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Empfang, Boden, Bad, ...

43 Fragen, die man sich bei der Wohnungsbesichtigung stellen sollte

Eine leere Wohnung ist ein Ort voller Möglichkeiten – aber auch vieler Fragen
Eine leere Wohnung ist ein Ort voller Möglichkeiten – aber auch vieler FragenFoto: Getty Images

Wenn man eine Wohnung zum ersten Mal betritt, kann man sie sich oft nicht fertig eingerichtet vorstellen. Dabei helfen ein paar Fragen, die man sich zum potenziellen neuen Zuhause stellen sollte. Eine Übersicht.

Bei einer Wohnungsbesichtigung gilt es, nicht in der Menge unterzugehen und den Überblick zu behalten. Denn oftmals versucht man, sich danach noch an spezielle Details zu erinnern, auf die man nicht geachtet hat. Wie viele Steckdosen gibt es? Sind die Fenster aus Holz? Und wohin mit dem Fahrrad? Mit der großen myHOMEBOOK-Übersicht vergessen Sie nichts.

1. Wie ist der Handyempfang?

Gerade die Wände von Altbauten halten oft Überraschungen für den Netzempfang parat. Daher sollte man in jeder Ecke einer Wohnung kurz stehen bleiben und auf seinem Handy die Verbindung überprüfen. Auch ein Telefonat, bei dem man langsam durch die Wohnung geht, kann helfen, sicherzustellen, dass man überall eine ausreichende Verbindung herstellen kann. Auch die Netzkarten der einzelnen Betreiber können dabei helfen.

2. Wie dick sind die Wände?

Wollen Sie Ihr Schlagzeug mit in die neue Wohnung nehmen? Oder Ihre beliebten Karaoke-Sessions weiterhin allabendlich anbieten? Dann schauen Sie, wie die Wände, die an Nachbarwohnungen grenzen, beschaffen sind. Ein Klopfen verrät meistens schon viel. Auch ein Gespräch mit den Vormietern und anderen Mietern, vielleicht sogar den zukünftigen Nachbarn, kann bei der Wohnungsbesichtigung hilfreich sein.

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3. Wie ist die Anbindung?

Wo müssen Sie oft hin und wie lange dauert es, bis Sie von Ihrer, potenziell neuen, Wohnung aus dort sind? Beachten Sie hier nicht nur den Weg zur Arbeit, sondern auch die Wege zu Freunden, zum Fitnessstudio, Flughafen oder in die Heimat. Wenn Sie häufiger mit dem Fahrrad fahren, prüfen Sie, wie der Ausbau der Fahrradwege aussieht. Außerdem sollten Sie, für nächtliche Ausflüge, checken, wie die nächtlichen Fahrpläne und die am Wochenende aussehen.

4. Wo könnte ich parken?

Egal, ob eigenes Auto oder Carsharing: Die Parkplatzsuche kann zum Albtraum werden. Daher sollten Sie früh prüfen, wie die Parksituation in der näheren Umgebung aussieht. Gibt es in der Straße genug Parkplätze, wie sind diese zu verschiedenen Uhrzeiten belegt? Bietet die Wohnung vielleicht einen Stellplatz in der Tiefgarage an? Wie teuer sind diese?

Tipp: Wenn Sie ein E-Auto fahren, gibt es mittlerweile, zumindest in großen Städten, schon viele Sonderparkplätze. Nichtsdestotrotz sollten Sie vor allem schauen, wo und wie Sie Ihr Auto in der Nähe laden könnten.

5. Wie weit ist der nächste …?

Auch hier kommt es auf Ihre Vorlieben und Interessen an. Haben Sie gerne viele Supermärkte in der Nähe oder brauchen Sie oft Materialien vom Baumarkt oder Gartencenter? Wenn Sie Kinder haben, interessiert Sie sicher auch, wo der nächste Spielplatz ist. Nach der Wohnungsbesichtigung können Sie vielleicht ja noch die Umgebung erkunden.

6. Was würde ich gerne verändern? Wie viel Aufwand ist das?

Wenn Sie mieten, sollten Sie nicht zu viel verändern, denn bis zur Wohnungsübergabe sollte alles wieder umkehrbar sein. Sollten Sie am Wohnungskauf interessiert sein, ist diese Frage natürlich noch relevanter. Welche Wände sind tragend, welche könnten weichen, um etwa Zimmer zu verbinden, eine Wohnküche oder andere Träume zu verwirklichen?

7. Möchte ich einen Balkon haben?

Die meisten Sonnenstunden haben Balkone, die in Richtung Süden zeigen. Sollten Sie sich also gerne sonnen oder oft an Nachmittagen zu Hause sein, könnte ein Südbalkon das Zünglein an der Waage werden. Aber auch sonst lohnt sich ein Balkon.

8. Wie viele Steckdosen sind in den Zimmern?

Für die Küche werden mittlerweile 17 Steckdosen empfohlen. Gerade in Altbau-Wohnungen gibt es oft aber deutlich weniger. Noch schlechter: In der Küche gibt es für die Beleuchtung und Küchengeräte, wie den Herd, keine geteilten Stromkreisläufe. Hier muss dann oft nachgebessert werden, denn moderne Küchengeräte benötigen einen eigenen Kreislauf, sonst droht eine Überlastung. Auch in den anderen Räumen bietet es sich an, die Anzahl der Steckdosen zu prüfen. Stellen Sie sich am besten schon vor, wo Sie Ihr Handy laden, wo eine Lampe stehen könnte oder der Fernseher laufen soll.

9. Wie sieht der Boden aus?

Auch wenn Ihr Traum wahr wird, sofern die Wohnung Parkett hat, sollten Sie gerade hier kein Auge zudrücken. Knarzen kann charmant sein, aber auch auf Schäden hindeuten. Schauen Sie sich genau an, wie es verklebt oder genagelt ist und ob es noch eben ist. Das gilt natürlich für alle Bodenarten. Auch im Bad sollten Sie einen genauen Blick auf die Fliesen und Fugen werfen. Dreck, Schimmel und feine Risse können Aufschluss über die Bausubstanz geben.

10. Welche Möbel habe ich schon? Wie passen sie rein?

Kommt das Sofa mit? Oder die Küche? Oder auch nur der Lieblingssessel von Opa? Sie sollten bei der Wohnungsbesichtigung schon wissen, welche Möbel sie noch haben und wo diese stehen könnten. Messen Sie sie diese vorher aus und fertigen dann mit dem Grundriss eine Skizze an, kann Sie beim späteren Umzug nichts mehr überraschen.

11. Passen die Zimmer zu meinen Gewohnheiten?

Welches Zimmer wird das Schlafzimmer und wie viel Zeit verbringe ich darin? Welches Zimmer ist Ihr Lieblingszimmer und wie groß muss es geschnitten sein, damit Sie sie wohlfühlen?

12. Wie ist der Zustand der Tapete?

Verträgt die Tapete noch eine Schicht Farbe, falls man vielleicht streichen will? Aus welchem Material ist sie? Wie leicht könnte man sie entfernen, wenn man eine andere Tapete anbringen möchte?

Dazu passend: Tapete in 4 Schritten von der Wand entfernen

13. In welchem Stockwerk will ich wohnen?

Das Dachgeschoss ist der Traum vieler, aber im kalten Winter und in sehr heißen Sommer auch schwer zu kühlen beziehungsweise zu heizen. Das Erdgeschoss ist für viele ein Tabu aus Angst vor Einbrechern oder ungewollter Beobachtung. Weitere Aspekte, die Sie beachten sollten: Wie nah ist das Wohnhaus an anderen Häusern? Je näher, desto dunkler sind die unteren Stockwerke. Wann scheint die Sonne in welches Stockwerk und ab wann hat man wo Schatten?

14. Wie hoch könnten die Nebenkosten werden?

Gibt es viele Fenster oder sind viele Wände direkt an der Fassade, könnte die Wohnung schnell abkühlen und somit teurer zu beheizen sein. Auch das Stockwerk spielt hier eine Rolle, da mittlere Stockwerke nicht so schnell auskühlen, während man in einer Dachgeschosswohnung schnell mit dem Heizen beginnen muss.

15. Will ich bald Kinder?

Anzahl der Zimmer, Schulen in der Nähe, Spielplätze, Luftqualität, Heizungsrohre – wer an Kinder denkt oder bereits welche hat, hat einiges zu bedenken.

16. Was ist mit Haustieren?

Sind Hund und Co. im Haus erlaubt oder gibt es etwa einen Hundepark in der Nähe?

17. Welche Internet-Geschwindigkeit kann ich in der Wohnung haben?

Bei verschiendenen Anbietern kann im Internet bereits vorab geschaut werden, welche Geschwindigkeiten in der Wohnung möglich sind. Wenn Sie nicht wissen, wie viel Internetgeschwindigkeit Sie wirklich brauchen, können Ihnen die Kollegen von TECHBOOK weiterhelfen. Schauen Sie außerdem, wo der Anschluss für Internet und Festnetz-Telefon ist. Beachten Sie dabei, dass manche Internetanbieter mittlerweile über den TV-Anschluss den Zugang bereitstellen.

18. Ist die Wohnung neu / saniert / renovierungsbedürftig?

Diese Informationen sollten Sie vom Makler oder der Hausverwaltung einfordern. Suchen Sie auch nach Anhaltspunkten in der Wohnung, Schimmel oder auch starke Feuchtigkeit an und zwischen den Fensterscheiben.

19. Wie sind die Nachbarn?

Sprechen Sie ruhig mal bei der Wohnungsbesichtigung die anderen Bewohner an. Das hilft, sich schon vorab ein Bild zu machen und sich auch gleich vorzustellen. Wenn man dem Lärm ein Gesicht zuordnen kann, ist man geneigter, erstmal vorbeizugehen, statt gleich die Polizei zu rufen. Auch auf Aushänge im Flur oder an den Türen könnten Sie achten.

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20. Kann die Wohnung barrierefrei gemacht werden?

Man wünscht es keinem, aber für den Hinterkopf sollte man diese Überlegung behalten. Falls unerwartet etwas passiert und man in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist – könnte man dann noch die Wohnung verlassen und betreten? Falls nicht, was wäre nötig?

21. Gibt es einen Fahrstuhl?

Hilft nicht nur beim Umzug, sondern auch, wenn man später nicht mehr so gut zu Fuß ist oder eben doch mal schwere Einkäufe hat. Gerade, wer die oberen Stockwerke bevorzugt, sollte sich die Frage stellen, wie fit er ist oder werden möchte.

22. Wie hoch ist die Lärmbelastung?

Gehen die Fenster zu einer viel befahrenen Straße auf oder gibt es einen Supermarkt, der über Ihre Straße beliefert wird? Ist vor dem Haus Kopfsteinpflaster oder eine Schule direkt gegenüber?

23. Gab es schon mal Schimmel?

Vormieter, Makler, Hausverwaltung fragen, außerdem alle Ecke prüfen. Nehmen Sich doch mal einen eigenen Hygrometer mit.

24. Wer übernimmt im Haus den Putzdienst?

Ist in der Hausordnung geklärt und sollte von Ihnen unbedingt vorher in Erfahrung gebracht werden. Sonst werden Sie vom plötzlichen Arbeitsauftrag kalt erwischt.

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25. Gibt es einen Keller?

Wenn ja, lassen Sie sich diesen auch unbedingt bei der Wohnungsbesichtigung zeigen. Riecht es muffig? Ist er gut zu erreichen? Wie hoch sind die Decken, um etwa Regale reinzustellen? Zudem sollten Sie darauf achten, wie er gesichert ist, Keller sind beliebte Einbruchsziele.

26. Darf man den Garten mitbenutzen?

Oft gibt es in Hinterhöfen Gemeinschaftsflächen, manchmal auch mit Grill, die man mitbenutzen kann. Falls ja, bedenken Sie auch, dass dies eine Lärmquelle sein kann.

27. Gibt es auf dem Dachboden Lagermöglichkeiten?

Selten, aber möglich! Auch auf Dachböden gibt es mancherorts noch abgegrenzte Bereiche, die Mieter nutzen können. 

28. Wohin mit dem Fahrrad?

Wenn Sie es lieber draußen stehen lassen, sollten Sie schauen, wo Sie es anschließen können. Gibt es im Hinterhof oder vor der Wohnung Bügel, an denen man es anschließen kann oder sogar einen Fahrradkeller? Wie viele sind es? Könnte es Streit um die Plätze geben?

29. Wohin mit dem Kinderwagen?

Gleichzeitig ein guter Indikator für den Altersdurchschnitt im Haus. Stehen mehrere Kinderwagen im Flur, können Sie von einer jungen Nachbarschaft ausgehen. Haben Sie auch Kinder oder planen welche, sollte Sie fragen, wo man einen Kinderwagen abstellen (und abschließen) kann. Vor allem, wenn das Treppenhaus bereits voll ist.

30. Wie viele Mülltonnen gibt es?

Gibt es viele Wohnungen, aber nur wenige Mülltonnen, kann das schnell frustrierend sein. Schauen Sie sich also unbedingt einmal die Müllentsorgungssituation an und fragen Sie nach den Entsorgungs-Intervallen.

31. Gab es mal Schädlinge im Haus?

Fragen Sie die Nachbarn und die Hausverwaltung, worauf Sie hier achten sollten.

32. Gibt es eine hausinterne WhatsApp-Gruppe?

Etwas Nachbarschaftshilfe kann nicht schaden. Vielleicht haben Sie die Gelegenheit, sich bei einem Mitbewohner des Hauses zu erkundigen.

33. Wie hoch sind die Decken?

Wie hoch sind die Decken? Haben Sie Höhenangst? Dann brauchen Sie bei klassischen Altbauten vielleicht jemanden, der Ihnen beim Anbringen der Deckenlampen hilft. Eine Höhe von bis zu 3,40 Meter hat es in sich. Bietet aber auch einiges an Gestaltungsmöglichkeiten. Hochbetten oder hochliegende Regalschränke eröffnen ganz neue Möglichkeiten.

34. Wie ist die Wand in der Küche beschaffen?

Lassen Sie sich eine neue Küche einbauen, sollten Sie auf jeden Fall vorher die Wand der Küche prüfen. Sollte es nur eine dünne Gipskartonwand sein, kann es sein, dass Monteure es ablehnen, Hängeschränke anzubringen. Wenn Sie selbst aktiv werden wollen, macht es Sinn, sich vorher darüber Gedanken zu machen, ob man die Hängeschränke durch kleine Regale ersetzt und diese mit speziellen Dübel sichert.

35. Welche Anschlüsse gibt es?

In der Regel befinden sich im Wohnzimmer Anschlüsse für Telefon und TV, manchmal auch im Schlafbereich. Die Position der Telefonbuchse ist auch für den Router und damit den WLAN-Empfang relevant.

36. Wo sind Heizungen?

In jedem Zimmer sollte sich ein Heizkörper befinden. Bestenfalls befindet sich dieser nicht direkt unter einem Fenster, da hier viel Wärme verlorengehen kann.

37. Wie sind die Fenster beschaffen?

Ob die Fenster aus Kunststoff oder Holz sind, lässt sich bei der Wohnungsbesichtigung meistens auf den ersten Blick erkennen. Wie oft sie verglast sind, kann man bei näherer Begutachtung erkennen. Generell gilt: Einfachverglaste Holzfenster sind in der Regel weniger dicht die Heizkosten damit höher.

38. Gibt es eine Gegensprechanlage?

Nicht selbstverständlich, aber im Neubau nicht ungewöhnlich: Eine Gegensprechanlage mit Display ist durchaus praktisch.

39. Ist der Briefkasten drinnen oder draußen?

Wenn die Postkästen im Eingangsbereich einer Wohneinheit angebracht sind, kann es öfter mal passieren, dass ein Zusteller klingelt. Das kann auf Dauer nervig sein. Andererseits liegt die Chance auf unerwünschte Werbung höher, wenn der Briefkasten vor dem Haus ist.

40. Wie klingt die Klingel?

Auch wenn man bei der Besichtigung einer Wohnung vermutlich nicht daran denkt – auch das Geräusch der Klingel kann einen später stören. Dennoch wirkt sich der Klang wohl in den seltensten Fällen auf die Entscheidung aus. Laut genug sollte die Klingel jedoch schon sein.

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41. Gibt es Dachschrägen?

Dachschrägen stellen besondere Ansprüche an die Einrichtung. Ein hoher Schrank findet darunter keinen Platz, ein Bett schon eher.

42. Wie sind die Fugen?

Die Fugen im Bad und gegebenenfalls auch in der Küche sollten nicht fleckig oder verfärbt sein. Ansonsten muss man sie irgendwann erneuern. Außerdem kann sich dort Schimmel bilden.

43. Gibt es ein Fenster im Bad?

Nach dem Duschen oder Baden sollte man Lüften, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Ansonsten besteht ein höheres Schimmelrisiko.