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Haufen machen Gärtnern zu schaffen

Schonende Methoden, um Hunde vom Garten fernzuhalten

Hundekot: Ein Schäferhund kotet auf grüne Wiese
Brauner Schäferhund erleichtert sich auf grüner WieseFoto: dpa picture alliance

Manchmal sind es nicht nur Maus, Eichhörnchen oder die Nachbarkatze, die ihr Geschäft ungefragt in fremden Gärten verrichten. Ab und an legt auch mal ein Hund einen Haufen vor oder im Garten ab. Um das zu verhindern, können Hobbygärtner ein paar Tipps beherzigen, die die Tiere vom Grundstück fernhalten.

Lauer Sommerabend, Grill im Garten, Stimmung super. Die Kinder toben über die Wiese. Und dann das: Mit vollem Schwung landet ein nackter Fuß im Hundehaufen. Die gute Stimmung ist garantiert dahin. Unweigerlich stellt sich dann die Frage: Wessen Hund war das? War es der eigene Vierbeiner, sollte man das Erziehungskonzept für den Hund überdenken. Hat der Nachbarhund einen erleichternden Abstecher in den eigenen Garten gemacht, ist Krach am Gartenzaun vorprogrammiert. Den kann man umgehen, indem man Maßnahmen ergreift, mit denen man Hunde aus dem eigenen Garten fernhalten kann.

Es winken Bußgeld, Abmahnung und Kündigung

Das sollte man dem Nachbarn klarmachen und ihn auffordern, die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners zu entfernen. Tipp: Nicht jeder Hundebesitzer ist einsichtig. Um der Sache Nachdruck zu verleihen, hilft der Hinweis auf ein saftiges Bußgeld. Bis zu 150 Euro können fällig werden, wird der Kothaufen am Vorgarten liegen gelassen.

Häufen sich die Vorkommnisse, kann das Bußgeld sogar höher ausfallen. Macht der Hund sein Geschäft in einen Gemeinschaftsgarten eines Mehrfamilien-Miethauses, droht sogar die Kündigung seitens des Vermieters. Bei aggressiven Hunden und bockigen Haltern gilt: Polizei rufen! Doch so weit muss es nicht kommen. Es gibt effektive Mittel, einen Hund am Defäkieren zu hindern.

Hunde mit einer Pflanze vom Garten fernhalten

Es ist seltsam, aber Hunde fühlen sich vom Geruch der Ausscheidungen ihrer Artgenossen magisch angezogen. Der Geruch verschiedener Gewürze und Pflanzen, die wir umhin als appetitlich empfinden, stößt die Tiere hingegen ab. So hat myHOMEBOOK bereits über die Verpiss-Dich-Pflanze berichtet, vor der die Vierbeiner einen großen Bogen machen. Wer Kummer mit Hunden hat, sollte die Pflanze strategisch im Garten anpflanzen – eine einfache Methode, mit der man sie fernhalten kann.

Chili, Zimt und Essig gegen Hundekot

Chili hat es in sich, weiß ja jeder Mensch! Bei Vierbeinern hat sich das noch nicht so herumgesprochen. Chili-Schoten sind scharf und scharf mögen Hunde gar nicht.

Für uns Menschen riechen Chiliflocken höchstens etwas muffig. Essig zieht dagegen auch uns streng in die Nase. Wen das nicht stört, kann am Grundstücksende Essig verspritzen. Auch das verspricht, dass sich der Hund trollt.

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Hinweis: Chili, Pfeffer, Zimt oder Essig sollte wirklich nur verwendet werden, wenn alle anderen Maßnahmen nichts bringen. Lecken die Tiere daran, können sie mitunter Schmerzen durch die Schärfe erleiden.

Hunde mit Zaun und Kies vom Garten fernhalten

Klingt nach einem Schotter-Garten des Grauens. Aber mit einer großzügigen Lage Kies vor dem Garten kann man Hunde fernhalten. Über die spitzen Steine tapsen sie nur sehr ungern. Ein schicker Zaun kann übrigens ein echter Hingucker sein und vom eher unansehnlichen Kies ablenken. myHOMEBOOK stellt hier 14 schöne Zäune vor.

Licht in der Nacht verschreckt die Tiere

Wer ein wenig technisch aufrüstet, kann neben Hunden auch ungebetene Füchse aus dem Garten vertreiben. Füchse im Garten sind ein Thema für sich. myHOMEBOOK hat darüber einen ausführlichen Ratgeber geschrieben. Allgemein gilt: Gartenleuchten, die durch Bewegungsmelder anspringen, sobald sich in der Dunkelheit was bewegt, verschrecken alle Vierbeiner. Eine wirklich effektive Waffe im Kampf gegen Hundekot sind Flutlichter.

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Wasserstrahl aus allen Rohren

Auch eine überraschende kalte Dusche mögen die wenigsten Tiere. Ein Rasensprinkler mit Bewegungsdetektor vertreibt fremde Hunde aus dem Garten. Es gibt im Handel auch Wasserstrahlgeräte mit Bewegungssensor, die neben Hunden auch Katzen vertreiben. Tipp: Für den schnellen Schreck hilft ein ordentlicher Schwung mit kaltem Wasser aus einem Eimer oder Gartenschlauch. Das sollte man allerdings nicht bei offensichtlich aggressiven Tieren machen.

Die harten Mittel zur Hundeabwehr

Hundeabwehr-Spray

Es dient eigentlich zur Abwehr von Hundeangriffen. Meist ist es eine Art Pfefferspray mit dem bei den Vierbeinern äußerst unbeliebtem Cayennepfeffer als Konzentrat. Sanfter ist das Hunde-Fernhalte-Spray. Darin sind fiese Geruchsstoffe enthalten, die abschreckend auf Hunde wirken. Problem: Das Spray kann nach hinten losgehen und in die eigene Nase gelangen.

Hunde-Pfeife

Sie kann so unangenehme Frequenzen von sich geben, dass Hunde sofort abhauen. Das sind mitunter Instrumente, die auch zur Abwehr von Menschen dienen. Die Geräte können beispielsweise Frauen einsetzen, die in Bedrängnis geraten. Problem: Nicht alle Hunde springen auf die hohen Flötentöne an. Und nicht immer reicht der Atem in einem Schreckmoment.

Ultraschall-Geräte

Auch sie geben einen so hohen Ton ab, dass das menschliche Gehör diesen nicht oder fast nicht wahrnehmen kann. Ähnlich wie das unerträgliche Piepen bei einem Tinnitus halten Hunde die Frequenz nicht lange aus und suchen das Weite. Problem: Manche Menschen können die quälend hohen Töne hören und unruhig werden.

Wie entfernt man Hundekot richtig?

Kranke Hunde können den gefürchteten Fuchsbandwurm über ihre Ausscheidungen übertragen. Nicht nur aus diesem Grund versteht es sich von selbst, dass man einen Hundehaufen nicht mit den bloßen Händen aufsammelt. Kotbeutel helfen aus der misslichen Lage. Und die gibt es mittlerweile auch umweltschonend aus abbaubarem Material ohne Plastik. Wer keinen Beutel zur Hand hat, sollte sich mit Handschuhen bewaffnen. Wer auch damit den Hundekot nicht anfassen will, muss eine Schaufel nehmen. Nicht vergessen: Das Gartenwerkzeug danach mit Wasser reinigen.

Den Hundekot kann man dann einfach vergraben. Im Boden verrottet er schnell. Allerdings sollte man sich dafür ein Platz im Blumenbeet oder unter einem Baum suchen und nicht etwa ein Gemüsebeet.

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