15. September 2025, 11:14 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Spinnen gehören zu einem funktionierenden Ökosystem und sind im Garten sogar nützlich, weil sie viele Schädlinge fressen. Doch im Haus möchten die meisten Menschen die achtbeinigen Insekten lieber nicht antreffen. Wer auf chemische Mittel verzichten will, kann mit bestimmten Pflanzen Spinnen vertreiben: Ihr Duft hält Spinnen völlig unbedenklich fern. myHOMEBOOK stellt die wirksamsten Pflanzen vor – und erklärt, wie man sie richtig einsetzt.
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Übersicht
Warum Spinnen bestimmte Pflanzen meiden
Spinnen besitzen zwar keine klassischen Riechorgane wie wir Menschen, nehmen aber Duftstoffe über ihre feinen Haare und Sinneszellen wahr. Besonders intensive ätherische Öle wirken für sie unangenehm. Deshalb meiden sie Bereiche, in denen stark duftende Kräuter oder Pflanzen stehen. Die folgenden Pflanzen sind Spinnen sprichwörtlich spinnefeind:
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Lavendel – der Klassiker gegen Spinnen
Lavendel ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ein bewährtes Mittel gegen Spinnen. Der intensive Duft seiner Blüten und Blätter sorgt dafür, dass sich die Tiere lieber fern halten. Ein Topf mit Lavendel auf der Fensterbank oder ein Lavendelsäckchen im Schrank kann helfen, Spinnen fernzuhalten.
Pfefferminze und andere Minzarten
Auch Minze enthält ätherische Öle, und gehört damit zu den Pflanzen, die Spinnen vertreiben könnnen. Besonders Pfefferminze ist effektiv. Am besten pflanzt man sie in Töpfen, damit sie sich nicht unkontrolliert im Garten ausbreitet. Ein paar Minzblätter zerdrückt und auf die Fensterbank gelegt, verstärken den abschreckenden Effekt.
Zitronenmelisse und Zitronengras
Der frische, zitronige Duft dieser Pflanzen ist für die meisten von uns angenehm – für Spinnen dagegen abschreckend. Zitronengras gedeiht besonders gut im Topf und kann im Sommer draußen stehen. Zitronenmelisse ist winterhart und kann im Beet oder auf dem Balkon kultiviert werden. Im Herbst sterben die Triebe ab, treiben aber Jahr für Jahr im Frühling neu aus und verbreiten sich schnell.
Eukalyptus
Eukalyptusblätter verströmen einen intensiven Geruch, der nicht nur Spinnen, sondern auch Mücken und Fliegen fern hält. Im Haus können kleine Sträußchen getrockneter Blätter aufgehängt werden. Allerdings ist die Pflanze in unseren Breiten nicht winterhart (sie stammt schließlich aus Australien) und muss im Topf frostfrei überwintern.
Basilikum
Viele kennen Basilikum vor allem aus der Küche. Doch auch diese Pflanze kann Spinnen vertreiben, da sie den Duft der grünen Blätter nicht zu mögen. Ein Topf in der Küche oder am Fenster kann helfen, die Tiere draußen zu halten.
So setzt man die Pflanzen, die Spinnen vertreiben am besten ein
- Standort wählen: Die Pflanzen gezielt an Fensterbänken, Türen oder an Stellen, wo Spinnen gerne hereinkommen platzieren.
- Duft verstärken: Blätter gelegentlich zerreiben, damit mehr ätherische Öle freigesetzt werden.
- Trockene Kräuter nutzen: Auch getrocknete Lavendel- oder Eukalyptussträuße in Schränken oder am Fenster wirken abschreckend.
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Tipp: Kombination mit Hausmitteln
Neben den Pflanzen können einfache Hausmittel zusätzlich helfen: Essigwasser an Türrahmen, Zitronenschalen am Fenster oder ätherische Öle in einer Duftlampe verstärken den Effekt der Pflanzen, die Spinnen vertreiben.
Wissenswertes über Spinnen
Auch wenn viele Menschen sie unheimlich finden: Spinnen sind in den meisten Fällen völlig harmlos. In Deutschland gibt es keine lebensgefährlich giftigen Arten. Im Gegenteil – Spinnen sind nützliche Helfer, weil sie Mücken, Fliegen und andere kleine Insekten in ihren Netzen fangen. Sie tragen also dazu bei, die Zahl der lästigen Plagegeister im Haus und Garten zu reduzieren. Wer also trotz aller Abwehrmaßnahmen in seinen vier Wänden einmal einer Spinne begegnet, sollte sich bewusst machen: Sie ist eher ein stiller und nützlicher Mitbewohner als eine Bedrohung.
Spinnen mit einfachen Mitteln aus dem Zuhause fern halten
„Pflanzen sind eine schöne und natürliche Unterstützung, um Spinnen fernzuhalten. Wer aber wirklich verhindern möchte, dass die Tiere ins Haus gelangen, sollte auch an praktische Maßnahmen denken: Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen sind die effektivste Lösung. Zusätzlich hilft es, Ritzen und Spalten an Fensterrahmen oder Türen abzudichten und abends nicht bei offenem Licht die Fenster weit geöffnet zu lassen. So kann man den ungebetenen Gästen von vornherein den Zugang erschweren.“

