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Kosten, Arten, Lage

Wie Sie Ihren eigenen Swimmingpool planen

Swimmingpool im Garten
Für jede Gartengröße und jedes Budget gibt es den passenden Swimmingpool – auch für SieFoto: Getty Images

Ein Pool im eigenen Garten schenkt an heißen Sommertagen herrlich erfrischende Abkühlung. Doch vor dem Sprung ins kühle Nass gilt es, bei der Planung einiges zu berücksichtigen. myHOMEBOOK verrät Ihnen, was Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie einen Swimmingpool planen.

Vor dem Planschen steht das Planen. Möchten Sie sich zukünftig im eigenen Swimmingpool erfrischen, gilt es zuerst Ihre vorhandenen Kapazitäten in puncto Budget und Platzangebot zu checken. Dabei ist ein Pool längst kein Luxusgut mehr. Selbst für Gärten mit wenig Platz und kleinem Geldbeutel lassen sich ansprechende Swimmingpools planen.

Benötige ich für meinen Swimmingpool eine Baugenehmigung?

Für handelsübliche Fertigbecken benötigen Sie in der Regel keine Baugenehmigung. Voraussetzung: Ihr Pool fasst nicht mehr als 50 m³ Wasser. „Viele Pools mit den Standardmaßen 4 m x 8 m x 1,5 m haben ein Gesamtvolumen von 48 m³ und würden in diese Kategorie fallen“, erklärt Daniela Toman gegenüber myHOMEBOOK.

Kontaktieren Sie in jedem Falle im Vorfeld das zuständige Bauamt und informieren Sie es über Ihre Absichten. Die rechtlichen Vorgaben zum Swimmingpoolbau variieren dabei von Gemeinde zu Gemeinde und Bundesland zu Bundesland. Ein Blick in die jeweilige Landesbauordnung gibt Ihnen Aufschluss. Ein möglicher Bauantrag ist übrigens kostenfrei.

Nicht vergessen: Checken Sie unbedingt auch die lokalen Verordnungen zu Grenzabständen und Wasserentsorgung, wenn Sie einen Swimmingpool planen!

Passend dazu: Darf ich mit meinem Poolwasser den Garten gießen?

Welche Swimmingpool-Arten gibt es?

„In der Regel bestimmt das Budget die Pool-Art. In den Boden eingelassene Pools sind immer noch der Klassiker“, so die Erfahrung der Landschaftsarchitektin und Gartenfotografin. Je nach Nutzungsgewohnheiten, Gartengröße und eben Budget können Sie zwischen folgenden Arten wählen:

  • Im Gartenboden integrierte Swimmingpools
  • Oberirdisch aufgestellte Swimmingpools
  • Flexible Pop-up-Swimmingpools
  • Plantschbecken

Um die Entscheidungsfindung zur passenden Pool-Art zu erleichtern, können Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wer wird den Pool wann und wie nutzen?
  • Soll er eher ein „Kinderspielplatz“ sein?
  • Wollen Sie im Swimmingpool ambitioniert schwimmen oder nutzen Sie ihn ausschließlich für sanfte Wassergymnastik?
  • Oder soll Ihr Pool nur „Kulisse“ für coole Poolpartys sein?

Passend dazu: Die richtigen Swimmingpools für kleine und große Gärten

Nie wieder Schlange stehen im Freibad und baden, wann immer man möchte: Ein eigener Swimmingpool ist besonders für Familien mit Kindern eine attraktive InvestitionFoto: Getty Images

Wo ist der beste Standort für einen Swimmingpool in meinem Garten?

Uta Wanschura vom Bundesverband Schwimmbad & Wellness e. V. empfiehlt bei der Planung Ihres Swimmingpools auf folgende Aspekte zu achten:

  • Ein Swimmingpool in absoluter Schattenlage schränkt die Badefreuden ein. Für einen Gartenpool ist Sonne die preiswerteste Energiequelle zur Erwärmung des Beckens. Die Schwimmrunden werden insbesondere durch die Nachmittagssonne angenehm. In einer ständigen Schattenlage würde dagegen selbst bei beheiztem Pool das Verlassen des Beckens zum frischen Vergnügen. Planen Sie Ihren Swimmingpool daher nach Möglichkeit am sonnigsten Standort Ihres Gartens. Ideal wäre eine Ausrichtung gen Südosten. So landen schon die ersten morgendlichen Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche und erhitzen das Wasser auf natürliche Weise.
  • Planen Sie Ihren Swimmingpool nicht direkt unter Bäumen! Das Beckenwasser, aber auch Filter und Skimmer, würden unnötig oft durch Blätter, Nadeln und Blüten verschmutzt. Ein idealer Platz für Ihren Swimmingpool ist dagegen ein geschützter Bereich. Dieser schützt Sie auch vor neugierigen Blicken.
  • Achten Sie auf den Grundwasserspiegel. Eine Drainage kann bei Bedarf Abhilfe leisten.
  • Planen Sie Ihren Swimmingpool nicht im direkten Windzug. Wind kühlt das Beckenwasser schneller aus und treibt das Blattwerk oftmals ins Beckeninnere. Auch zum Schwimmen selbst ist eine zugige Ecke unangenehm. Mauern, immergrüne Hecken oder eine Überdachung schaffen Abhilfe. Diese kann bei Bedarf jederzeit manuell oder automatisch weit aufgefahren werden. Eine derartige Überdachung verlängert die Freibadsaison sogar noch um einige Wochen weit in den Herbst hinein.
  • Abhängig von der gewählten Pool-Variante ist auch die Beschaffenheit des Bodens bei der Platzauswahl ausschlaggebend.
  • Maßgeblich ist ebenso, wo sich bereits verlegte Strom- und Wasserleitungen im Boden befinden. Platzieren Sie Ihren Pool nach Möglichkeit in der Nähe der Leitungen. Auf diese Weise reduzieren Sie die Anschlusskosten.
Selbst in kleinen Gärten findet sich Platz für einen SwimmingpoolFoto: Getty Images

Welche Poolgröße ist die richtige für mich?

Ermitteln Sie als Erstes den vorhandenen Platz in Ihrem Garten. Dabei sollte Ihr Pool nicht die komplette Fläche einnehmen. Lassen Sie immer noch genug Raum für die Rasenfläche. Stecken Sie zur besseren Visualisierung die Fläche Ihres zukünftigen Pools mit Stöcken oder anderweitigen Hilfsmitteln ab. Diese Methode hilft Ihnen ein besseres Gespür für die tatsächlichen Größenverhältnisse zu bekommen. Auf diese Weise vermeiden Sie einen überdimensionierten Swimmingpool zu planen.

Wie groß Ihr Pool werden soll, hängt natürlich auch von der Anzahl derer ab, die später zeitgleich im Pool schwimmen und planschen möchten. Als Faustregel gilt: Planen Sie pro Badenden eine Fläche von 2,5 qm oder 4 m³ Wasser ein. Für vier Personen wären das hochgerechnet dann 10 qm bzw. 16 m³ Wasser. Möchten zwei Badegäste nebeneinander bequem und ungestört schwimmen, sollte der Pool mindestens 4 m breit und 6 m lang sein. Zur Orientierung: Runde herkömmliche Gartenpools sind im Durchmesser 7 Meter breit und nehmen weniger Platz als beispielsweise achtförmige Becken oder ovale Pools ein. Daher sind diese auch für kleine Gärten ideal. Eckige Swimmingpools sind in der Regel 4 x 8 m groß und benötigen mehr Platz in Ihrem Garten.

Zum optimalen Schwimmen sollte das Wasser 1,3 m bis 1,4 m tief sein. Begeisterte Schwimmer freuen sich auch über eine Wassertiefe von 1,50 m. Viele Familien mit Kindern bevorzugen eine Wassertiefe von 0,9 m.

Bedenken Sie auch: Je größer Ihr geplanter Swimmingpool, desto kostenintensiver wird die Instandhaltung des Planschvergnügens.

Abkühlung und Spielspaß in einem: Planschbecken sind kostengünstig und platzsparend.Foto: Getty Images

Worauf sollte ich beim Swimmingpool-Kauf achten?

Nicht nur Ihr Budget ist bei der Auswahl des passenden Pools entscheidend. Steht Ihnen nur begrenzt Platz zur Verfügung, könnte sich der Kauf eines aufblasbaren Pools lohnen. Nach der Badesaison lässt sich dieser leicht wieder abbauen. Den Platz können Sie nun anderweitig nutzen. Lassen Sie sich hierbei jedoch nicht von Schnäppchen verführen. Achten Sie beim Kauf stattdessen lieber auf strapazierfähiges und stabiles Material. So wird das Planschvergnügen kein einmaliger Sommerspaß.

Grundsätzlich lohnt sich immer der Kauf einer Pool-Treppe zum bequemen Ein- und Aussteigen.

Bedenken Sie auch: Je nach Art und Pflege des Wassers fällt noch der Kauf verschiedener Reinigungsutensilien (z. B. Bodensauger, Bürsten) an.

Kind ineinem aufblasbaren Swimmingpool
Hilfreiche Orientierung bei der Planung schenken auch gängige Prüfsiegel, wie beispielsweise das TÜV-Prüfsiegel. Diese stehen für geprüfte Sicherheit und garantieren Ihnen qualitativen Badespaß im eigenen Swimmingpool.Foto: Getty Images

Passend dazu: Die wichtigsten Tools für die Pool-Reinigung

Mit welchen Kosten muss ich bei der Planung eines Swimmingpools rechnen?

Wie teuer ein Swimmingpool für Sie wird, hängt ganz von Ihren Wünschen ab. „Ein aufblasbares Becken mit einer einfachen Umwälzanlage gibt es schon für ein relativ geringes Budget“, so Daniela Toman.

„Fachgerecht fest eingelassene Swimmingpools fangen je nach Aufwand für Ausschachtung und abhängig von Ihren Ausstattungswünschen in der „Standard-Kategorie“ ab 15.000 bis 30.000 Euro an. Wer in puncto Pool-Art, Material, Technik und Zubehör mehr will, muss mit rund 50.000 Euro rechnen. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt“, verrät Uta Wanschura auf Nachfrage von myHOMEBOOK.

Die Betriebskosten variieren – je nach Größe, Nutzungsintensität und Ausstattung der Anlage. Ratsam ist es, auf „Energiesparer“ zu setzen. Der Bundesverband Schwimmbad & Wellness e. V. (bsw) empfiehlt daher, unbedingt an eine Schwimmbadabdeckung zu denken. Sie verringere die Abkühlung des Wassers und reduziere den Energiebedarf bei Wiederaufwärmung erheblich – je nach Größe, Nutzungsintensität und Standort bis zu 80 Prozent. Eine Abdeckung verhindert nicht nur das Auskühlen. Sie hält ebenso Laub und Schmutz vom Poolwasser fern und sichert den Swimmingpool als Gefahrenquelle ab.

Foto: Getty Images

Planen Sie auch alternative Energiequellen für den Betrieb Ihres Swimmingpools ein. Die Sonne scheint ohne schädliche Emissionen. Deshalb gibt es vielfältige Möglichkeiten, um die natürliche Wärme zu nutzen, beispielsweise mit Wärmepumpen und Solarabsorbern. Oder Sie gestalten mit den natürlichen Wärmequellen Energiesparer noch effizienter. So lässt sich eine Schwimmbadabdeckung auch mit Solarprofilen ausstatten. Diese kann die Kraft der Sonne aufnehmen und sie ans Beckenwasser weiterleiten. Das ist Wärmeerzeugung und Wärmebewahrung in einem.

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