24. April 2026, 13:12 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Im Frühling und Frühsommer ist Spargelzeit – und die richtige Lagerung ist entscheidend, damit das empfindliche Gemüse frisch und aromatisch bleibt. Weltweit gibt es über 200 Sorten, hierzulande sind vor allem weißer und grüner Spargel beliebt: Weißer wächst unter der Erde und schmeckt besonders mild, grüner wächst im Sonnenlicht, entwickelt seine Farbe und muss nicht geschält werden. Unabhängig von der Sorte gilt: Wer Spargel korrekt lagert, bewahrt Qualität, Geschmack und Frische länger. myHOMEBOOK erklärt, was man beachten sollte.
Typische Fehler beim Lagern von Spargel
1. Fehler: Nicht zwischen weißem und grünem Spargel unterscheiden
Weißer und grüner Spargel werden nicht nur anders zubereitet und besitzen einen anderen Geschmack, sondern sollten auch unterschiedlich gelagert werden, wie Astrid Donalies vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) auf Anfrage von myHOMEBOOK erklärt. Sie ergänzt, dass es besonders wichtig ist, Spargel frisch zu kaufen und ihn auch direkt zu verarbeiten.
Weißen Spargel sollte man liegend aufbewahren, erklärt die Expertin: „Frischen Bleichspargel bewahren Sie zu Hause am besten im Kühlschrank auf. In ein feuchtes, sauberes Baumwolltuch eingeschlagen, hält er sich etwa ein bis drei Tage.“
Grünspargel muss etwas anders gelagert werden. „Grünspargel bleibt auch stehend in einem Gefäß mit etwas Wasser frisch.“
Auch gibt es Unterschiede zwischen frischem und bereits vorgeschältem Spargel, erklärt Donalies: „Vorgeschälter Spargel sollte immer kühl gelagert und noch am selben Tag verarbeitet werden.“ Die Expertin betont außerdem, dass Spargel nicht neben stark riechenden Lebensmitteln aufbewahrt werden sollte, da er leicht Gerüche aufnimmt.
2. Fehler: Spargel nicht feucht halten
Spargel sollte kühl gelagert werden. Ein häufiger Fehler ist es jedoch, das Gemüse einfach in den Kühlschrank zu legen. Dabei benötigt es Feuchtigkeit, wie die Expertin betont, um frisch und knackig zu bleiben. Daher ist es besser, grünen Spargel aufrecht in ein Glas mit etwas Wasser zu stellen. Weißen Spargel sollte man hingegen in ein feuchtes Tuch wickeln.
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3. Fehler: Spargel nicht einfrieren
Spargelliebhaber können die Spargelzeit von Mitte April bis Juni kaum abwarten. Wer Spargel jedoch richtig lagert, kann den Zeitraum deutlich verlängern. Man kann das Gemüse nämlich problemlos einfrieren. Hierfür den weißen Spargel schälen, die holzigen Enden kürzen und ungekocht in einen Gefrierbeutel oder einen luftdichten Behälter legen.
Grünen Spargel sollte man vor dem Einfrieren kurz blanchieren, damit Farbe und Konsistenz erhalten bleiben. Anschließend gut abtrocknen lassen und wie den weißen Spargel in einen luftdichten Behälter legen. Nun kann der Spargel im Gefrierfach gelagert werden, wo er sich bis zu acht Monate hält. Um ihn zu verzehren, wirft man ihn direkt in kochendes Wasser – ohne ihn vorher aufzutauen.
Woran erkennt man frischen Spargel?
Ist man sich unsicher, ob Spargel noch genießbar ist, kann man auf verschiedene Weise überprüfen, ob das Gemüse noch frisch ist. Zum Beispiel kann man es hören: Reibt man frischen Spargel aneinander, ertönt ein quietschendes Geräusch. Drückt man frischen Spargel mit dem Finger, sollte er leicht nachgeben.
Außerdem ist frischer Spargel knackig. Man kann ihn also einfach durchbrechen. Dies kann man sich übrigens beim Entfernen der holzigen Enden zunutze machen. In der Regel brechen die Stangen genau an der Stelle, an der der holzige Teil endet.

