben. Gewaschen wird entsprechend der Pflegekennzeichnung des jeweiligen Kleidungsstücks.

Sind nach dem Waschgang weiterhin Farbpigmente zu erkennen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass der Fleck dauerhaft bleiben muss. Laut Messerschmidt kann mitunter mehrmaliges Waschen helfen. Auch das Trocknen in der Sonne kann einen Effekt haben, da das UV-Licht den verbliebenen Fleck ausbleichen kann.

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Welche Mittel helfen gegen hartnäckige Flecken?

Neben Gallseife können laut der Haushaltsexpertin spezielle Fleckenmittel aus dem Handel zum Einsatz kommen. Diese enthalten unter anderem Tenside und Bleichmittel auf Sauerstoffbasis.

Auch Flüssigseife und Spülmittel nennt die Expertin als effektive Fleckenlöser, insbesondere wenn es um fetthaltige Verschmutzungen wie Lippenstift, Schminke oder Schokolade geht. Für Kunstblut empfiehlt sie in ihrem Vorgehen dagegen vor allem kaltes Wasser und Seife sowie bei Bedarf eine anschließende Behandlung mit einem geeigneten Fleckenmittel.

Von vermeintlichen Hausmittel-Geheimtipps sollte man sich hingegen nicht zu viel versprechen. Salz, Natron und Zitrone werden häufig zur Fleckenentfernung empfohlen. Messerschmidt verweist jedoch darauf, dass diese Mittel von der Stiftung Warentest als Fleckenmittel getestet wurden und dabei schlecht abgeschnitten haben.

Kunstblut lässt sich nicht immer vollständig entfernen

Selbst mit der richtigen Behandlung kann es passieren, dass Spuren des Kunstbluts auf der Kleidung zurückbleiben. Entscheidend sind sowohl die Zusammensetzung des jeweiligen Produkts als auch das Textil. Wer Kunstblut für ein Kostüm verwenden möchte, sollte deshalb am besten schon vor dem Auftragen die Herstellerhinweise beachten.

Kommt trotzdem etwas davon auf die Kleidung, lautet der wichtigste Rat von Messerschmidt: nicht lange warten. Je schneller der Fleck abgetupft, mit kaltem Wasser behandelt und anschließend ausgewaschen wird, desto eher lässt sich verhindern, dass die Verfärbung dauerhaft im Stoff zurückbleibt.

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