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Nebenkosten sparen – wie man die „zweite Miete“ senken kann

Nebenkosten
Spart man über das Jahr Nebenkosten, spürt man das auch bei der Abrechnung am Ende des Jahres Foto: Getty Images/draganab
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25. November 2025, 12:53 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Draußen wird es kälter und früher dunkler. Drinnen soll es dennoch muckelig warm sein. Wie lassen sich dabei dennoch Nebenkosten sparen?

Hohe Energiekosten belasten spätestens seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 gewerbliche und private Verbraucher. Für private Haushalte hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 25 konkrete Tipps zusammengestellt, die sofort Geld sparen. Die gute Nachricht vorneweg: Die meisten Vorschläge kosten nichts und lassen sich problemlos auch ohne Handwerker umsetzen.

Zu den größten Stromfressern in den eigenen vier Wänden zählen die Heizung mit 71 Prozent des Energieverbrauchs und Warmwasser mit weiteren 15 Prozent. Macht zusammen 86 Prozent nur für diese beiden Bereiche. Logisch: Hier schlummern daher auch die größten Einsparmöglichkeiten.

Aus dem Ministerium heißt es: Mit wenigen Maßnahmen lassen sich beim Heizen und Warmwasserverbrauch bis zu 68 Prozent der Energie einsparen. Das klingt ambitioniert. Darum hat sich myHOMEBOOK die staatlich empfohlenen Energiespar-Tipps genauer angesehen.

Heizen: Schon ein Grad macht den Unterschied

Einer der ersten Tipps: Die Raumtemperatur in jedem Zimmer um nur ein Grad senken. Denn nur ein Grad weniger reduziert die Heizkosten um bis zu sechs Prozent. Niemand muss dabei frieren. Gerade im Schlafzimmer sind kühlere Temperaturen sogar gesünder und sorgen für einen besseren Schlaf.

Smarte Thermostate helfen, die optimale Temperatur und die gewünschten Heizphasen einzustellen. Der Austausch dauert nur wenige Minuten. Alten Thermostatkopf abschrauben, smarte Variante anbringen. Fertig.

Wenn es im Heizkörper gluckert, befindet sich Luft im Heizsystem. Hier reicht es, die Heizungen zu entlüften. Das dauert pro Heizkörper knapp fünf Minuten, eine lohnende Investition. Denn ein stabil laufendes Heizsystem wärmt Räume optimal und spart Kosten. Weiterer Tipp: Heizkörper nicht durch Sofa, Regal oder schwere Vorhänge zustellen. Die ausströmende Wärme sollte im Raum zirkulieren können. Freiliegende Heizungen sparen bis zu zwölf Prozent Energie.

Eine Todsünde beim Energieverbrauch: gekippte Fenster. Hierbei kühlen Räume aus und es wird viel zu viel Heizenergie vergeudet. Besser: Mehrmals am Tag Stoßlüften. Hierfür die Heizung kurz ausstellen, Fenster und Türen weit öffnen und fünf bis zehn Minuten richtig durchlüften. Das reicht völlig.

Grundsätzlich sollten Türen zwischen Räumen geschlossen bleiben, vor allem aber bei Übergängen zu kühleren Räumen wie Flur, Keller und Dachboden. So bleibt die Wärme im Raum. Das spart bis zu fünf Prozent Heizkosten.

Warmwasser: Hier laufen die Kosten durch den Hahn

Warmes Wasser treibt die Energiekosten in die Höhe. Ein wassersparender Duschkopf mit Durchflussbegrenzer spart bis zu 30 Prozent Warmwasserkosten. Ähnlich energiesparend wirkt in der Küche ein Strahlregler am Wasserhahn.

Kürzer duschen bei etwas niedrigerer Temperatur senkt den Verbrauch zusätzlich. Leicht zu befolgen: Beim Einseifen das Wasser abdrehen. Zudem reicht beim Händewaschen kaltes Wasser. Seife säubert die Hände auch, wenn das Wasser kalt ist.

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Strom: Die größten Verschwender im Haushalt

Computer jeglicher Art, TV- und Audio-Geräte gehören mit 28 Prozent zu den größten Stromfressern im privaten Bereich. Dahinter folgen Waschen und Trocknen mit 14 Prozent, Licht mit 13 Prozent sowie Kühl- und Gefriergeräte mit 11 Prozent. Kochen schlägt mit 9 Prozent zu Buche, Spülen mit 8 Prozent.

Das Ministerium empfiehlt, auf strombetriebene Heizlüfter als Alternative zur Gasheizung zu verzichten. Sie kosten nur mehr Geld und eignen sich nicht dafür, Räume dauerhaft zu heizen. Alternativ sollten nur die Räume beheizt werden, in denen man sich aufhält.

Wer viel Rechnerarbeit von zuhause aus erledigt, sollte das mit einem Notebook tun. Ein Desktop-PC ist energiehungriger. Zudem reichen beim Waschen für Kleidung aus Baumwolle 40 statt 60 Grad und 30 Grad Wäsche aus Kunstfasern. Grundsätzlich lohnt es sich, Sparprogramme zu nutzen. Die Maschine sollte immer voll beladen sein. Falls möglich, nach dem Waschgang die Kleidung auf einem Ständer trocknen.

Passend dazu: Mit diesen Tipps und Gadgets sparen Sie Strom

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LED statt Glühbirne: 80 Prozent weniger Verbrauch

Es lohnt sich, alte Glüh- und Halogenlampen durch LEDs zu ersetzen. Das spart bis zu 80 Prozent Energie. Selbstverständlich sollte Licht nur dort brennen, wo es gebraucht wird. Auch wenn es ein wohnliches Flair verbreitet, auf dekorative Beleuchtung von Haus und Garten besser verzichten.

Oft sind Kühlschränke viel zu kalt eingestellt. Eine Temperatur von sieben Grad reicht aus, um Lebensmittel zuverlässig zu kühlen. Im Gefrierfach genügen minus 18 Grad. Vielleicht lohnt auch der Kauf eines neuen Geräts. Diese verbrauchen deutlich weniger Energie.

Und wer eine Spülmaschine besitzt, sollte diese auch vorrangig nutzen. Denn Handwäsche verbraucht viel mehr Wasser. Moderne Spülmaschinen verfügen zudem über ein energieeffizientes Sparprogramm.

Sanierung: Wenn mehr geht

Wer noch weitergehende Maßnahmen ergreifen möchte, dem empfiehlt das Ministerium, Heizungs- und Warmwasserrohre sowie Armaturen und Ventile nachträglich zu dämmen und zu isolieren. Das erledigt am besten ein Fachbetrieb, kann im Zweifel allerdings auch selbst in die Hand genommen werden. Ähnliches gilt für die Dämmung von Decken zum Dach und Keller. Auch die Montage von Dämmmaterial ist oft selbst möglich.

Größere Energiesparmaßnahmen betreffen den Einbau einer modernen Heizungspumpe oder energieeffizienter Fenster und Türen. Auch dadurch lassen sich auf lange Sicht die Energiekosten senken.

Übrigens fördert das Bundeswirtschaftsministerium solche Sanierungsprojekte mit bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit. Auch die Energieberatung der Verbraucherzentralen wird vom Ministerium gefördert und ist daher größtenteils kostenlos. Haushalte mit einem geringen Einkommen zahlen dafür nichts.

Wie ich zu Hause Energie spare

„Ich gebe zu, viele der Tipps sind mir nicht ganz unbekannt. Vieles davon setze ich im eigenen Alltag auch um. Nicht immer konsequent, weil in der Hektik des Alltags Dinge untergehen. Dennoch versuche ich, Energie zu sparen, soweit möglich. Wer zur Miete wohnt, kann nicht jeden Energiespartipp sofort umsetzen, sondern ist auf die Unterstützung seines Vermieters angewiesen.“

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