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Wärmeres Wasser

Lohnt sich eine Solar-Heizung für den Pool?

Wenn das Wasser des Pools zu kalt ist, muss oft eine Heizung her. Doch lohnt sich dafür die Solarheizung?
Wenn das Wasser des Pools zu kalt ist, muss oft eine Heizung her. Doch lohnt sich dafür die Solarheizung? Foto: Getty Images/iStockphoto
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17. Juli 2026, 7:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Was gibt es Schöneres, als bei 30 Grad oder mehr ins kühle Nass zu springen? Wer einen eigenen Pool besitzt, kennt das erfrischende Gefühl. Doch wie ist das an Tagen mit gemäßigteren Temperaturen oder zu Saisonbeginn? Wie lässt sich das Poolwasser auf Temperatur halten oder bringen? In diesem Artikel gibt myHOMEBOOK einen Überblick und hat sich erkundigt, ob sich eine Solarheizung für den Pool wirklich lohnt.

Gerade am Beginn der Badesaison macht es noch keinen Spaß, ins Wasser zu hüpfen. Es braucht einen zeitlichen Vorlauf, um die Wassertemperatur per Heizung in den angenehmen Bereich zu bringen. Zum Heizen gibt es verschiedene Möglichkeiten, teilweise auch in Kombination.

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Verschiedene Heiz-Möglichkeiten

Für kleinere Pools reichen einfache elektrische Heizungen. Die Elektroheizungen funktionieren ähnlich wie ein Durchlauferhitzer. Allerdings gehen die Stromkosten je nach Poolgröße schnell durch die Decke.

Eine andere Möglichkeit für etwas größere Pools bietet ein Gas‑Wärmetauscher. Diese Methode eignet sich, um große Wassermengen in kurzer Zeit aufzuheizen. Gas als fossiler Brennstoff schwankt im Preis sehr. Daher sind gasbetriebene Poolheizungen im jährlichen Verbrauch nicht günstig.

Tatsächlich lässt sich der Pool auch per Holzofen heizen. Die Kosten pro Badesaison für das dafür notwendige Scheitholz sind überschaubar. Ein großer Nachteil dabei ist allerdings, dass beim Heizen mit Holz immer eine Person anwesend sein sollte.

In den vergangenen Jahren immer beliebter geworden sind Solarheizungen für den Pool. Um darüber mehr zu erfahren, hat myHOMEBOOK beim Bundesverband des Solarhandwerks e.V. (BDSH) nachgefragt.

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Kombination aus Wärmepumpe und PV-Anlage

„Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um den eigenen Pool per Sonnenenergie zu heizen. Solarheizmatten, fest installierte Solarabsorber, Solarthermiekollektoren und eine Pool-Wärmepumpe in Kombination mit einer PV-Anlage. Diese Möglichkeit ist im Vergleich zu den anderen drei Maßnahmen am rentabelsten“, zählt Lucas Flügel, BDSH-Pressesprecher, das Spektrum solarbetriebener Poolheizungen auf.

Viele Poolbesitzer nutzen möglicherweise bereits eine Wärmepumpe zum Heizen des Wassers. Denn diese fehlte bislang in der obigen kurzen Aufzählung. Aus gutem Grund, denn die Wärmepumpe rechnet sich besonders in Kombination mit einer PV-Anlage.

Dazu liefert BDSH-Pressesprecher ein kleines Rechenbeispiel: „Für einen Pool mit einer Füllmenge von knapp 50 Kubikmetern ergeben sich grob gerechnet jährliche Stromkosten für die Erstaufheizung, das Halten der Wassertemperatur und den Betrieb der Filterpumpe von etwa 1.600 Euro.“

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Diese Kosten entstehen bei einem Pool ohne Abdeckung. Ein solcher Schutz macht allerdings Sinn. Verdunstung verursacht etwa 75 Prozent des gesamten Wärmeverlusts eines Pools. Eine Poolabdeckung verhindert das nächtliche Auskühlen des Wassers und senkt die Heizkosten spürbar.

Auch ohne PV-Anlage reduzieren sich die laufenden Kosten durch eine dichte Abdeckung im genannten Beispiel um etwa 400 bis 600 Euro. In Kombination mit einer PV-Anlage liegt das Einsparpotenzial noch höher: „Eine solarbetriebene Wärmepumpe plus Abdeckung reduziert die Kosten aus unserem Beispiel auf etwas mehr als 400 Euro pro Jahr, also eine Ersparnis von über 1.000 Euro“, beziffert Lucas Flügel den finanziellen Vorteil einer solarbetriebenen Poolheizung.

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Eine Investition, die sich schnell rechnet?

Im Vergleich zu den anderen solarbetriebenen Möglichkeiten hat diese Kombination einen wesentlichen Vorteil. „Eine Wärmepumpe kombiniert mit einer PV-Anlage arbeitet über das Jahr hinweg eher wetterunabhängig, das bedeutet, anders als beispielsweise die Solarheizmatte ist dieses System nicht so sehr von wolkigen und bedeckten Tagen betroffen. Um Strom zu erzeugen, reicht einer PV-Anlage auch diffuses Licht, also Sonnenlicht, das durch Wolken, Nebel oder Partikel in der Atmosphäre gestreut wird und nicht direkt auf die Solarmodule trifft“, erläutert BDSH-Pressesprecher Lucas Flügel.

Deswegen lohnt es sich, eine bereits vorhandene Wärmepumpe um eine PV-Anlage zu ergänzen. Wer seinen Pool regelmäßig nutzt, hat die Investitionskosten über die niedrigen Stromkosten schnell wieder getilgt. „Und zudem kann die Badesaison wegen der geringen laufenden Kosten früher starten und bis in den September verlängert werden“, ergänzt Lucas Flügel.

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