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Kalte Jahreszeit

Wie der Gartenboden gut über den Winter kommt

Gartenboden Winter: Ein winterlicher Garten, schneebedeckt mit Gartenschaufel
Auch im Winter braucht der Gartenboden Pflege und Schutz vor der KälteFoto: Getty Images

Gerade im Winter braucht der Gartenboden ausreichend Pflege und Kälteschutz. Der Aufwand lohnt sich: Im folgenden Frühling blüht es im Beet umso üppiger. Besonders empfindlich ist Rasen unter einer Schneedecke. Hier heißt es für jeden Hobbygärtner, besonders achtsam zu sein.

Im Winter benötigen viele Pflanzen ausreichend Schutz vor Kälte, Sturm und Regen. Das größte Problem ist jedoch eine schwere Schneelast, die den Gartenboden in der kalten Jahreszeit bedeckt. Den Gartenboden sollte man daher rechtzeitig winterfest machen und pflegen. Im Grunde ist das keine Hexerei, allerdings müssen Hobbygärtner auf einige Dinge achten.

Gartenboden kann im Winter austrocknen

Rauschen die Temperaturen im Winter in den Keller, bedeutet das für viele empfindliche Pflanzen im Garten vor allem eines: Stress pur. Frostige Kälte in Kombination mit Sonnenschein, und das auch noch über längere Zeit, kann Pflanzen im Garten austrocknen. Im eisigen Boden finden Stauden, Gehölze und vor allem immergrüne Pflanzen kaum Nährstoffe und können Wasser nur schlecht aufnehmen. Zugleich wird über die Blätter viel Feuchtigkeit verdunstet.

Gegen winterliche Kälte und zu viel Sonne helfen Matten aus Vlies, die man über und um kälteempfindliche Pflanzen legt. Fühlt sich eine Pflanze so geschützt, wächst sie umso besser im neuen Frühjahr. Ein Frostschutz-Vlies kann aus verschiedenen Materialien bestehen, beispielsweise aus Baumwolle, Reet, Hanf oder Weide. Etwas Laub mit hinzugeben und schon kann den Pflanzen Kälte und Schnee nichts mehr anhaben.

Rasen leidet unter Kälte und Schnee

In der kalten Jahreszeit muss der Rasen Winterruhe halten. Am besten, man betritt ihn nicht. Denn herrscht Frost, knicken die empfindlichen Grashalme beim Auftreten um und zerbrechen wie zartes Glas. Das bedeutet für Hobbygärtner extra Arbeit: Im Frühjahr muss man mühsam erneut aussähen.

Ein weiteres Problem ist zudem Schnee, den man geschippt und auf die Rasenfläche abgelagert hat. Schnee drückt mit seinem Gewicht auf die Halme und taut nie gleichmäßig ab. Auf dem Gartenboden bilden sich dann Wasser-Pfützen, die nach dem Winter matschige Stellen auf dem nassen Grün hinterlassen. Eine länger anhaltende Schneelast kann wintergrüne Pflanzen zudem fast erdrücken. Buchsbaum, Christrosen und auch Kirschlorbeer sollten von der Schneedecke befreit werden.

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Laub ist der beste Winterschutz im Garten

Im Winter braucht eine Vielzahl an Pflanzen besonderen Schutz vor Frost und Schnee. Neben vielen jungen Pflanzen sind zum Beispiel Kamelien, Pfingstrosen und Haselsträucher von zu starker Kälte bedroht. Gegen eisige Temperaturen helfen Schilfmatten oder Vlies. Diese drapiert man um die Pflanzen oder baut mit etwas Draht ein kleines Winterzelt.

Eine gute Winterdecke bilden zudem Pflanzenteile, die man im Herbst abgetrennt hat, und vor allem Laub. Auf dem Gartenbeet sollte die Laubdecke jedoch nicht zu hoch sein, es droht ansonsten schnell Fäule. Das gilt auch für den Rasen. Fallen die Blätter im späten Herbst, muss der Rasen unbedingt geharkt und vom Laub befreit werden. Ansonsten können die Halme durch die dauerhaft nassen Blätter anfaulen.

Zwiebelblumen sind meist kälteresistent

Auch in unseren Breiten vertragen erstaunlich viele Zwiebelblumen und Stauden frostige Temperaturen. Sehr robust gegen Kälte ist etwa die schöne Lenzrose. Aber auch Krokus, Schlüsselblume, Narzisse oder die interessante Schachbrettblume kommen gut durch den Winter. Winterhart sind zudem Wurzelgemüse wie Möhren, Pastinaken oder Schwarzwurzel. Rosenkohl oder Grünkohl kommen sogar mit eisigen Temperaturen bis zu Minus 15 Grad Celsius zurecht.

Zartere Gewächse sind Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Primeln. Diese typischen Frühlingspflanzen sollten unbedingt vor Frost und einem kalten Gartenboden im Winter geschützt werden.

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Übrigens: Ein gut gepflegter Gartenboden besitzt eine lockere Krume und duftet nach Wald. Diesen typischen Geruch erzeugen unzählige Mikroben in der Erde. Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass in einem Gramm guten Gartenbodens mehr von den kleinen Gartenhelfern wimmeln, als es Menschen auf der Erde gibt. Tiefe Temperaturen können der Erde zwar zu schaffen machen. Gut gepflegt und geschützt, kann der Frühling jedoch schnell wieder durchstarten.