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Breitet sich auch in Deutschland aus

Die gefährliche Asiatische Tigermücke aus dem eigenen Garten fernhalten

Asiatische Tigermücke in deutschen Gärten
Die Asiatische Tigermücke ist Überträger des Dengue-FiebersFoto: dpa picture alliance

In den Sommermonaten geht das wilde Summen wieder los: Mücken sind auf der Jagd nach frischem Blut. Unter die heimischen Stechmücken hat sich mittlerweile auch die exotische Asiatische Tigermücke gemengt, die unter Umständen Viren und Erreger übertragen kann. Hobbygärtner haben eine Möglichkeit, dem Insekt in ihrem Grün keine Chance zu bieten.

Die Asiatische Stechmücke ist sehr aggressiv und auch tagsüber auf der Suche nach neuen Opfern. Dabei sind es allerdings nur die Weibchen, die Menschen stechen, denn sie brauchen das Blut für ihre Eier. Männchen versorgen sich mit Nektar. Weibchen tummeln sich daher bevorzugt an Wasserstellen, denn die benötigen sie für die Brut.

Wie kann man die Asiatische Tigermücke aus dem Garten fernhalten?

Da sie sich bevorzugt an feuchten Orten wie Regentonnen oder anderen mit Wasser gefüllten Behältern aufhalten, rät das Umweltbundesamt gegenüber myHOMEBOOK, dass Hobbygärtner auf unnötige stehende Gewässer im Garten besser verzichten, um den Asiatischen Tigermücken keinen Lebensraum zu bieten. Regenfässer oder Vogeltränken sollten wöchentlich einmal komplett geleert, andere Behälter fest verschlossen und damit ein- und ausflugsicher gemacht werden.

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Die Asiatische Tigermücke erkennen

Mit einer Körpergröße von maximal etwa 0,9 Zentimetern ist die Asiatische Tigermücke sehr klein. Auffällig ist sie aufgrund ihrer schwarz-weißen Färbung und der weißen Linie am Hinterkopf aber dennoch.

Wo in Deutschland breitet sie sich aus?

Ursprünglich stammt die Mücke aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Aufgrund von Waren- oder Personenverkehr konnte sie sich aber weltweit ausbreiten. Sie wurde bereits in 26 Ländern europaweit nachgewiesen, in 19 gilt sie sogar als etabliert. Auch in Deutschland tauchte die Asiatische Tigermücke bereits in Baden-Württemberg oder auch Hessen auf, sodass auch eine Begegnung im Garten in den Sommermonaten nicht mehr selten ist.

Wie gefährlich ist die Stechmücke hierzulande?

Die Asiatische Stechmücke kann potenziell Krankheitserreger wie Fadenwürmer und mehr als 20 Viren, darunter das West-Nil-, Dengue- oder auch Chikungunya-Virus, übertragen. In Deutschland herrscht hierfür aber ein geringes Risiko, wie das Umweltbundesamt auf Nachfrage von myHOMEBOOK betonte. Sowohl die Anzahl der Virusträger als auch das Vorkommen der Mücke generell sei begrenzt. Allerdings sei eine Etablierung des Insekts auch hierzulande möglich, denn ersten Berichten zufolge, habe die Art in Baden-Württemberg bereits erfolgreich einen Winter überstehen können.

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