24. März 2026, 5:52 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Frische Kräuter bringen Aroma, Farbe und oft auch eine Extraportion Nährstoffe in zubereitete Speisen. Doch kaum sind sie aus dem eigenen Anbau geerntet oder im Supermarkt gekauft, lassen sie schnell die Köpfe hängen. Mit den richtigen Tipps bleiben Basilikum, Petersilie und Co. deutlich länger frisch.
Warum welken Kräuter so schnell?
Kräuter bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Nach dem Abschneiden werden sie nicht mehr über die Wurzeln versorgt. Die Feuchtigkeit geht verloren, wodurch die Zellen ihre Struktur verlieren und sich auch die ätherischen Öle verflüchtigen. Letztere sind für das Aroma der Pflanzen verantwortlich.
Durch Wärme, Licht und eine falsche Lagerung beschleunigt sich dieser Prozess. Das bedeutet: Wer abgeschnittene Kräuter falsch lagert, trägt maßgeblich dazu bei, dass sie schneller welken. Wiederum impliziert dies auch, dass Kräuter länger frisch bleiben, wenn man sich an ein paar Tipps hält.
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Grundregel: Nicht alle Kräuter gleich behandeln
Unter dem Sammelbegriff „Kräuter“ werden verschiedene aromatische, meist krautige Pflanzen zusammengefasst. Je nach Beschaffenheit benötigen sie jedoch unterschiedliche Bedingungen, um sich wohlzufühlen. Grundsätzlich unterscheidet man beim Lagern zwischen:
- weichen, zarten Kräutern: Petersilie, Schnittlauch, Koriander, Dill, Minze
- robusten, mediterranen Kräutern: Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano
- Sonderfall (empfindlich): Basilikum
Weiche Kräuter sollte man wie einen Blumenstrauß behandeln
Zarte Kräuter bleiben am längsten frisch, wenn sie ähnlich wie Schnittblumen aufbewahrt werden. Konkret bedeutet das:
- Die Stiele unten frisch anschneiden.
- Die Kräuter in ein Glas mit etwas Wasser stellen. Dieses sollte man täglich wechseln.
- Einen kleinen Unterschied zu Schnittblumen gibt es: Mit einem Frischhaltebeutel locker abdecken und die Kräuter in den Kühlschrank stellen.
Alternativ kann man weiche Kräuter auch in ein feuchtes Küchenpapier einschlagen und in eine luftdichte Dose legen. Auch diese lagert man am besten im Gemüsefach des Kühlschranks, informiert das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). So bleiben die Kräuter mehrere Tage knackig.
Mediterrane Kräuter luftig und trocken lagern
Kräuter, die ursprünglich in den Regionen rund ums Mittelmeer vorkommen, wachsen bevorzugt an sonnigen und trockenen Plätzen. Sie sind also robuster und mögen es nicht allzu feucht. Daher sollte man sie trocken lagern. Am besten wickelt man sie locker in ein Stück Küchenpapier ein. Auf diese Weise kann man mediterrane Kräuter im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.
Basilikum, der Sonderfall
Basilikum ist kälteempfindlich. Im Kühlschrank kann man ihn deswegen nicht lagern. Hier bekommt er oft dunkle Flecken und verliert sein Aroma. Besser ist es, die Stiele anzuschneiden und in ein Glas mit Wasser zu stellen. So kann das Kraut bei Zimmertemperatur und locker mit einem Beutel abgedeckt aufbewahrt werden. Beim Lagern von frischem Basilikum sollte man direkte Sonne vermeiden, damit die Blätter nicht so schnell welken.
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Kräuter frisch vom Balkon oder aus dem Garten ernten
Bereits beim Ernten von Kräutern kann man auf verschiedene Dinge achten, damit sie länger frisch bleiben. So ist es am besten, sie morgens zu ernten. In dieser Zeit ist der Gehalt an ätherischen Ölen nämlich besonders hoch. Außerdem sollte mit einer scharfen Schere oder einem Messer geerntet werden, um die Stiele nicht zu quetschen. Und es hilft: Immer nur so viel ernten, wie man tatsächlich braucht.
Übrigens: Nässe verkürzt die Haltbarkeit von geernteten Kräutern. Deswegen sollte man leicht verschmutzte Kräuter erst kurz vor der Verwendung waschen.
Typische Fehler beim Lagern von frischen Kräutern
Beim Lagern von Kräutern aus dem Supermarkt, sollte man immer die Plastikverpackung entfernen. Die Verpackung ist insbesondere für den Transport und Verkauf gedacht. Durch das Plastik staut sich das Kondenswasser. Feuchtigkeit begünstigt Fäulnis, die Kräuter verderben schneller.
Zudem sollte man darauf achten, Kräuter nicht neben stark riechenden Lebensmitteln zu lagern, wie Zwiebeln, Käse oder Knoblauch. Die Pflanzen nehmen Fremdgerüche sehr leicht auf. Das feine Eigenaroma wird überlagert oder verfälscht. Beim Lagern von frischen Kräutern sollte man zudem eine zu kalte oder zu warme Umgebung vermeiden.