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Wann das Füttern von Vögeln im Garten verboten ist

Vögeln füttern
Das Füttern von Vögeln im Garten kann auch mal zu Problemen führen Foto: Getty Images
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Marike Stucke
Autorin

16. Januar 2026, 12:54 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

In der kalten Jahreszeit stellen viele Gartenbesitzer Futterhäuschen auf oder hängen Meisenknödel in Bäume, um heimische Vogelarten zu unterstützen. Während die Tiere vom Frühjahr bis in den Herbst meist ausreichend natürliche Nahrung wie Insekten, Samen und Früchte finden, wird das Angebot im Winter knapper. Dennoch ist das Zufüttern nicht in jeder Situation erlaubt – unter bestimmten Umständen kann das Füttern von Vögeln im eigenen Garten sogar verboten sein.

Wann ist das Füttern von Vögeln im Garten verboten?

Taubenfütterungsverbot

In vielen Regionen und vor allem in Städten können Tauben zu einem Problem werden. Denn sie vermehren sich schnell und können durch ihren Kot und den Nestbau für viel Verschmutzung und damit unhygienische Zustände sorgen. In München ist deshalb im gesamten Stadtgebiet das Füttern von Tauben oder das Auslegen von Futter, das auch Tauben fressen, verboten. Dies gilt auch für private Grundstücke im Stadtgebiet. Wer dennoch Futter auslegt und erwischt wird, muss sogar mit einem Bußgeld rechnen. Auch auf vielen öffentlichen Plätzen in anderen Städten ist aus den gleichen Gründen das Füttern von Tauben verboten.

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Vögel füttern im Garten verboten bei Ungezieferbefall

Besonders Essensreste wie Brot und andere Lebensmittel locken nicht nur Vögel, sondern auch Ungeziefer wie Schaben, Ratten und Mäuse an. Auch hier gibt es je nach Region und Kommune unterschiedliche Regelungen und Verbote, die die Fütterung von Vögeln regulieren. Denn im Zweifel fressen Ratten und anderes Ungeziefer auch spezielles Vogelfutter. Bestenfalls informiert man sich vor Ort über die entsprechenden Regelungen, da diese je nach Ort unterschiedlich ausfallen können.

Wohnanlagen und Gemeinschaftsgärten

Viele Wohnanlagen verfügen über gemeinschaftlich nutzbare Grünflächen oder sogar Gemeinschaftsgärten. Oft ist in den Mietverträgen vorgeschrieben, dass Vögel füttern im Garten verboten ist. Denn Vogelfutter zieht nicht nur Singvögel magisch an, sondern auch Krähen, Tauben oder Ratten und Mäuse. Krähen können gerade in Wohnanlagen sehr störend sein, da sie gern den Inhalt von Mülltonnen verteilen oder sich lautstark bemerkbar machen – auch zu eher unpassenden Zeiten.

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Störungen im natürlichen Gleichgewicht

Werden Vögel im Garten das ganze Jahr über oder übermäßig gefüttert, kann dies das natürliche Gleichgewicht im Ökosystem Garten durcheinanderbringen. Es siedeln sich übermäßig viele Vögel an, oft auch unerwünschte Arten. Dies wiederum kann die Nachbarn verärgern, denn viele Vögel fressen auch die sehnlichst erwarteten Kirschen oder andere Beeren im Garten.

Vögel sollten grundsätzlich nur im Spätherbst, Winter und frühen Frühling gefüttert werden, da sie ansonsten eigentlich genug Nahrung in der Natur finden. Wird zum Beispiel auch während der Brutzeit noch gefüttert, bekommen die Jungvögel von den Vogeleltern oft weniger geeignetes Futter gebracht, da etwa Körnermischungen leichter verfügbar sind. Viele Jungvögel benötigen aber vor allem Insekten als Nahrung.

Vögel richtig füttern

Neben der passenden Zeit, um Vögel zu füttern, kommt es auch auf die Art des Futters an. Ungeeignet sind etwa Essensreste oder altes Brot, da beides Ungeziefer anlocken kann und von vielen Vogelarten nicht gut vertragen wird. Geeignet sind hingegen:

Futter sollte möglichst immer in Futterspendern angeboten werden, damit Schädlinge und auch Jäger wie Katzen weder Futter noch Vögel beim Fressen erreichen. Die Futterspenden müssen außerdem regelmäßig gereinigt werden, damit sich darüber keine Krankheiten ausbreiten und verdorbenes Futter rechtzeitig entsorgt wird.

Wer fördern will, dass die Vögel sich selbst versorgen, pflanzt Beerensträucher und -bäume wie die Vogelbeere an. Auch viele Heckenpflanzen bieten im Herbst und Winter Nahrung für heimische Vögel, darunter Liguster, Kornelkirsche oder Sanddorn.

Marike Stucke
Autorin

Gesundes Futter für Vögel

„Es muss nicht immer der Fertigmix für Vögel aus dem Supermarkt sein. Ein idealer Körner-Mix für die Ganzjahresfütterung enthält Sonnenblumenkerne (geschält und ungeschält), Hirse, Leinsamen, ungesalzene gehackte Erdnüsse und Hanfsamen. Diese Mischung deckt die Bedürfnisse von Spatzen, Finken und Meisen ab und kann in Futtersilos oder Schalen angeboten werden.“

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