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Unbedingt überprüfen!

Tipps, um unsichtbare Sturmschäden am Haus zu finden

Unsichtbare Sturmschäden an Häusern erkennen
Starke Winde können Niederschläge durch eigentlich dichte Stellen ins Haus pressenFoto: Getty Images

Manche Sturmschäden sind nicht so eindeutig erkennbar wie beispielsweise herabgefallene Dachziegel. Einige zeigen sich sogar erst nach Wochen. Wie man unsichtbare Schäden trotzdem erkennen kann.

Häuser können bei Orkanen und Stürmen nicht nur sichtbar in Mitleidenschaft gezogen werden. Viele verdeckte Schäden zeigen sich erst nach und nach durch andere Folgeschäden. Wie Eigentümer und Mieter dennoch Sturmschäden am Haus finden können.

Unsichtbare Sturmschäden am Haus finden – 4 Tipps

1. Feuchtigkeit im Dachstuhl überprüfen

Ein Beispiel sind Feuchtigkeitsschäden am Dachstuhl an Dächern, die an sich gar nicht undicht sind. Aber: Starker Regen und heftige Windböen können hier Wasser hineingetrieben haben. Normalerweise laufe auf dem ordentlich gedeckten Dach das Regenwasser auf der lückenlos geschlossenen Oberseite ab, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Auch große Wassermassen können so problemlos abfließen. Bei starkem und böigem Wind aber wird das eigentlich herabfallende Regenwasser nach oben und unter die geschlossene Ziegeldecke gedrückt.

Die Feuchtigkeit setzt sich im Inneren vorzugsweise an Ecken, Gauben und rings um Dachflächenfenster ab, so der VPB. Hier durchnässt sie unter anderem die im Dach liegende Wärmedämmung, die dadurch ihre Wärmewirkung verliert.

2. Ist die Dämmung nass?

Die nasse Dämmung verhindert außerdem das Trocknen der anliegenden Holzteile, die in der Folge faulen oder schimmeln können. Die gleichen Schäden sind übrigens möglich, wenn sich Starkregen an Fensterbrüstungen oder direkt an den Fenstern und Türen ins Haus pressen konnte.

Außerdem rät der VPB zu prüfen, ob am Dach noch alle Ziegel fest und bündig in der Falz sitzen. Sind die Sturmklammern noch da? Auch die Schneefanggitter, die Solaranlagen sowie die Leitungen der Blitzschutzanlage auf dem Dach sollte man auf ihren Sitz kontrollieren.

Auch interessant: Welche Versicherung bei Unwetterschäden greift

3. Auch Bäume auf Sturmfolgen checken

Werden dabei Menschen verletzt und Häuser beschädigt, wird es schwer, den Schaden bei der Versicherung geltend zu machen, erklären die VPB-Experten. Denn der Hausbesitzer muss dann beweisen können, dass der Schaden durch den vergangenen Sturm erfolgt ist. Gleiches gilt hier für Gartenzäune und Mauern.

Außerdem sollte man einen Blick in die Regenabflüsse werfen: Haben sich hier im Sturm Blätter und Äste angesammelt und verstopfen die Abflüsse, kann das ebenfalls schlimme Folgen haben.

4. Fassade auf Schäden untersuchen

Denn sind die Rinnen und Fallrohre nicht frei, sucht sich das Regenwasser nun andere Wege, etwa entlang der Fassade. Das Wasser kann dann etwa durch Risse und abgeplatzte Stellen im Putz ins Gemäuer eindringen und auch die Wärmedämmung durchfeuchten. Das führt wiederum zu Schimmel.

Und sollte es in diesem Winter noch mal richtig kalt werden: Stehendes und überlaufendes Wasser kann zur Bildung von Eiszapfen an Regenrinnen führen – und beim Herabfallen Passanten und Hausbewohnern gefährlich verletzen. Gefrorenes Wasser im Fallrohr kann dieses außerdem zum Platzen bringen.