7. April 2026, 13:41 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Ein dichter, lebendiger Teppich aus Pflanzen kann im Garten nicht nur optisch begeistern, sondern auch ganz praktische Vorteile bieten. Bodendecker schützen vor Unkraut, halten die Feuchtigkeit im Boden und sorgen dafür, dass selbst schwierige Flächen schnell begrünt werden. Besonders spannend sind dabei schnell wachsende Arten, die in kurzer Zeit große Bereiche erobern und dabei pflegeleicht bleiben. Im Folgenden stellt myHOMEBOOK fünf Bodendecker vor, die mit ihrem rasanten Wachstum und ihrer Vielseitigkeit jeden Garten bereichern.
Folgen Sie jetzt myHOMEBOOK bei WhatsApp
Übersicht
Schnell wachsende Bodendecker
1. Polster-Phlox
Der Polster-Phlox, auch Teppichphlox genannt, gehört zu den Flammenblumen und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Die Pflanze wächst kriechend und hat nur geringe Ansprüche an Boden und Standort. Sie kann quasi überall eingesetzt werden. Besonders gut macht sie sich aber in Steingärten, an Böschungen oder unter Sträuchern, unter denen andere Bodendecker es eher schwer haben.
Bereits im Frühjahr bildet der Polster-Phlox dichte Teppiche aus roten, weißen oder auch violettfarbenen Blüten. Aufgrund seiner Herkunft ist Teppichphlox auch bei uns winterhart und behält auch in der kalten Jahreszeit seine dunkelgrünen, nadelförmigen Blätter.
Auch interessant: 7 pflegeleichte Bodendecker, die auch noch essbar sind
2. Immergrün
Das Immergrün gibt es in der kleinen und großen Variante. Das Große Immergrün unterscheidet sich seinem Namen entsprechend lediglich durch größere Blätter und Blüten sowie durch längere Triebe. Einmal eingesetzt, breitet sich das Große Immergrün zu einem dichten, bis zu 15 Zentimeter hohen Teppich aus, der vor allem schattige Lagen schnell begrünt.
Das Kleine Immergrün ist insgesamt etwas kleiner und nicht ganz so schnell im Bedecken von kahlen Flächen. Im April und Mai sowie vereinzelt im Herbst trägt das Immergrün violette oder weiße Blüten. Auch im Winter ist das Immergrün, passend zum Namen, dunkelgrün.
3. Zwergmispel
Bodendeckend, winterhart und eine wichtige Pflanze für Flora und Fauna: Das ist die Zwergmispel. Sie ist auch als Felsenmispel oder Cotoneaster bekannt. Kriechende Zwergmispelarten erobern bevorzugt Steingärten, Mauern oder auch Beeteinfassungen aus Stein. Sie wurzeln hier in den Zwischenräumen und schaffen so einen neuen Lebensraum. Denn die feinen weißen, roten oder rosafarbenen Blüten ziehen ab Juni viele bestäubende Insekten an.
Sind die roten Früchte, die an Mini-Hagebutten erinnern, herangereift, sind sie für Vögel eine wichtige Nahrungsquelle bis in den Winter hinein. Da sich besonders Amseln an den Früchten laben, wird die Zwergmispel auch Amselbrotbaum genannt. Kriechmispeln sind winterhart und immergrün und erobern schnell Steingärten und andere eher unwirtliche Gartenecken.
4. Efeu
Efeu breitet sich in schattigen und leicht verwilderten Gärten meist von allein aus. Er kann, wird er nicht regelmäßig eingedämmt, aber auch zur Plage werden und sich in Hecken, Sträuchern oder an Hauswänden massiv ausbreiten.
Wer jedoch nur einen kahlen Bereich unter einem Baum unkompliziert begrünen will, hat mit dem Efeu leichtes Spiel. Die immergrüne Pflanze breitet schnell ihre langen Triebe aus, die bei Bodenkontakt Wurzeln ausbilden. Regelmäßig beschnitten bleibt Efeu gut beherrschbar und pflegeleicht. Die feinen Blüten sind für viele Insekten eine wichtige Nektarquelle.
5. Lippenmäulchen
Auch das Lippenmäulchen bildet als schnell wachsender Bodendecker einen dichten, blühenden und immergrünen Teppich aus, der im Mai blauviolette, glockenförmig Blüten trägt.
Ursprünglich stammt das Lippenmäulchen aus dem Himalaya-Gebiet und ist dementsprechend unempfindlich gegenüber witterungsbedingter Extreme wie starkem Frost oder auch Trockenheit. Nur im Hochsommer braucht die immergrüne Pflanze gelegentlich ein wenig Wasser.
Bodendecker für Faule
„Ordentlich geharkte Beete ohne Unkraut: Für viele Gärtner ein erstrebenswerter Anblick im eigenen Garten, aber auch aufwendig in der Pflege. Bodendecker sind deshalb die perfekten Pflanzen für ‚faule Gärtner‘, bzw. solche, die einen grünen Garten bevorzugen, der wenig Pflege und weniger Wasser benötigt. Die Blüten bieten darüber hinaus Bestäubern eine zusätzliche Nahrungsquelle. Schnell wachsende Bodendecker wie die Zwergmispel ernähren bis in den Winter hinein viele Vögel. Die vorgestellten Arten sind also nicht nur etwas für faule, sondern auch schlaue Gärtner.“

