29. Oktober 2026, 16:37 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
In der Halloween-Zeit zieht man nicht nur um die Häuser und fragt nach Süßem oder Saurem, sondern stellt auch gruselige Dekorationen auf. Neben geschnitzten Kürbissen neigen viele dazu, Spinnenweben oder Geisterfiguren aufzustellen. Dass das aber auch Tieren schaden kann, ist nur wenigen bekannt. myHOMEBOOK hat eine Expertin zu den Auswirkungen der Deko befragt.
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Worauf man bei der Dekoration achten sollte
Rund um die Halloweenzeit kann man viele Häuser mit den unterschiedlichsten Gruseldekorationen betrachten. So harmlos die Deko auf den ersten Blick auch aussehen kann, so gefährlich kann sie gleichzeitig für Wildtiere werden. Grundsätzlich sollte man laut Nabu-Sprecherin Silvia Teich darauf achten, dass sich Tiere in der Deko nicht verfangen können. Besonders bei netzartigen Materialien kann das der Fall sein. Darum sind an Halloween vor allem Fake-Spinnenweben umstritten, während Plastikkürbisse laut Teich normalerweise als gefahrlos gelten.
Deshalb sollte man von Spinnenweben die Finger lassen
Künstliche Spinnenweben gehören zu den beliebtesten Halloween-Dekorationen. Kommen jedoch Vögel, Fledermäuse oder andere Tiere damit in Kontakt, kann dies tödlich enden. Neben der Gefahr, dass sich Tiere darin verfangen, schadet es unter anderem der Umwelt. „Künstliche Spinnenweben bestehen in der Regel aus Kunststoffen und sind daher nicht abbaubar“, erklärt die Expertin. Die feinen Fasern können sich beispielsweise durch Wind in der Natur verteilen oder auch von Tieren weggetragen werden. Bleiben sie in der Natur verteilt, entwickelt sich daraus Mikroplastik und schadet somit der Umwelt. Teich empfiehlt, die künstlichen Spinnenweben nur in Innenräumen zu verwenden.
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Welche Nachteile sich für nachtaktive Tiere ergeben
Auch Lichter spielen eine bedeutende Rolle, wenn es um Dekoration geht. Vor allem an Halloween und Weihnachten funkelt und leuchtet es, wo man auch hinschaut. Für nachtaktive Tiere ist das ein oft unterschätztes Problem. Vor allem Lichtverschmutzung macht ihnen zu schaffen. Laut Teich kann das Licht in der Nacht den Biorhythmus durcheinanderbringen. Außerdem könne es entweder stark anziehend oder stark abschreckend wirken, wodurch Tiere in ihrem natürlichen Verhalten gestört werden. Die Expertin empfiehlt: „Wo es geht, sollte man Kunstlicht daher vermeiden oder die Deko nur für einige Stunden am Abend einschalten und sie nicht die Nacht über brennen lassen.“
Dies sollte man beim Aufstellen beachten
Bei großen Deko-Fans sind unter anderem größere Steine oder auch gruselige Figuren kaum wegzudenken. Die Expertin vom Nabu erklärt: „Schwere Dekoration, wie beispielsweise echte Steine als Grabsteine oder auch schwere Skelette, sollten so aufgestellt werden, dass sie nicht einfach umkippen, geschweige denn herunterfallen können.“ Damit schützt man vor allem Wildtiere vor Verletzungen.
„Auf netzartige Strukturen sollte man draußen verzichten“, betont Teich. Dies gilt besonders in der Nähe von Sträuchern, wo sich viele Tiere, wie beispielsweise Vögel, aufhalten.
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Können echte Kürbisse als Futter verwechselt werden?
Ausgehöhlte Kürbisse mit furchterregenden Grimassen sieht man so gut wie vor jedem Haus. Aber sind Kürbisse tierfreundlich – oder könnten Wildtiere sie mit Futter verwechseln? Laut Silvia Teich sind echte Kürbisse grundsätzlich kein Problem und immer der Plastikdeko vorzuziehen. Dennoch betont sie: „Wenn geschnitzte Kürbisse aber mit bestimmten Mitteln für eine bessere Haltbarkeit behandelt wurden, sollte man diese nicht einfach draußen stehen lassen.“ Darunter fällt beispielsweise Haarspray, das häufig verwendet wird, damit die Kürbisse nicht so schnell zu schimmeln beginnen.
Auch die Entsorgung stellt eine Gefahr dar. Behandelte Kürbisse sollten im Restmüll landen, während unbehandelte problemlos auf dem Kompost landen können. Wichtig ist, dass man zuvor Kerzenwachsreste entfernt, wenn man eine echte Kerze darin stehen hatte.
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Empfehlungen der Expertin für tierfreundliche Dekoration
Auf Dekoleuchten und Netze solle man aus Liebe zu den Tieren komplett verzichten, erklärt Teich. Stattdessen empfiehlt sie natürliche Alternativen, die die Natur im Herbst selbst liefert, wie zum Beispiel Kürbisse, Strohballen und selbst gebastelte Figuren aus Naturmaterialien, wie etwa aus Laub, Ästen und manchen Baumfrüchten.