16. Juli 2026, 11:23 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Für viele gehört der Waschlappen zur täglichen Körperpflege. Weil er regelmäßig mit Feuchtigkeit, Hautschüppchen und Körperkeimen in Kontakt kommt, ist jedoch die richtige Pflege entscheidend. Wer den Waschlappen zu lange benutzt oder nicht ausreichend wäscht, schafft ideale Bedingungen, in denen sich Mikroorganismen vermehren. Doch wie oft sollte man den Waschlappen tatsächlich wechseln und wie reinigt man ihn richtig?
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Warum man Waschlappen regelmäßig wechseln sollte
Nach jeder Benutzung bleiben im Gewebe Feuchtigkeit, Hautfett, abgestorbene Hautzellen und natürliche Hautkeime zurück. Trocknet der Waschlappen anschließend nur langsam oder bleibt zusammengeknüllt liegen, können sich Bakterien und Schimmelpilze leichter vermehren. Das bedeutet zwar nicht automatisch ein Gesundheitsrisiko, unangenehme Gerüche oder Hautreizungen können jedoch die Folge sein.
Deshalb wird empfohlen, Waschlappen möglichst häufig zu wechseln. Als Faustregel gilt: Wer den Waschlappen oberhalb der Hüfte nutzt, um etwa das Gesicht oder den Oberkörper zu reinigen, wechselt alle zwei bis drei Tage den Lappen. Waschlappen, die man unterhalb der Hüfte nutzt, sollte man täglich wechseln.
Nach der Benutzung richtig trocknen
Nicht nur, wie oft man den Waschlappen wechselt, entscheidet über die Hygiene – sondern auch, wie man mit ihm nach dem Benutzen umgeht. Einen Waschlappen sollte man nach jeder Verwendung gründlich mit Wasser ausspülen und anschließend so aufhängen, dass er vollständig trocknen kann. Zusammengefaltet am Waschbeckenrand bleibt die Feuchtigkeit lange erhalten: ein ideales Milieu für Mikroorganismen.
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So werden Waschlappen wirklich sauber
Für die Reinigung kommt es nicht nur auf die Temperatur an, sondern auch auf das richtige Waschmittel. Dr. Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel erklärt, dass Waschlappen bei Verwendung von Colorwaschpulver oder flüssigen Waschmitteln in einem Waschprogramm gewaschen werden sollten, das tatsächlich 60 Grad erreicht. Wichtig ist dabei der Hinweis, dass viele moderne Sparprogramme diese Temperatur nicht erzielen. „Alternativ kann bei Verwendung von Vollwaschmittel als Pulver, Granulat oder Tabletten ein Waschgang gewählt werden, der die Temperatur von 40 Grad erreicht“, so der Experte. Diese Produkte enthalten Bleichmittel, die zusätzlich zur hygienischen Reinigung beitragen.
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Besondere Vorsicht bei ansteckenden Erkrankungen
Gab es im Haushalt eine Norovirus-Infektion oder werden Waschlappen bei Pilzerkrankungen wie Fußpilz oder einer Candida-Infektion verwendet, gelten strengere Hygieneregeln. In diesem Fall empfiehlt Glassl, die Textilien grundsätzlich in einem Waschprogramm zu reinigen, das 60 °C erreicht, und dabei ein Vollwaschmittel als Pulver, Granulat oder Tabletten zu verwenden. Die Kombination aus ausreichend hoher Temperatur und bleichmittelhaltigem Waschmittel trägt dazu bei, Krankheitserreger zu reduzieren.
Kleine Gewohnheit mit großer Wirkung
Ein frischer Waschlappen gehört zu den einfachsten Maßnahmen für eine gute Badezimmerhygiene. Wer ihn regelmäßig austauscht, nach jeder Benutzung vollständig trocknen lässt und beim Waschen auf die passende Kombination aus Temperatur und Waschmittel achtet, sorgt dafür, dass der tägliche Begleiter auch langfristig hygienisch sauber bleibt. Besonders wichtig ist dabei, sich nicht allein auf die Anzeige des Waschprogramms zu verlassen – entscheidend ist, welche Temperatur während des Waschgangs tatsächlich erreicht wird.