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Gartenexpertin verrät

6 typische Fehler beim Gießen von Zucchini

Bitte nicht von oben. Zucchiniblätter sollten bei Gießen nicht nass werden.
Bitte nicht von oben. Zucchiniblätter sollten bei Gießen nicht nass werden. Foto: Getty Images
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

12. Juni 2026, 17:31 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Zucchini zählen zu den beliebtesten Gemüsepflanzen im heimischen Garten. Sie wachsen schnell, liefern oft über Wochen hinweg reichlich Ertrag und gelten grundsätzlich als pflegeleicht. Dennoch machen viele Hobbygärtner beim Gießen Fehler, die sich direkt auf die Gesundheit der Pflanzen und die spätere Ernte auswirken können. Da Zucchini einen vergleichsweise hohen Wasserbedarf haben, reagieren sie besonders empfindlich auf falsche Bewässerung. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering verrät sechs typische Fehler beim Gießen von Zucchini.

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1. Fehler: Zu selten gießen

Zucchinipflanzen benötigen ihr Leben lang viel Wasser. Vor allem im Sommer, wenn die Temperaturen über längere Zeit hoch bleiben, verdunsten die großen Blätter viel Feuchtigkeit. Wird zu selten gegossen, geraten die Pflanzen schnell unter Stress und wachsen langsamer. Die Blätter wirken dann oft schlapp und hängen trotz gesunder Wurzeln sichtbar herunter. Außerdem bilden die Pflanzen weniger Früchte, und bereits angesetzte Zucchini wachsen häufig langsamer, bleiben deutlich kleiner als erwartet oder fallen einfach ab.

2. Fehler: Täglich nur kleine Wassermengen geben

Nicht nur die Regelmäßigkeit, sondern auch die Art des Gießens spielt eine wichtige Rolle. Viele Hobbygärtner geben ihren Zucchini zwar regelmäßig Wasser, befeuchten dabei jedoch nur die oberste Erdschicht. Das Wasser dringt nicht tief genug in den Boden ein und erreicht die Wurzeln nur unzureichend. Dadurch entwickeln sich die Wurzeln vor allem nahe der Oberfläche, wo die Erde besonders schnell austrocknet. An heißen Sommertagen geraten die Pflanzen deshalb schneller unter Stress und müssen häufiger gegossen werden. Besser ist es, die Erde bei jedem Gießvorgang gründlich durchzufeuchten, sodass das Wasser bis in den gesamten Wurzelbereich gelangt. So können die Pflanzen auch kurze Trockenphasen besser überstehen.

3. Fehler: Die Blätter werden nass beim Gießen

Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, die gesamte Pflanze von oben zu gießen. Dabei werden nicht nur die Wurzeln, sondern auch die großen Blätter und teilweise sogar die Blüten ständig befeuchtet. Gerade an warmen Tagen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit kann dies die Ausbreitung verschiedener Pilzkrankheiten begünstigen. Besonders der Echte Mehltau tritt bei Zucchini häufig auf und kann die Pflanzen erheblich schwächen.

Hinzu kommt, dass die großen Blätter einen Teil des Gießwassers abfangen oder nach außen wegleiten. Dadurch landet oft deutlich weniger Wasser direkt im Wurzelbereich, als eigentlich beabsichtigt ist. Vor allem bei ausgewachsenen Pflanzen kann das dazu führen, dass die Erde unter der Pflanze überraschend trocken bleibt, obwohl reichlich gegossen wurde.

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4. Fehler: In der Mittagshitze zur Gießkanne greifen

Wenn die Sonne am stärksten scheint, ist der Wasserbedarf der Pflanzen zwar hoch, dennoch ist dies nicht der beste Zeitpunkt zum Gießen. Ein Teil des Wassers verdunstet bereits an der Bodenoberfläche, bevor es überhaupt zu den Wurzeln gelangen kann. Dadurch wird deutlich mehr Wasser benötigt, um denselben Effekt zu erzielen. Zudem geraten die Pflanzen bei großer Hitze ohnehin unter Stress, sodass starke Temperaturunterschiede zwischen Boden und Gießwasser ungünstig sein können. Deutlich besser eignet sich der frühe Morgen, weil die Pflanzen dann ausreichend Zeit haben, Wasser aufzunehmen und sich auf die Hitze des Tages vorzubereiten.

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5. Staunässe unterschätzen

Obwohl Zucchini viel Wasser benötigen, bedeutet das nicht, dass sie dauerhaft in nasser Erde stehen möchten. Kann überschüssiges Wasser nicht abfließen, sammelt es sich im Wurzelbereich und verdrängt dort den lebenswichtigen Sauerstoff. Die Folge können geschädigte oder faulende Wurzeln sein, wodurch die Pflanze trotz feuchter Erde schlechter versorgt wird. Häufig zeigen sich dann gelbe Blätter, Wachstumsstörungen oder ein insgesamt kränklicher Eindruck. Besonders schwere und verdichtete Böden sollten deshalb vor der Pflanzung mit Kompost oder Sand aufgelockert werden.

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6. Während der Fruchtbildung nicht ausreichend gießen

Viele Hobbygärtner achten zu Beginn der Saison noch sehr genau auf die Wasserversorgung, werden später jedoch nachlässiger. Gerade während der Fruchtbildung steigt der Wasserbedarf der Zucchini jedoch noch einmal deutlich an. Die Pflanzen müssen nun nicht nur Blätter und Wurzeln versorgen, sondern gleichzeitig zahlreiche Früchte entwickeln. Fehlt in dieser Phase Wasser, können junge Fruchtansätze gelb werden und vorzeitig abfallen. Auch bereits wachsende Zucchini bleiben häufig kleiner und erreichen nicht ihre typische Qualität. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist deshalb besonders in dieser Zeit entscheidend für eine erfolgreiche Ernte.

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