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Im Garten und auf dem Balkon

Halbschattiger Standort? 5 Pflanzen, die ihn lieben

5 Pflanzen für den Halbschatten im Garten
Die Halbschattenfplanze Begonie ist auch als "Schiefblatt" bekanntFoto: Getty Images

Pflanzen benötigen Sonnenlicht zum Leben. Halbschattenpflanzen brauchen jedoch nicht die volle Portion. Welche Pflanzen mit mehr Schatten als Sonnenschein auskommen und wie sie am besten gedeihen.

Bei der Pflanzenwahl für Garten und Balkon kommt es nicht nur auf den Geschmack an. Auch die Bedürfnisse der Pflanzen an ihren Standort spielen eine große Rolle. Den Nährstoff- und Wasserbedarf können Hobbygärtner dabei sehr gut selbst regulieren. Für die richtigen Lichtverhältnisse ist jedoch der Standort entscheidend. Der Faktor "zu viel oder zu wenig Sonne" ist für die Pflanze lebensentscheidend. Für Halbschattenpflanzen gilt deshalb die Devise: Weniger (Sonne) ist mehr.

Was bedeutet eigentlich Halbschatten?

Schatten ist nicht gleich Schatten. Außerhalb dieser begrenzten Sonnenstunden liegt dieser Teil im Schatten. Die Schattenfront kann verschiedene Ursachen haben. So können hohe Bäume mit einer weit ausschweifenden Baumkrone, aber auch Mauern und Hecken für den Schatten verantwortlich sein.

Diese 5 Pflanzen gedeihen im Halbschatten

Diese besondere Situation stellt die dort wachsenden Pflanzen vor Herausforderungen. Zum einen müssen sie kurzen Phasen der Bodentrockenheit trotzen. Zum anderen müssen sie die mitunter starke Sonneneinstrahlung tolerieren. Ideal ist es, wenn der im Halbschatten gelegene Bereich morgens von der Sonne beschienen wird. Viele Pflanzen verkraften die schwächere Morgensonne besser als die intensive Sonne am Nachmittag. Zudem ist dann auch das Risiko einer Verbrennung durch die hohe Luftfeuchte nach der Nacht geringer. Diese Pflanzen gedeihen im Halbschatten sehr gut:

1. Sterndolden (Astrantia)

Sterndolden gehören zu den Pflanzen, die Halbschatten bevorzugen
Die Sterndolde kommt als Halbschattenpflanze in naturnahen Bereichen des Gartens bestens zur GeltungFoto: Getty Images

Ihre filigranen Dolden bringen Eleganz ins Beet. Die Gattung der Sterndolden beinhaltet zehn verschiedene Arten mit wiederum vielen verschiedenen Sorten. Ursprünglich auf den Wiesen der Alpen und in europäischen und asiatischen Wäldern heimisch, benötigen sie einen stets leicht feuchten, nährstoffreichen Boden. Die mehrjährige Sterndolde blüht die Sommermonate über und lässt sich wunderbar für vielseitige Beetbepflanzungen verwenden.

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2. Fingerhut (Digitalis)

Fingerhut gehört zu den Pflanzen, die Halbschatten bevorzugen
Fingerhut ist eine Halbschattenpflanze, die ihren Namen den glockenartigen Blüten, die an einen Fingerhut erinnern, verdanktFoto: Getty Images

In Gärten, in denen Kinder spielen, sollte diese giftige Pflanze sicherheitshalber nicht angepflanzt werden. Auch Nacktschnecken machen übrigens um ihn einen großen Bogen. Bienen und Hummeln lockt diese giftige Schönheit allerdings an.

3. Herbst-Anemone (Anemone hupehensis)

Herbst-Anemonen gehören zu den Pflanzen, die Halbschatten bevorzugen
Die Halbschattenpflanze Herbst-Anemone findet sich oft auch als Ziergewächs in Parks und als Schnittblume in BlumensträußenFoto: Getty Images

Auch die Herbst-Anemone fühlt sich an einem halbschattigen Standort sehr wohl. Üppig blühend, leicht zu pflegen und widerstandsfähig bereichert sie das heimische Beet. Ursprünglich gelangte diese filigrane Staude im 19. Jahrhundert aus Japan und China nach Europa. Inzwischen ist sie aus spätsommerlichen und herbstlichen Gärten nicht mehr wegzudenken. Anemonen mögen es weder zu feucht noch zu trocken. Ein nährstoffreicher Boden ist wichtig. Übrigens gelten die weißblühenden Sorten als etwas anspruchsvoller als die pink- und rosafarbenen.

4. Fuchsien (Fuchsia)

Fuchsien gehören zu den Pflanzen, die Halbschatten bevorzugen
Halbschattenpflanzen, wie die Fuchsie benötigen nicht unbedingt die volle Portion Sonnenschein. Sie gedeihen an halbschattigen Standorten üppig.Foto: Getty Images

Die Fuchsie gehört vor allem auf dem Balkon zu den beliebten Halbschattenpflanzen. Auch die Pflege dieses Gewächses mit den zarten Blüten ist nicht besonders schwierig, wenn man einige Faktoren berücksichtigt. Fuchsien benötigen einen nicht zu sauren Boden (pH-Wert zwischen 5,5 bis 6,5). Auch bedarf der Wurzelballen besonderer Aufmerksamkeit. Dieser darf sich nicht zu sehr erhitzen.

5. Begonien (Begonia)

Die Halbschattenfplanze Begonie ist auch als "Schiefblatt" bekannt
Die Halbschattenfplanze Begonie ist auch als "Schiefblatt" bekanntFoto: Getty Images

Begonien erfreuen sich ebenfalls vor allem auf schattigen Balkonen großer Beliebtheit. Seit über 200 Jahren wird dieses Gewächs, das ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Gebieten des Äquators stammt, in vielen verschiedenen Farben gezüchtet. Diese Halbschattenpflanzen mögen es gern feucht. Staunässe hingegen vertragen sie nicht. Wer sich für diese Pflanzen entscheidet, muss nicht viel Aufwand in die Pflege investieren, wird aber trotzdem mit einer langen, reichen Blütezeit belohnt. Im Herbst können die Knollen zum Überwintern ins Haus geholt werden.