15. September 2026, 13:22 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten
Wo der Rasenmäher nicht hinkommt, hilft ein Rasentrimmer weiter. Doch wie gut funktionieren Akku-Modelle in der Praxis? myHOMEBOOK stellt die drei besten Geräte vor.
Akku-Rasentrimmer sind hauptsächlich für Stellen gedacht, die ein Rasenmäher nur schwer erreicht. Statt eines Messers wie beim klassischen Rasenmäher kommt meist ein schnell rotierender Kunststofffaden zum Einsatz. Einige Geräte können alternativ mit kleinen Kunststoffmessern arbeiten. In einem großen Test von BILD wurden sechs Akku-Rasentrimmer von Bosch, Einhell, Gardena, Makita, Parkside und Worx im Garten geprüft.
Übersicht
Das ist im Test aufgefallen
Praktisch sind Modelle mit drehbarem Trimmerkopf. Damit kann das Gerät auch senkrecht geführt werden, um etwa Rasenkanten sauber nachzuschneiden. Ein verstellbarer Schaft erleichtert außerdem die Anpassung an die eigene Körpergröße.
Beim Kauf lohnt sich auch ein Blick auf das Akkusystem. Wer bereits Gartengeräte oder Werkzeuge eines Herstellers besitzt, kann vorhandene Akkus häufig weiterverwenden und sich den Kauf eines zusätzlichen Energiespeichers sparen.
Die 3 besten Akku-Rasentrimmer im Test
Die größten Unterschiede zeigten sich im Test bei Schnittqualität, Akkulaufzeit und Bedienkomfort. Testsieger wurde der Rasentrimmer Makita DUR193Z. Dahinter folgen der vielseitige Einhell GE-CT 18/25-1 und der Bosch EasyGrassCut 18V-26.
1. Makita DUR193Z
Der Makita DUR193Z lieferte im Test das beste Gesamtpaket. Vor allem beim eigentlichen Trimmen setzte sich das Gerät von der Konkurrenz ab. Das Schnittbild war besonders sauber, Rasenkanten gelangen ordentlich und auch rund um Bäume oder Beetbegrenzungen ließ sich der Trimmer sehr präzise führen.
Auch bei der Akkulaufzeit lag Makita vorne. Mit dem für den Vergleich verwendeten 2-Ah-Akku arbeitete der DUR193Z im Praxistest 35 Minuten – länger als alle anderen Geräte. Gleichzeitig läuft der Trimmer angenehm ruhig und war mit gemessenen 73 Dezibel das leiseste Modell im Vergleich.
Für zusätzlichen Komfort sorgen der stufenlos verstellbare Schaft und der dreh- sowie schwenkbare Trimmerkopf. Praktisch: Ein Schultergurt gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Weniger überzeugend war lediglich die Fadennachführung per Tipp-Automatik, die im Test nicht immer zuverlässig funktionierte.
Auch interessant: Heckenscheren im großen Labortest! Das ist das beste Modell
2. Einhell GE-CT 18/25-1
Der Einhell GE-CT 18/25-1 belegte den zweiten Platz und überzeugte besonders mit seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine Besonderheit ist das flexible Schneidsystem: Neben der klassischen Fadenspule lassen sich auch Kunststoffmesser einsetzen. Beides gehört bereits zum Lieferumfang.
Die Schnittleistung war gut, außerdem hielt der verwendete 2-Ah-Akku im Test 30 Minuten durch. Damit erreichte Einhell die zweitbeste Laufzeit im Vergleich. Der Rasentrimmer liegt ausgewogen in der Hand, sein Schaft lässt sich stufenlos einstellen, der Kopf lässt sich sowohl drehen als auch neigen.
Wer bereits Geräte aus Einhells Power-X-Change-System besitzt, kann vorhandene Akkus verwenden. Zu beachten ist allerdings, dass der Rasentrimmer regulär ohne Akku und Ladegerät angeboten wird. Zudem gehört er mit rund 80 Dezibel zu den lauteren Geräten im Test.
3. Bosch EasyGrassCut 18V-26
Auf dem dritten Platz landet der Bosch EasyGrassCut 18V‑26. Der Rasentrimmer überzeugte mit einem guten Schnittbild und arbeitete besonders präzise an Hindernissen. Gerade rund um Bäume, Beete oder andere schwer zugängliche Stellen lässt sich das leichte Gerät kontrolliert führen.
Praktisch ist zudem die Fadennachführung: Bosch verzichtet auf das bei vielen Rasentrimmern übliche Auftippen des Schneidkopfs. Stattdessen wird beim Betätigen des Schalters automatisch etwas Faden nachgeführt.
Mit dem verwendeten 2-Ah-Akku hielt der Bosch im Test 23 Minuten durch und liegt damit im Mittelfeld. Weniger flexibel ist der feste Schaft, dessen Länge sich nicht anpassen lässt. Mit gemessenen 81 Dezibel war der Bosch außerdem das lauteste Gerät im Vergleich.
Ein Vorteil für Nutzer anderer Gartengeräte ist das Akkusystem: Bosch nutzt die markenübergreifende 18V-Power-for-All-Allianz. Passende Akkus lassen sich dadurch auch in zahlreichen anderen Geräten verwenden, etwa von Gardena.
Die besten Rasentrimmer im Überblick
Günstig-Akku für Elektrowerkzeuge überzeugt im Test – ein teurer fällt durch
So wurde getestet
Im Mittelpunkt des Tests stand der praktische Einsatz im Garten. Bewertet wurden vor allem Schnittleistung, Akkulaufzeit, Bedienung und Ergonomie, Sicherheit und Lautstärke sowie Ausstattung und Wartung.
Für die Bewertung der Schnittleistung mussten die Geräte unter anderem normalen Rasen und Rasenkanten schneiden. Außerdem wurde geprüft, wie präzise sie sich an Hindernissen führen lassen und wie stark das Schnittgut verteilt wird.
Um die Akkulaufzeiten möglichst gut vergleichen zu können, arbeiteten alle Rasentrimmer mit 2-Ah-Akkus ihres jeweiligen Systems unter vergleichbaren Bedingungen. Zusätzlich flossen unter anderem Verstellmöglichkeiten, Balance, Vibrationen, Fadennachführung, Verarbeitung und Reinigung in die Bewertung ein.
Fazit: Die Top 3 im Rasentrimmer-Test
Der Makita DUR193Z sichert sich den Testsieg. Er schnitt im Vergleich am saubersten, ließ sich besonders präzise führen und erreichte mit 35 Minuten die längste Laufzeit. Zudem arbeitet er ruhig und liegt angenehm in der Hand.
Der Einhell GE-CT 18/25-1 ist die interessante Alternative für alle, die etwas weniger ausgeben möchten. Er schneidet gut, hält mit einem 2-Ah-Akku rund 30 Minuten durch und lässt sich wahlweise mit Faden oder Kunststoffmessern betreiben.
Der Bosch EasyGrassCut 18V-26 komplettiert die Top 3. Er punktet hauptsächlich mit guter Schnittleistung, geringem Gewicht und präzisem Arbeiten an Hindernissen. Wer bereits einen passenden Power-for-All-Akku besitzt, kann zusätzlich beim Kauf sparen.
Worauf es bei Rasentrimmern wirklich ankommt
„Ein großer Schnittkreis allein macht noch keinen guten Rasentrimmer. Im Test waren vor allem ein sauberes Schnittbild, präzises Arbeiten an Kanten und Hindernissen sowie eine ordentliche Akkulaufzeit entscheidend.“



