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Innenarchitektin verrät

7 Hausbau-Trends, die Bauherren jetzt kennen sollten

Paar vor Einfamilienhaus
Beim klassischen Einfamilienhaus zeichnen sich aktuell einige Trends abFoto: Getty Images

In den letzten Jahren hat sich beim Hausbau einiges getan! Unsere Architektur-Expertin hat sich umgehört und stellt die wichtigsten und beliebtesten Hausbau-Trends vor.

Laut Trendbarometer ist derzeit eine große Vielfalt an unterschiedlichsten Haustypen gefragt. Einfamilienhäuser sind dabei nach wie vor beliebt. Aber auch Extreme wie der Hang hin zum Tiny House oder größere, modernere und luxuriösere Wohnhäuser sind wieder hoch im Kurs. Zudem sind Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Energieeffizienz und Anbauten für das Homeoffice momentan wichtiger den je. Die aktuellen Hausbau-Trends im Überblick.

1. Anbau für das Homeoffice als Hausbau-Trend

Da mit Corona auch das Homeoffice immer relevanter wurde, sind Anbauten in Einfamilienhäusern aktuell sehr gefragt. Es gibt verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten beim Anbau. Er sollte definitiv ein Hingucker sein und das Gesamtbild des Hauses verschönern. Bevor Sie jedoch mit der Planung beginnen, vergewissern Sie sich jedoch zuvor, ob eine Baugenehmigung vorliegt. Denn die Regeln des öffentlichen Baurechts sollten eingehalten werden. Deswegen ist ein Bauantrag bei der örtlichen Baubehörde für den Anbau unumgänglich.

Bei der Gestaltung des Anbaus gibt es vielerlei Möglichkeiten. Wie bereits erwähnt, sollte der Homeoffice-Anbau ein richtiger Hingucker sein und sich in das Gesamtbild einfügen. Bei den Hausbau-Trends 2022 sind Materialien wie Paneele aus Faserzement wegen der guten Energiebilanz im Trend. Zudem versprechen diese Faserzement-Paneele eine hohe Langlebigkeit. Und man profitiert rein optisch an einer großen Auswahl an Farben.

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2. Module für das Garten-Office

Es gibt auch Büro-Module oder Garten-Office-Module, die sehr attraktiv sind und den Garten verschönern, aber auch das Arbeiten erleichtern. Schließlich gibt es nichts Schöneres, als im Garten zu arbeiten! Verschiedene Hersteller bieten daher unterschiedliche Varianten für ein Homeoffice im Garten an. So stellen Mikrohäuser, die auch einzeln im Garten und ganz ohne Anbau stehen können, eine vielseitige und wirklich schöne Möglichkeit dar.

3. Tendenz zu mehr Wohnfläche

Die Tendenz zum etwas größeren Bauen macht sich auch in diesem Jahr deutlich bemerkbar. Obwohl die durchschnittliche Wohnfläche von Einfamilienhäusern in Deutschland bei 140 Quadratmetern lag, sind derzeit mittelgroße Häuser mit einer Wohnfläche von rund 140 bis 160 Quadratmetern im Trend. Vor allem bei Neubauten ist eine steigende Tendenz von etwa 170 Quadratmetern zu beobachten. Begünstigt wird das durch die teils offene Raumplanung mit Wintergarten.

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4. Einfamilienhäuser mit Fertig-Keller

Immer öfter stellt man sich die Frage, ob man Einfamilienhäuser mit Kellern bauen sollte. Oft spielt der Kostenfaktor beim Bau eines Kellergeschosses eine große Rolle. Insgeheim wünschen sich aber viele Bauherren einen Keller. Denn der zusätzliche Stauraum und die Möglichkeiten auf einen eigenen Wäsche- oder Hobbyraum, vielleicht sogar eine Einliegerwohnung, können somit realisiert werden.

Ein Einfamilienhaus mit Fertigkeller kann eine kostensparende Alternative darstellen und lässt sich gut planen. Dieser Keller ist unter den Hausbau-Trends gelistet, denn er hat viele Vorteile. Er kommt in einzelnen Elementen und kann auch vor Ort montiert werden. Beim Fertigkeller muss aber dennoch gezielt geplant werden. Die Planung erscheint jedoch übersichtlicher, weil sie aus einzelnen Schritten besteht. Das ist auch ein positiver Aspekt bei der Kostenaufstellung, denn auch diese kann dadurch geringer gestaltet werden.

5. Kleinere Fenster sparen beim Hausbau Geld

Momentan sieht man vermehrt unterschiedliche Fenstergrößen bei Neubauten. Möchte man dadurch die Fassade etwas auflockern oder hat dieser Hausbau-Trend einen anderen Grund? Man weiß, bodentiefe Fenster sind beliebt. Denn große Fenster öffnen den Raum und machen ihn optisch größer. Man kann auch von der Lichteinstrahlung profitieren und dadurch Energiekosten sparen. Aber wie sieht es im Winter aus? Sind die kleinen Fenster dann energieeffizienter? Eine gezielte Mischung von Fenstergrößen beim Hausbau kann innovativ und zugleich kostensparend sein. Es bietet sich dabei an, die Fenster entsprechend den Himmelsrichtungen zu planen – also an der Nordseite kleiner, da sich dadurch in den meisten Fällen mit einem großen Fenster keinerlei Vorteile ergeben würden. Das ist gewinnbringender und energieeffizienter.

Bei kleinen Fenstern sollte man jedoch darauf achten, dass vor lauter Einsparmaßnahmen die Sicht darunter nicht leidet. Deswegen ist es sinnvoller, wenn man kleine Fenster auf der Nordseite oder in Bad, Toilette oder in Räumen wie im Schlafzimmer anbringt. Bauherren sollten das bei der Planung bereits vorab berücksichtigen und die Fenstergröße gezielt auswählen. Dann steht auch dem Hausbau-Trend mit kleinen Fenstern nichts mehr im Weg.

6. Intelligentes Zuhause als Hausbau-Trend

Eine digitale Vernetzung von Haus und Smartphone ist in letzter Zeit immer beliebter geworden. Denn die Handhabung ist einfach. Gerade für Technik-Begeisterte ist diese moderne Steuerung ein beliebtes Tool, was vieles vereinfacht. Mit einer smarten Haustechnik kann man nämlich Heizung, Beleuchtung, Alarmanlage und allerlei Elektrogeräte sowie Jalousien etc. steuern. Es können dadurch unterschiedliche und individuelle Prozesse auch zeitgleich gesteuert werden. Und alles automatisch!

Viele renommierte Haushaltsgeräte-Hersteller bieten eine Smart-Steuerung via App an. So ist es möglich, etwa mit Sprachsteuerung smarte Küchenherde und andere Geräte zu bedienen. So können Back- und Garvorgänge von unterwegs gesteuert und kontrolliert werden. Smarte Waschmaschinen mit werden mit einem geeigneten Programm bedient. Und der Kaffee wird trinkbereit und heiß nach dem Aufstehen serviert.

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7. Barrierefreies Bauen

Die meisten Bauherren haben vor, im eigenen Haus alt zu werden – vielleicht sogar den Lebensabend darin zu verbringen. Barrierefreies Bauen ist daher ein wichtiger Aspekt bei den Hausbau-Trends. Ganz wichtig: Barrierefreies Bauen muss nicht unschön sein. Mittlerweile hat sich beim barrierefreien Bauen eine Menge getan.

Vorwiegend geht es beim barrierefreien Bauen um eine offene und leicht zu erreichbare Raumaufteilung ohne Hindernisse und Stolpersteine. Küche und Bad sollten leichter zugänglich sein. Ebenerdige Duschen gehören heutzutage schon zur Normalität. Am besten wäre es natürlich, wenn alles auf einer Ebene geplant werden könnte. Jedoch lässt sich das nicht immer realisieren.

Die meisten jungen Familien bauen mehrstöckige Einfamilienhäuser für die ganze Familie. Dabei sind Schlafzimmer und Kinderzimmer überwiegend in den oberen Stockwerken eingeplant. Nun kann das Treppensteigen im Alter aber auch nicht ungefährlich sein und zum Hindernis werden. Besser wäre es, wenn man das Erdgeschoss wie eine komplette Wohnung plant, bei der alle Zimmer leicht erreichbar und vorhanden sind. Hier bietet es sich an, ein Büro oder ein Gästezimmer im Erdgeschoss mit einzuplanen, das man später auch als Schlafzimmer nutzen kann.

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