21. April 2026, 14:48 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Spargelzeit ist Ausnahmezustand – zumindest kulinarisch. Kaum ein anderes Gemüse wird so sehnsüchtig erwartet, so zelebriert und gleichzeitig so teuer gehandelt. Umso verlockender klingen Angebote auf Wochenmärkten: „Zwei Kilo zum Preis von einem!“ Doch während die Freude über das Schnäppchen groß ist, stellt sich schnell eine praktische Frage: Was tun mit der plötzlich verdoppelten Spargelmenge? Kann man Spargel einfrieren, ohne dass Geschmack und Qualität leiden – oder ist das edle Gemüse dafür zu schade? myHOMEBOOK hat bei einer Expertin vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) nachgefragt.
Kann man Spargel einfrieren?
„Für eine längere Lagerung lässt sich Spargel problemlos einfrieren“, erklärt Astrid Donalies vom BZfE. Die Umsetzung geht auch relativ einfach, erklärt die Expertin: „Die Stangen waschen, schälen und eventuell kurz blanchieren. Für die spätere Verwendung nach Wunsch schon in Stücke schneiden. Der Spargel kann dann unaufgetaut verarbeitet werden.“ Hat man den Spargel eingefroren, kann man ihn noch Monate danach genießen, denn gefroren hält er sich sechs bis zwölf Monate.
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Spargel kurzzeitig frisch halten
Wenn man den Spargel nur ein paar Tage aufbewahren möchte, muss man ihn nicht sofort einfrieren. Es gibt auch andere Möglichkeiten, ihn ein paar Tage zu lagern. Man sollte dabei allerdings beachten, dass der Spargel mit jedem Tag an Geschmack verliert. „Frischen Bleichspargel bewahren Sie zu Hause am besten im Kühlschrank auf. In ein feuchtes, sauberes Baumwolltuch eingeschlagen, hält er sich etwa ein bis drei Tage. Grünspargel bleibt auch stehend in einem Gefäß mit etwas Wasser frisch. Vorgeschälter Spargel sollte immer kühl gelagert und noch am selben Tag verarbeitet werden“, verrät Donalies. Die Expertin ergänzt, dass Spargel nicht neben stark riechenden Lebensmitteln im Kühlschrank liegen sollte, da er leicht Gerüche aufnimmt.
Das sollte man beim Kochen von Spargel beachten
Wenn man Spargel lieber direkt verspeisen möchte, gibt es mehrere Möglichkeiten, verrät Donalies. „Spargel lässt sich vielseitig zubereiten. Zum Bespiel dünsten, dämpfen, braten, im Ofen backen und sogar grillen. Klassisch werden die Stangen zehn bis 15 Minuten lang in Salzwasser gekocht – je nachdem wie dick er ist, und welche Bissfestigkeit man wünscht. Um Bitterstoffe im Spargel zu reduzieren, hilft eine Prise Zucker im Kochwasser. Holzige Stangenenden sollten um rund ein bis drei Zentimeter gekürzt werden.“ Vor der Verarbeitung sei es allerdings wichtig den Spargel gründlich zu waschen, da sich manchmal in den bereits leicht geöffneten Köpfen schon etwas Sand befindet.
Möchte man Spargel hingegen als Rohkost zu sich nehmen, sollte man besonders dünne und zarte Stangen wählen, erklärt die Expertin. „Menschen mit empfindlicher Verdauung vertragen rohen Spargel manchmal nicht so gut.“