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Kleines Tierchen, großer Gestank

Wie Sie Stinkwanzen wieder loswerden

grüne Stinkwanze auf grünem Blumenstängel
Der Panzer der Grünen Stinkwanze verfärbt sich im Herbst und Winter rot-braunFoto: Getty Images

Stinkwanzen sind vor allem im Herbst unterwegs, da sie sich ein Winterquartier suchen, wenn es draußen kälter wird. Dabei kann es schon mal passieren, dass die Schädlinge durch Fensterritzen kriechen und sich in Häuser und Wohnungen einnisten. myHOMEBOOK erklärt, wie Sie Stinkwanzen loswerden, ohne von deren übel riechendem Sekret bespritzt zu werden.

Wird es im Herbst kälter, suchen sich Wanzen ein warmes, trockenes Plätzchen zum Überwintern. Auch die Stinkwanze ist dann unterwegs. Und zwar scharenweise. Ein einzelnes Wanzen-Weibchen legt bis zu 450 Eier ab. Die Larven schlüpfen nach ein paar Tagen und vermehren sich dank des langen Sommers noch im gleichen Jahr.

Warum kommen Stinkwanzen in die Wohnung?

Irgendwann steht jedoch die kalte Jahreszeit vor der Tür. Und vor der Kälte suchen die Stinkwanzen dann Schutz, beispielsweise in Mauerrissen, Fugen und Löchern. Unterschlupf finden die Insekten aber auch in Balkonkästen, Blumentöpfen und Untersetzern. Zudem sind Rollädenkästen oder generell trockene Innenräume ein beliebtes Anlaufziel.

Sind Stinkwanzen gefährlich?

Stinkwanzen können in der Wohnung schnell zum Problem. Denn obwohl sie für den Menschen nicht gesundheitsgefährlich sind, will man das Ungeziefer lieber nicht im Haus haben.

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Wie wird man Stinkwanzen wieder los?

Aus diesem Grund sollte man sie auf keinen Fall anfassen, geschweige denn zertreten. Hat sich eine Stinkwanze ins Haus geschlichen, werden Sie diese am besten auf die sanfte Art los. Als erste Maßnahme öffnen Sie die Fenster. So besteht die Chance, dass die Wanze von alleine wieder rausfindet.

Bockt die Stinkwanze jedoch und bewegt sich nicht von der Stelle, können Sie mit einem Stück Papier nachhelfen. Schieben Sie dieses ganz sachte unter das Insekt. Stülpen Sie ein Glas drüber und dann raus damit.

Stinkwanzen nicht mit dem Staubsauger einsaugen

Vorsicht ist geboten, wenn Sie die Stinkwanze mit dem Staubsauger aufsaugen wollen. Durch den Sog kann das Tierchen aufreissen und seinen Gestank freisetzen. Der wird dann schnell mitsamt der Abluft aus dem Staubsauger gepustet und verteilt sich im Raum.

In jedem Fall müssen Sie den Staubsaugerbeutel nach der Aktion wechseln und den alten Beutel gleich in der Mülltonne entsorgen. Bei staubsaugerlosen Geräten waschen Sie den Staubfangbehälter gründlich aus, nachdem Sie den Inhalt in die Tonne gegeben haben.

Stinkwanzen gar nicht erst ins Haus lassen

Einfallstor Nummer eins für Wanzen sind offene Fenster. Als vorbeugende Maßnahme können Sie ein Fliegengitter anbringen. Zugegeben, schön sind An- und Ausblick dann nicht – aber die Maßnahme ist ein effektiver Insektenschutz.

Natürlicher Insektenschutz gegen Stinkwanzen

Vorbeugend können Sie auch Fensterbänke, Fugen, Ritzen oder Mauerwerk einsprühen. Am besten mit einem natürlichen Insektizid, das Sie selber ansetzen können.

  • Seifenlauge: 500 Milliliter warmes Wasser mit etwas Schmierseife oder Spülmittel in einer Sprühflasche vermischen
  • Knoblauch-Spray: 500 Milliliter Wasser mit 4 Teelöffeln Knoblauchpulver vermischen
  • Neemöl-Spray: 500 Milliliter warmes Wasser mit zwei Teelöffeln Neemöl vermischen

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Vorsicht vor Chemie-Keulen

Auf den Einsatz von Insekten-Sprays in Innenräumen sollten Sie verzichten. Die Wirkstoffe in den Sprays, Biozide genannt, können die Innenraumluft stark belasten und die Gesundheit gefährden. Das Umweltbundesamt erklärt, dass sich beim Sprühen feine Tröpfchen bilden, die dann eingeatmet werden.

Marienkäfer als natürlicher Fein von Stinkwanzen

Marienkäfer sind im Herbst übrigens auch auf der Suche nach einem Winterquartier. Die sollten Sie aber nicht vertreiben. Marienkäfer ernähren sich nämlich von Blattläusen, Spinnmilben und Wanzen.

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