Auch wer keinen Garten und nur wenig Platz auf dem Balkon hat, kann eine kleine, aber feine Heidelbeeren-Ernte einfahren. myHOMEBOOK erklärt, wie das gelingt und welche Sorten sich dafür am besten eignen.
Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren – wenn die Beerensaison beginnt, werden Grundstücke mit Beerensträuchern zu wahren Naschgärten. Aber auch, wenn kein Garten zur Verfügung steht, kann auch auf dem kleinsten Balkon ein kleines Paradies für Heidelbeeren entstehen. Mit den passenden Sorten und der richtigen Pflege können so im morgendlichen Müsli frische Heidelbeeren aus eigener Ernte landen.
Diese Heidelbeer-Sorten eignen sich für den Balkon
Heideelbeer-Sorten, die auch auf dem Balkon oder der Terrasse gut gedeihen, zeichnen sich besonders durch einen kompakten Wuchs, geringe Platzansprüche und hohe Erträge aus. Denn bei kleinen Pflanzen muss jeder Zweig optimal für die Ausbildung von möglichst vielen Beeren genutzt werden. Gezielte Zucht hat Sorten hervorgebracht, die diese Kriterien erfüllen und somit auch Balkongärtner glücklich machen:
„Blue Parfait“: Diese Heidelbeer-Sorte wird 30 bis 40 Zentimeter hoch und bleibt im Wuchs insgesamt kompakt. Dabei ist sie im Kübel erst mit ihren hübschen Blüten und anschließend mit den vielen kleinen Heidelbeeren äußerst dekorativ. Diese erscheinen ab Juli und man kann sie dann über mehrere Wochen immer wieder ernten.
„Putte“: Die Heidelbeer-Sorte „Putte“ wird etwas größer als „Blue Parfait“, sie kann bis zu zwei Meter hoch werden. Im Kübel bleibt sie meist aber zwischen einem und zwei Metern klein. Sie gilt als besonders robust und absolut winterhart.
„Northcountry“: Mit maximal 80 Zentimetern Wuchshöhe ist „Northcountry“ ebenfalls eine Heidelbeer-Sorte, die sich gut für den Balkon eignet. Die Ernte fällt bei dieser Sorte üppig aus und die Blätter färben sich im Herbst attraktiv ein. „Northcountry“ ist also nicht nur blühend oder tragend eine Augenweide, sondern bis in den Oktober hinein.
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Im Kübel brauchen Heidelbeeren ein wenig mehr Aufmerksamkeit als im Freiland, allerdings sind sie insgesamt dennoch pflegeleicht. Kübel oder Topf sollten genug Platz für das breite Wurzelnetz des Heidelbeerstrauchs bieten. So kann die Erde auch mehr Wasser speichern. Denn Trockenheit verträgt die Heidelbeerpflanze nicht gut. Deshalb ist ein Standort in praller Mittagssonne auch weniger geeignet, hier braucht der Strauch sehr viel mehr Wasser. Ideal ist ein halbschattiger Standort, der darüber hinaus auch windgeschützt ist.
Und auch wenn die Heidelbeerepflanze viel Wasser benötigt, ist ihr Staunässe ein Graus. Eine gute Drainage im Topfboden, ein großes Ablaufloch und ein flacher Untersetzer können Staunässe vorbeugen. An heißen Sommertagen sollte man zweimal täglich gießen, am besten morgens und abends.
Wer den natürlichen Lebensraum von Heidelbeeren betrachtet, wird nachvollziehen können, dass die Pflanze besonders gut in Moorbeeterde wächst. Feuchte Wiesen, Moore und Waldböden werden in freier Wildbahn von Heidelbeerpflanzen bewachsen. Der pH-Wert sollte deshalb immer leicht ins saure Milieu gehen. Auch Rhododendronerde eignet sich deshalb. Abschließend kann man die Erde mit etwas Laub oder auch Tannennadeln abdecken. So wird mehr Feuchtigkeit im Boden gespeichert und der natürliche Lebensraum der Heidelbeere nachgeahmt.
Auch in Sachen Dünger hat die Heidelbeerepflanze ähnliche Vorlieben wie der Rhododendron. Deshalb kann hier bedenkenlos mit Rhododendrondünger gedüngt werden. Allerdings nur im Frühjahr, bevor sich die Früchte ausbilden. Wer auf natürlichen Dünger setzen will, kann Kaffeesatz oder Hornspäne verwenden. Für den Winter sollten Kübel mit isolierender Folie geschützt werden. Dies kann Frostschäden an den Wurzeln verhindern.
„Viele kennen Heidelbeeren vor allem aus Kuchen und Marmeladen. Die Ernte vom Balkon wird für große Mengen selbst gemachter Marmelade vermutlich kaum ausreichen. Ein Kuchen ist mit ein paar Händen voll Heidelbeeren aber schnell gebacken.“
Joghurt, Eier, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Rapsöl in einer Schüssel cremig rühren, am besten mit dem Handmixer.
In einer weiteren Schüssel das Mehl mit dem Backpulver vermengen.
Anschließend den Inhalt beider Schüsseln kurz mit dem Handmixer verrühren.
Heidelbeeren waschen und abtropfen lassen.
Den Großteil der Beeren nun unter den Teig heben, dabei vorsichtig vorgehen, damit sie nicht zerdrückt werden. Eine Handvoll Beeren zur Seite legen für das Topping.
Den Teig in eine gefettete Springform geben und die übrigen Heidelbeeren oben auf dem glattgestrichenen Teig verteilen.
Bei 180 Grad für etwa eine Stunde backen, zwischendurch die Garprobe machen.
Gut abkühlen lassen und mit frischer Sahne servieren.
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