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Hausbau

Innovative Materialien für die Dacheindeckung

Dacheindeckung
Bei dieser modernen Villa mit Flachdach kommt eine Dacheindeckung aus Metall zum EinsatzFoto: Getty Images

Dächer gibt es in verschiedenen Farben, Formen und Materialien. Darunter fallen traditionelle Dacheindeckungen wie Holz, Reet, Schiefer und Ziegel. Aber auch modernere Dächer mit innovativen und neuen Materialien sind interessante Alternativen für die perfekte Dacheindeckung.

Sie befinden sich gerade in der Planung Ihres modernen Einfamilienhauses und suchen nach einer interessanten Lösung für das Dach? Sie haben sich schon umgesehen, aber noch keine richtige Lösung für die passende Dacheindeckung gefunden? Kein Problem: Wir haben uns für Sie umgehört und stellen verschiedene Materialien vor.

Das wandelbare Metalldach

Eine Dacheindeckung aus Metall ist modern und vielseitig. Vor allem Bleche aus Aluminium, Zink und Kupfer sind attraktive Materialien für Bauherren und kommen gerne für die Dachgestaltung zum Einsatz. Die Bauweise aus Metall kann auch bei einer geringen Dachneigung eingesetzt werden. Metalldächer haben allerdings eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Deswegen sollte man bei der Planung ein besonderes Augenmerk auf die Dachdämmung werfen.

Des Weiteren wird bei der Dachkonstruktion eine zweischalige, belüftete Konstruktion empfohlen. Der Grund hierfür liegt daran, dass Metalle sehr dicht sind. Angesammeltes Wasser kann dadurch nicht verdunsten und Schimmel leider entstehen. Bei der Installation von Metalldächern empfiehlt es sich, einen Fachmann zu beauftragen. Nur so kann man sich sicher sein, dass das Dach auch fachgerecht installiert wird.

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Aluminium

Das Aluminiumdach hat besondere Eigenschaften und Vorteile: Es ist leicht und wird wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses häufig verwendet. Wegen seines unerheblichen Gewichtes ist die Montage der Platten einfacher. Zudem werden Statik und die Unterkonstruktion des Daches durch das leichte Eigengewicht des Materials kaum belastet. Trotz seines leichten Eigengewichts ist Aluminium ein stabiles Material und kann problemlos bei vielerlei Dachformen angepasst werden. Aluminium ist sehr widerstandsfähig, robust und langlebig. Hitze und Witterung machen dem Aluminiumdach wenig aus.

Natürlich gibt es bei einem Aluminiumdach auch gewisse Nachteile: Die Dämmeigenschaften der Platten sind begrenzt. Deswegen werden Metalle, die für die Dacheindeckung vorgesehen sind, oft mit einer Isolationsschicht versehen. Das hat zum Vorteil, dass einer Schallentwicklung, die durch Regeneinfall beeinflusst werden kann, besser entgegengewirkt werden kann.

Zink

Zink ist ziemlich robust und bleibt auch deswegen größtenteils wartungsfrei. Diese guten Eigenschaften des Materials machen das Zinkdach nahezu schlagfest und vorwiegend langlebig. Wie beim Aluminiumdach ist beim Zinkdach das Eigengewicht sehr gering. Zudem ist Zink ein besonders nachhaltiger Baustoff. Denn zum einen kann man Zink mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit wieder verwenden. Und zum anderen wird bei der Produktion von Zink weniger CO2 ausgestoßen. Zink bildet zudem eine grau-blaue Patina, die zudem als Korrosionsschutz dienen kann.

Heute wird für die moderne Dacheindeckung auch Titanzink verwendet. Dabei wurde Zink zusätzlich mit Kupfer und Titan angereichert. Das sorgt für eine längere Haltbarkeit des Materials und ist für diejenigen interessant, die eine Verfärbung des Materials nicht so sehr wünschen. Die Patina entsteht zwar, jedoch viel langsamer als beim gewöhnlichen Zinkdach. Die Materialeigenschaften sind ähnlich wie bei einem Zinkdach. Das Material lässt sich zudem in ungewöhnlichste Formen verbiegen.

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Kupfer

Das Kupferdach lässt sich wie die anderen Metalldächer einfach montieren. Es ist in seiner Eigenschaft jedoch sehr biegsam. Deswegen ist Kupfer für die etwas anspruchsvollere Dacheindeckung geeignet. Problematische Dachformen können mit dem Material einfacher realisiert werden. Bei der Wartung ist das Kupferdach zudem sehr pflegeleicht. Ein weiterer Vorteil von Kupfer ist die außerordentliche Dehnbarkeit – auch als Bruchdehnung bekannt.

Ein Kupferdach lässt sich auf belüfteten und unbelüfteten Dachkonstruktionen anbringen. Bei der unbelüfteten Variante wird das Kupferdach direkt auf die Dämmebene angebracht. Eine Dampfbremsfolie schützt dabei vor dem Eindringen von Feuchtigkeit. Wie beim Zinkdach bildet auch Kupfer nach einer gewissen Zeit eine Patina, die von einer rot-braunen Färbung in eine Grüne übergeht.

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Dacheindeckung mit Faserzement

Eine Dacheindeckung mit Faserzement ist nicht nur zeitlos, sondern wirkt elegant und extravagant. Man kann die Faserzementplatten nahezu in allen Farben und Größen bekommen. Bei großformatigen Faserzementplatten hat man zudem den Vorteil, dass das Dach schneller fertiggestellt werden kann. In ihrer Erscheinung wirken die Faserzementplatten eher glatt, was den besonderen Look ausmacht. Darüber hinaus sind Faserzementplatten witterungsbeständig und können auch Hitze und Kälte gut ableiten.

Faserzementplatten werden in den meisten Fällen aus Zement, Kalksteinmehl und Wasser hergestellt. Dabei handelt es sich um einen Verbundwerkstoff. Da man die Platten nicht vorbohren muss, ist die Montage einfacher. Man sollte jedoch auf eine rechtwinkelige Verlegung zu First und Traufe achten.

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Ein Wellplattendach aus Faserzement

Faserzementplatten müssen nicht immer glatt sein, das kommt auch in Form einer Wellplatte daher. Das Wellenplattendach kennt man vorwiegend aus der Industrie und der Landwirtschaft. Denn dort, wo große Hallen zum Einsatz kommen, braucht man auch eine entsprechende und unkomplizierte Dacheindeckung. Faserzementplatten bieten sich daher bestens an.

Faserzementplatten
Wellige Faserzementplatten kann man für den Innen- und Außenbereich verwendenFoto: Simon Kennedy, London

Mittlerweile hat man das interessante Baumaterial auch für den privaten und etwas kleineren Gebrauch entdeckt. Einfamilienhäuser oder Reihenhäuser bekommen mit der Faserzementplatte sogar ein auffallendes Profil. Man kann das Wellenplattdach auch für die Fassade verwenden. Somit ergibt sich bei der Gestaltung der Fassade und des Daches ein interessantes und unkonventionelles Erscheinungsbild.

Da die Faserzement-Wellplatten einen starken Industriecharakter haben, sehen diese ebenso gut im Innenbereich aus. Durch ihre dauerhafte Korrosions- und Frostbeständigkeit sowie die besondere Schallhemmung, die Trommel- oder Klopfgeräusche bei Hagel oder Regen dämpfen, können Faserzementplatten auch in regenreichen Regionen verwendet werden.

Stehfalzbleche für den Dach- und Fassadenbereich

Stehfalzbleche gibt es entweder glatt oder mit einer Profilierung. Sie haben ein besonders schlichtes und einfaches Erscheinungsbild und lassen sich leicht auf dem Dach anbringen. Das sollte jedoch ein Profi übernehmen. Das Vorteilhafte an einem Stehfalzdach ist, dass sie fast für jede Stilrichtung eingesetzt werden können. Zum Teil lassen sich diese Profile mit einem einzigen Klick befestigen.

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Die Stehfalzpaneele werden auch aus Blechen hergestellt, deswegen greifen beim dabei dieselben Eigenschaften wie bei allen anderen Metalldächern. Das Stehfalzblech eignet sich gut für belüftete Dächer, Flachdächer und geschwungene Dächer.

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Mit Begrünungssystemen ein Stück Natur auf dem Dach

Mit der Begrünung des Daches leistet man auf jeden Fall einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz. Denn begrünte Dachsysteme filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft und bieten mehr Fläche für die Natur. Zudem ist eine grüne Dacheindeckung auch optisch sehr ansprechend.

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Wenn man an einer grünen Dacheindeckung Interesse hat, sollte man dafür professionell entwickelte Systeme verwenden. Denn bei einer optimalen Dachbegrünung sollte man auf eine durchwurzelungsfeste Abdichtungsbahn und ein durchdachtes Filter- und Wasserspeichersystem achten.

Ein grünes Dach bringt auf jeden Fall einige Vorteile. Im Sommer eignet es sich ganz besonders als Hitzeschild und wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Zudem bietet die umweltfreundliche Begrünung einen guten Schallschutz wegen der Schallabsorption der Pflanzen. Eine Begrünung kann man auch auf einem Flach-, Rund und Schrägdach anwenden.

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