25. März 2026, 17:04 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer zum ersten Mal Gemüse anbaut, fühlt sich oft von der Vielfalt an Sorten und Anforderungen überfordert, während zugleich die Vorfreude auf die Ernte groß ist. Gerade bei Gurken können jedoch schon beim Vorziehen Fehler passieren, weshalb es wichtig ist, ihre Bedürfnisse zu kennen – denn mit der richtigen Vorbereitung sind sie auch für Anfänger gut geeignet und versprechen eine gesunde, reiche Ernte. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, was man beim Vorziehen von Gurken beachten sollte, um eine üppige und vor allem gesunde Ernte zu erhalten.
1. Den richtigen Zeitpunkt abwarten
Geduld ist eine Tugend und bei Gurken von äußerster Wichtigkeit. Sät man sie zu früh, sind sie bereit, ausgepflanzt zu werden, noch bevor die Eisheiligen im Mai vorbei sind. Lässt man sie zu lange auf der Fensterbank in ihren kleinen Töpfen, können sie nicht optimal wachsen, da Platz und Nährstoffe fehlen.
Sät man sie hingegen zu spät, gelangen sie auch zu spät an ihren festen Platz. Das bedeutet, dass sie nicht die nötige Zeit zum Wachsen bekommen, um zum Erntezeitpunkt große Früchte zu haben.
Der optimale Zeitraum zum Säen von Gurken ist im Laufe des Aprils. Somit haben sie ausreichend Zeit, sich zu entwickeln, um dann nach den Eisheiligen im Mai ins Freie gesetzt werden zu können.
Tipp für Ungeduldige
„Wer es wirklich nicht abwarten kann, endlich mit dem Vorziehen der Gurken zu beginnen, kann auch schon im frühen Frühjahr beginnen. Damit die kleinen Gürkchen aber nicht zu lange in zu kleinen Töpfen auf der Fensterbank stehen, empfehle ich, sie ab einer Größe von etwa fünf Zentimetern in größere Töpfe umzupflanzen. Man spielt ihnen gewissermaßen vor, ausgepflanzt worden zu sein. Sollten sie sich schnell entwickeln und größer werden, das Wetter das Auspflanzen in den Garten aber weiterhin nicht zulässt, muss man sie noch einmal in einen größeren Topf mit neuer, nährstoffreicher Erde pflanzen. Sobald kein Frost mehr zu erwarten ist, in der Regel nach den Eisheiligen im Mai, können sie bedenkenlos an ihren festen Platz nach draußen. Zu beachten ist allerdings, dass Gurken immer hohe Temperaturen und viel Licht benötigen. Gegebenenfalls kann also eine Pflanzenlampe sinnvoll sein.“
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2. Gurken benötigen Platz
Ob als erwachsene Pflanze oder als Keimling – Gurkenpflanzen benötigen Platz. Sie sollten daher jeweils ihren eigenen kleinen Anzuchttopf bekommen. Ein Pikieren ist ab einer gewissen Größe zwar möglich, jedoch kann es passieren, dass man dabei die zarten Wurzeln beschädigt und die Pflanze nicht mehr richtig wachsen kann.
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3. Das passende Klima für die Gurken
Gurken haben es gern schön warm, daher ist es ratsam die Anzuchttöpfe mit Klarsichtfolie zu überspannen. Unter der Folie sammelt sich die Wärme. Aber auch die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Damit die Erde nicht schimmelt, sollte man alle zwei Tage die Folie vorsichtig anheben, um den Luftaustausch zu gewährleisten.
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4. Die Samen richtig säen
Bei Gurken handelt es sich um sogenannte Dunkelkeimer. Das bedeutet, dass man bei Gurkensamen darauf achten muss, dass sie beim Eingraben etwa einen halben Zentimeter unterhalb der Erdschicht liegen.
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5. Die richtige Feuchtigkeit im Anzuchttopf
Es ist ratsam, stets auf die richtige Feuchtigkeit zu achten, wenn man Gurken vorziehen möchte. Die Erde sollte weder zu feucht noch zu trocken sein. Es empfiehlt sich, alle zwei Tage etwas Wasser mit einer Sprühflasche in den Anzuchttopf zu geben.