Zum Inhalt springen
logo Das Do-it-yourself-Portal für Haus und Garten
Halloween Lebensmittel Nachhaltig leben Alle Themen
Nach dem Schnitzen

3 Ideen, um Reste vom Kürbis zu verarbeiten

Herbstzeit ist Kürbiszeit: Ob als Püree, Suppe oder kreative Halloween-Deko, mit diesem vielseitigen Supergemüse lässt sich so einiges anstellen.
Herbstzeit ist Kürbiszeit: Ob als Püree, Suppe oder kreative Halloween-Deko, mit diesem vielseitigen Supergemüse lässt sich so einiges anstellen. Foto: Getty Images
Artikel teilen
Franka Kruse-Gering
Redakteurin

29. Oktober 2025, 17:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Nach Halloween bleiben trotz Süppchen, Kürbisbrot oder Auflauf oft noch Reste vom Kürbis übrig – doch statt Fruchtfleisch und Kernen den Weg in die Biotonne zu ebnen, kann man sie zu praktischen Vorräten und knusprigen Snacks verarbeiten. myHOMEBOOK erklärt, wie das funktioniert und worauf man beim Einfrieren, Rösten und Verarbeiten achten sollte.

Püree statt Stücke: Kürbis richtig einfrieren

Kürbis kann man problemlos einfrieren – am besten direkt in pürierter Form. „Um das Kürbisinnere später wiederzuverwenden, ist es einfacher, wenn das Fruchtfleisch püriert ist“, sagt Anja Schwengel-Exner von der Verbraucherzentrale Bayern. So entfällt das Pürieren nach dem Auftauen, und man erhält sofort ein feines, cremiges Ergebnis.

Dazu passend: Achtung! Kürbis aus dem Garten immer vorkosten

Ein weiterer Vorteil: Das Püree benötigt weniger Platz im Gefrierfach als große Kürbisstücke. Beim Einfrieren empfiehlt die Ernährungsexpertin, auf Gefrierbeutel zu verzichten. Da das Püree recht flüssig ist, könnte es auslaufen. Besser geeignet seien daher Gefrierdosen oder gut gereinigte Schraubgläser, etwa von Marmelade. „Sie sollten aber richtig sauber sein. Um letzte Bakterien zu entfernen, kann man sie mit kochendem Wasser ausgießen“, rät Schwengel-Exner.

Da sich die Masse beim Einfrieren ausdehnt, sollte man die Gläser nur zu drei Vierteln befüllen – so bleibt genug Raum für das Volumenplus.

Mehr zum Thema

Kürbiskerne in knusprige Snacks verwandeln

Auch die Kerne im Inneren des Kürbisses sind viel zu schade zum Wegwerfen. Mit wenig Aufwand werden sie zu einem aromatischen Topping oder Snack. Zunächst müssen die Samen gründlich von Fruchtfleischresten und Fasern befreit werden. Am besten klappt das unter fließendem Wasser. Danach gut abtropfen lassen und mit einem sauberen Tuch oder Küchenpapier trocken tupfen.

Zum Rösten kommen die sauberen Kerne in eine beschichtete Pfanne. Für den Geschmack empfiehlt Schwengel-Exner ein paar wenige Tropfen Öl zu verwenden. Wer es nussig mag, kann Olivenöl nehmen – sonst eignet sich auch Rapsöl. Für eine süßere Note rät die Expertin etwas Zucker darüberzustreuen, so karamellisieren die Kerne. Auch eine Prise Salz sorgt für mehr Aroma.

„Beim Anrösten werden die Kerne knackig und nehmen ein nussigeres Aroma an. Sie passen dann wunderbar als Topping auf eine Kürbissuppe oder über einen Salat“, erklärt die Ernährungsexpertin.

tracdelight GmbH Platzhalter
An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Für einen süßen Snack – Kürbisleder machen

Kürbisleder ist eine getrocknete, dünne Schicht aus püriertem Kürbisfruchtfleisch, die beim Trocknen weich, biegsam und leicht zäh wird – ähnlich wie ein Fruchtriegel. Es ist ein gesunder Snack, der sich für Kinder und zum Mitnehmen eignet oder als Vorrat, wenn man viel Kürbis übrig hat.

Für Kürbisleder nimmt man etwa 800 Gramm Kürbisfruchtfleisch, zum Beispiel vom Hokkaido-, Butternut- oder Muskatkürbis. Nach Belieben lässt sich ein Apfel oder eine Banane hinzufügen, um dem Püree eine natürliche Süße zu geben. Ein Spritzer Zitronensaft verhindert, dass die Masse nachdunkelt, und sorgt für eine leichte Frische. Je nach Geschmack kann man das Püree mit Gewürzen wie Zimt, Vanille, Ingwer oder Muskat verfeinern oder etwas Honig hinzufügen, um das Aroma abzurunden.

Zuerst wird das Kürbisfruchtfleisch in Stücke geschnitten und gedämpft oder im Ofen oder in der Heißluftfritteuse bei etwa 180 Grad rund 20 bis 25 Minuten gegart, bis es weich ist. Anschließend wird es mit einem Apfel oder einer Banane fein püriert, sodass eine cremige, dickflüssige Masse entsteht. Falls das Püree zu flüssig ist, kann es kurz eingekocht werden. Danach wird es mit etwas Zitronensaft und passenden Gewürzen wie Zimt, Vanille, Ingwer oder Muskat abgeschmeckt.

Das Püree wird gleichmäßig, etwa zwei Millimeter dick, auf ein mit Backpapier oder einer Silikonmatte belegtes Blech gestrichen und bei 55 bis 60 Grad im Dörrautomaten oder bei 60 Grad Umluft im Backofen getrocknet. Die Ofentür bleibt dabei leicht geöffnet, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Nach etwa acht bis zehn Stunden ist das Kürbisleder fertig, wenn es sich problemlos vom Papier lösen lässt, biegsam ist und nicht mehr klebt. Anschließend wird es in Streifen geschnitten, aufgerollt und luftdicht in Gläsern, Dosen oder Papiertüten aufbewahrt. Kühl und trocken gelagert, hält es sich mehrere Monate.

Mit Material der dpa

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.