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Anleitung in 5 Schritten

Kaputte Fliesen ganz leicht selbst austauschen

Kaputte Fliese
Wenn eine Fliese beschädigt wird, muss man sich nicht gleich an den Profi wenden. In den meisten Fällen kann man sie ohne Probleme selbst austauschen.Foto: iStock / FotoDuets

Da ist man einen Moment unaufmerksam und schon rutscht einem das Parfüm-Flakon aus der Hand und fällt auf den gefliesten Badezimmerboden. Nicht selten hinterlässt so ein Aufprall unschöne Absplitterungen auf dem sonst so makellosen Untergrund. Kaputte Fliesen kann man aber recht einfach austauschen. Dafür braucht es keinen Fachmann.

Kaputte Fliesen sind nicht nur unschön anzusehen. Wenn man das Problem nicht zeitnah löst, kann es auch dazu kommen, dass Wasser in die unteren Schichten vordringt und Schimmel entsteht. myHOMEBOOK erklärt, wie man kaputte Fliesen ganz einfach selbst austauschen kann.

Was brauche ich, um eine kaputte Fliese auszutauschen?

Folgende Materialen werden benötigt:

  • Winkelschleifer
  • normalen Hammer
  • Fliesenhammer
  • Meißel
  • Staubsauger
  • Spachtel
  • Fugenmörtel, eventuell Silikon
  • Fliesenkleber
  • entsprechende Fliese

Tipp: Manchmal ist es nicht ganz einfach, eine passende einzelne Fliese aufzutreiben. Deswegen bietet es sich beim Kauf von Fliesen immer an, ein paar Ersatzfliesen zu kaufen.

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1. Fugenmörtel oder Silikonfuge entfernen

Damit sich die Stemmkraft später nicht auf umliegende Fliesen überträgt und diese womöglich beschädigt, sollte man vor dem Austausch der kaputten Fliese unbedingt den alten Fugenmörtel entfernen. Hierbei sollte man als Begrenzung die auszutauschende Fliese mit Malerkrepp umkleben, aber nur die Fugen der umgebenden Fliesen. Anschließend wird der Mörtel mit Hilfe eines Winkelschleifers entfernt. Für Silikonfugen gibt es ein spezielles Fugenmesser, ein Cuttermesser geht aber genauso gut. Anschließende Feinarbeiten lassen sich mit dem Spachtel erledigen.

2. Kaputte Fliese entfernen

Damit man die kaputte Fliese problemlos entfernen kann, sollte man sich von innen nach außen arbeiten. Zuerst schlägt man mit dem Fliesenhammer ein kleines Loch in die Mitte der Fliese. Anschließend entfernt man mit Hammer und Meißel die Fliese vorsichtig Stück für Stück. Vor allem an Wandübergängen sollte man besonders vorsichtig arbeiten, um benachbarte Fliesen nicht zu beschädigen.

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3. Untergrund vorbereiten

Damit die neue Fliese gut hält, muss man im nächsten Schritt die freigelegte Fläche von Schmutz und übrig gebliebenen Fliesenteilen befreien. Dazu eignet sich ein Staubsauger sehr gut, ein Besen geht aber auch. Anschließend wird mit Hilfe von Hammer und Meißel der alte Fliesenkleber abgetragen. Eventuelle Unebenheiten lassen sich mit Mörtel ausgleichen.

4. Neue Fliese anpassen und einsetzen

Wer keine passende Fliese hat, muss nun die entsprechenden Maße ermitteln und das Ganze mit einem Winkelschneider zuschneiden. Um möglichst genau zu arbeiten, empfiehlt es sich, die Schnittlinien mit Malerkrepp zu markieren. Anschließend rührt man den Fliesenkleber nach Herstellerangaben an und trägt ihn auf die freie Fläche auf. Danach setzt man vorsichtig die neue Fliese ein. Dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, dass ein gleichmäßiger Abstand zu den umliegenden Fliesen hergestellt wird. Nun heißt es warten. Die meisten Hersteller von Fliesenkleber geben eine Trocknungsdauer von 24 bis 48 Stunden an.

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5. Fliese verfugen

Nachdem der Kleber vollständig durchgetrocknet ist, gibt man den Mörtel mit einem Spachtel in die Fugen. Wand- und Deckenabschlüsse werden jedoch ausgelassen. Diese dienen als Dehnungsfugen. Darum füllt man sie mit Silikon. Überschüssige Fugenmasse kann man am Ende ganz einfach mit einem Lappen entfernen.

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