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Wie man sie loswird

Dunkle Flecken an der Hauswand? Die Mauerspinne kann dahinterstecken

Mauerspinne
Die Mauerspinne (Dictyna civica) ist zwar nur winzig klein, ihre dunklen Netze können an der Hauswand aber schnell zum Problem werden.Foto: dpa picture alliance

Manche Eigenheim-Besitzer kennen das Problem: An der Fassade sind grau-schwarze Flecken zu sehen, die immer mehr werden. Dahinter steckt meistens die Mauerspinne, die an der Außenwand von Häusern ihre Netze spinnt. Ob diese Spinnenart gefährlich ist und wie man sie loswerden kann, erfahren Sie hier.

Auf den ersten Blick sieht es aus, als hätte die Hauswand Ausschlag bekommen. Die unansehnlichen, schimmel-artigen Flecken fallen sofort ins Auge und verschandeln die Optik der Fassade. Übeltäter sind dabei die winzigen Mauerspinnen, die sich rasant ausbreiten können, wenn man nicht gegen sie vorgeht.

Warum breitet sich die Mauerspinne so schnell aus?

Die gute Nachricht vorab: Mauerspinnen (Dictyna civica), die zu den Kräuselspinnen zählen, sind winzig klein – sie werden nur bis zu drei Millimeter groß. Deshalb passen sie auch in die kleinsten Ritzen in der Hauswand. Ursprünglich stammen sie aus südlicheren Gefilden, mittlerweile sind sie jedoch über die Alpen auch nach Deutschland vorgedrungen. Die schlechte Nachricht: Die Mauerspinne hat sich inzwischen an die hiesigen klimatischen Umstände angepasst und breitet sich immer weiter aus.

Dazu passend: Wie gefährlich ist die Hauswinkelspinne wirklich?

Wo findet man die Mauerspinne vor?

Mit ihren kreisrunden, dunklen Netzen an der Fassade fängt die Mauerspinne ihre Beute – Insekten. Da diese von Licht angezogen werden, baut die Spinne ihre Netze vor allem an gut beleuchteten Stellen, wie das „Malerblatt“ berichtet. Deshalb fallen auch die Netze an der Fassade sofort ins Auge.

Zudem sind die Netze oft unter Fenstersimsen, Dachrinnen oder Balkonen anzufinden, da sie dort besser von der Witterung geschützt sind. Die Netze würden eigentlich nicht weiter auffallen, da sie eigentlich weiß sind. Allerdings landet dort – neben der Beute – allerlei Schmutz, weshalb die kreisrunden Flecken schnell ins Auge Fallen. Die Fassade wird dabei glücklicherweise nicht beschädigt.

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Wie kann man die dunklen Netze am besten entfernen?

Chemische Insektizide oder andere Mittel helfen gegen die Mauerspinne nicht langfristig weiter, zudem schaden sie auch anderen nützlichen Tieren und der Umwelt. Der Verband Schweizerischer Schädlingsbekämpfer empfiehlt in einer Broschüre eine mechanische Reinigung der befallenen Fassade. Dazu reicht auch bereits ein Besen, mit dem man die Hauswand von den Netzen und auch den Spinneneiern befreit. In härteren Fällen kann man sie auch mit dem Hochdruckreiniger behandeln. Warmes Wasser hat sich als besonders wirkungsvoll erwiesen. Allerdings sollte man beim Arbeiten mit dem Hochdruckreiniger darauf achten, die Fassade nicht zu beschädigen.

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Kann man vorbeugen?

Die Schweizer Schädlingsbekämpfer empfehlen einige Maßnahmen, um einem erneuten Befall mit der Mauerspinne vorzubeugen. Dazu zählen:

  • Glatte Oberflächen an der Hauswand: Bei einem Neuanstrich der Fassade sollten Risse und Vertiefungen geglättet werden.
  • Weniger direkte Beleuchtung: Da die Beute der Mauerspinne von Licht angezogen wird, lohnt sich eine dunklere Umgebung.
  • Dunklere Farbwahl: Eine dunklere Fassade ist für die Spinnen weniger attraktiv. Außerdem sind die Netze darauf weniger sichtbar.

Ist die Mauerspinne gefährlich?

An der Bausubstanz hinterlässt die Mauerspinne keinerlei Schäden. Auch für den Menschen ist die winzige und ungiftige Spinne nicht gefährlich. Ganz im Gegenteil: Mit ihren Netzen sorgt sie dafür, dass keine fliegenden Plagegeister wie beispielsweise Stechmücken durch das offene in die Wohnung gelangen. Der einzige Grund, die Mauerspinne und ihre Netze zu bekämpfen, ist also optischer Natur.

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