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Können grüne Erdbeeren nachreifen?

Reife Erdbeeren erkennt man an einer intensiven Farbe und einem süßen Aroma
Reife Erdbeeren erkennt man an einer intensiven Farbe und einem süßen Aroma Foto: Getty Images
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Lena Hackauf
myHOMEBOOK-Redaktion

2. Juni 2026, 17:09 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Sommer, Sonne, Sonnenschein gibt es für viele nicht ohne eine Schale süßer Erdbeeren. Ob aus dem Supermarkt oder frisch geerntet aus dem Gartenbeet: Die Früchte machen die Sommermonate erst wirklich vollkommen. Kann man es nicht abwarten und erntet unreife Früchte oder entdeckt ein Angebot im Markt mit helleren Exemplaren, stellt sich die Frage, ob unreife Erdbeeren nachreifen können.

Übrigens: Erdbeeren sind für ein knallrotes Gewand bekannt. An der intensiven Färbung erkennt man, dass die Frucht reif ist. Tatsächlich gibt es aber auch Sorten, die auch im reifen Zustand weiß sind. Sie werden oft Ananas-Erdbeeren genannt.

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Grüne Erdbeeren bleiben nach der Ernte grün

Werden Tomaten geerntet, bevor sie vollständig reif sind, ist das meist kein Problem. Die noch grünlichen Früchte reifen nach der Ernte von selbst weiter. Bei Erdbeeren verhält es sich anders: Unreife Früchte erkennt man an grünen oder weißen Stellen. Werden sie zu früh gepflückt, reifen sie nach der Ernte nicht mehr nach.

Der Grund liegt im sogenannten Ethylen. Dieses Reifegas wird von vielen Früchten auf natürliche Weise gebildet. Besonders viel Ethylen produzieren Äpfel, Birnen, Pflaumen und Aprikosen. Auch Tomaten, Avocados und Kiwis bilden es nach der Ernte weiter. Solche Früchte werden als klimakterische Früchte bezeichnet. Ethylen steuert ihren eigenen Reifeprozess und kann zugleich die Reifung benachbarter Früchte beschleunigen.

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Erdbeeren bilden kein Ethylen

Bei Erdbeeren ist das anders. „Anders als bei Tomaten setzen Erdbeeren nach der Ernte kaum Ethylen frei“, erläutert das Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, auf Nachfrage von myHOMEBOOK. Und weiter: „Sie gehört zu den nicht-klimakterischen Früchten, das heißt, die Erdbeere hat keinen pflanzeneigenen Reifeprozess.“

Nach der Ernte enden die aufbauenden Stoffwechselprozesse der Erdbeere. „Es findet nur noch der natürliche Abbau statt.“ Statt also nachzureifen, wie Tomate und Co., verdirbt die Erdbeere.

Lena Hackauf
myHOMEBOOK-Redaktion

Die beste Erdbeersorte

„Erdbeersorten gibt es viele. Mein persönlicher Favorit ist die Sorte ‚Mieze Schindler‘. Eine alte Sorte, die kleine bis mittelgroße Früchte trägt. Von der Größe sollte man sich nicht abschrecken lassen. Die Früchte schmecken unfassbar lecker. Keine Sahne oder Schokolade nötig, damit sie schmackhaft werden.“

Darum verderben Erdbeeren so schnell

Erdbeeren verderben nach der Ernte besonders schnell. Das liegt vor allem an zwei Eigenschaften der Frucht: Zum einen ist ihre Haut sehr dünn. Anders als Äpfel, Bananen oder Kiwis besitzen Erdbeeren keine feste, schützende Schale. Zum anderen bestehen sie zu rund 90 Prozent aus Wasser. „Aufgrund der dünnen Haut und des hohen Wassergehaltes sind Erdbeeren sehr empfänglich für Schimmelpilze und Bakterien“, erklärt das Max Rubner-Institut. Die Folgen können eine schnelle Schimmelbildung, Fäulnis oder das Austrocknen der Früchte sein.

Deshalb sind Erdbeeren nur begrenzt haltbar. Nach der Ernte oder dem Kauf sollten sie möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen verzehrt werden.

Merke: Erdbeeren bilden nach der Ernte kaum das Reifegas Ethylen. Deswegen reifen sie nicht nach. Durch einen hohen Wasserhaushalt und eine dünne Haut sind die Früchte anfällig für Schimmelsporen und Bakterien. Erdbeeren sollten nur reif geerntet oder gekauft werden. Eine reife Frucht erkennt man unter anderem an einer intensiven, gleichmäßigen roten Färbung und einem süßlichen Duft.

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