1. September 2026, 16:49 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Immobilien gelten generell als gute Wertanlagen. Doch was, wenn man das eigene Haus noch ein wenig mehr aufwerten will? Gibt es Umbaumaßnahmen, die den Wert einer Immobilie deutlich erhöhen, oder sind es eher kleine Dinge, die hier und da für ein paar Erhöhungen im Verkaufspreis sorgen? myHOMEBOOK hat dazu mit einem Makler gesprochen.
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3 Umbauten, die sich beim Verkauf lohnen können
Manche Umbaumaßnahmen passen möglicherweise nur zu den eigenen Wünschen, jedoch nicht zu den Geschmäckern der potenziellen Käuferschaft. Dementsprechend schwierig kann es dann sein, seine Immobilie zu verkaufen. Doch gleichzeitig gibt es auch Umbauten, die den Wert des Hauses steigern. myHOMEBOOK fragte dazu bei Immobilienmakler David Gramzow nach.
1. Energetische Umbauten wie Wärmepumpe und bessere Dämmung
In Zeiten des sich immer mehr wandelnden Klimas wird Energieeffizienz großgeschrieben. Im Winter soll die Wärme des Hauses möglichst lange beibehalten werden, im Sommer soll mit wenig Aufwand der Wohnraum gekühlt werden. Besonders ältere Häuser lassen sich deshalb oft schlechter verkaufen, da sie meist mit alten Dämmungen ausgestattet sind und auch nicht über eine Wärmepumpe verfügen. Stattdessen werden diese überwiegend mit Öl oder Gas beheizt. Genau deshalb können Wärmepumpe und neue Dämmung aber wertsteigernde Umbauten für all jene sein, die ein älteres Haus verkaufen wollen.
„Energetische Sanierung bleibt der stärkste Werttreiber, weil Energieeffizienz inzwischen für viele Käufer ein hartes Ausschlusskriterium ist“, sagt David Gramzow dazu. Neben Wärmepumpe und besseren Dämmmaterialien im Haus kann sich auch eine neue Heizung schon lohnen, wenn das Haus verkauft werden soll.
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2. Massiv gebaute Pools im Garten
Für viele ist es besonders praktisch, sich einen Pool im Baumarkt zu kaufen, den man schlichtweg nur aufbauen muss. Alleine das geht meist relativ schnell, auch das Wasser lässt sich rasch hineinfüllen, da diese Poolbauten meist nicht allzu groß sind. Zumindest kann man darin eher planschen, statt ausgiebig Bahnen zu ziehen. Praktisch sind diese Pools auch, weil sie in der Anschaffung günstig sind und im Herbst oder Winter leicht wieder abzubauen sind. Als Teil der Ausstattung eines Hauses lassen sie sich jedoch nicht verkaufen. Zumindest sind sie kein Umbau im baulichen Sinne und bringen daher auch keine Wertsteigerung.
Dabei lohnt sich dann eher ein fest eingebauter Pool auf dem Grundstück, wie David Gramzow sagt. „Ein massiv gemauerter Außenpool mit ordentlicher Technik wie Filteranlage, Heizung oder auch Abdeckung ist durchaus ein Pluspunkt, vor allem in den Sommermonaten“, ergänzt er.
Wichtig ist jedoch, dass Bauherren für diesen Umbau alle Regularien eingehalten haben. Ein in die Erde eingelassener Pool unterliegt nämlich den Bauvorschriften für das eigene Grundstück. Wurden diese nicht eingehalten, gilt ein unrechtmäßig gebauter Pool als Argument gegen den Verkauf.
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3. Outdoor-Küchen
Ein vermutlich eher überraschender Punkt, doch dafür nicht weniger lukrativ, sind laut Gramzow mittlerweile die Outdoor-Küchen. Gramzow erkennt da seit Jahren einen Trend. „Am besten ist es, wenn die Küche fest installiert ist – mit Grill und Bar, idealerweise auch mit Überdachung oder Beschattung. Das wird zunehmend als vollwertiger zusätzlicher Lebensraum wahrgenommen und entsprechend honoriert“, erklärt der Makler myHOMEBOOK.
Wie viel Mehrwert bieten diese Umbaumaßnahmen?
Die genaue Wertsteigerung für eine Immobilie durch diese Umbauten lässt sich nicht festmachen. Es kommt dabei auf etliche Faktoren an, wie die Größe der Immobilie, aber natürlich auch das Ausmaß der jeweiligen Umbaumaßnahme. Ein kleinerer Pool bringt in den meisten Fällen weniger Wertsteigerung als ein großer Pool mit beispielsweise einer Überdachung. Je mehr Geld potenzielle Käufer jedoch etwa künftig durch Wärmepumpe und Co. als Hausbesitzer sparen können, desto eher greifen sie beim Kauf der Immobilie tiefer in die Tasche.
David Gramzow ergänzt jedoch: „Bei all diesen Maßnahmen liegt die Werterstattung häufig bei 50–80 Prozent der Kosten.“ Bedeutet: Wer sich einen fest gebauten Pool in die Erde bauen lässt und dafür 20.000 Euro zahlt, kann zwischen 10.000 und 16.000 Euro beim Verkauf dafür verlangen.