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Mit Duftstoffen

7 Pflanzen, die Maulwürfe und Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben

Wühlmaus unter einem Stein mit Moos und Gehölz
Bestimmte Pflanzen vertreiben die ungebetenen Wühlmäuse mit ihren Gerüchen aus dem GartenFoto: Getty Images

Eingegangene Pflanzen, eine ausbleibende Möhrenernte oder angenagte Blumenzwiebeln: Besuchen Wühlmäuse und Maulwürfe den Garten, bringt das Hobbygärtner schnell zur Verzweiflung. Oftmals hilft es jedoch schon, die richtigen Gewächse zu pflanzen. Bestimmten Pflanzen im Garten wird nämlich eine vertreibende Wirkung nachgesagt.

Wühlmäuse stehen nicht unter Naturschutz und dürfen im Garten bekämpft werden. Anders sieht es da allerdings mit dem Maulwurf aus. Er ist kein Gartenschädling und steht sogar unter Naturschutz. Auch wenn viele Hobbygärtner den emsigen Buddler ungern in ihren Beeten sehen, bekämpft werden darf er deshalb nicht vertrieben allerdings schon, und zwar auf schonende Art und Weise mit den richtigen Pflanzen. Denn bestimmte Pflanzen sollen Maulwürfe und Wühlmäuse mit ihren Gerüchen aus dem Garten vertreiben. Allerdings ist diese Wirkung nicht allgemeingültig und mitunter lokal verschieden. So reagiert nicht jede Wühlmaus gleich auf die für sie „stinkenden“ Gewächse. Daher gilt die Faustregel: Am besten auf Mischkulturen setzen, verschiedene Gewächse anpflanzen und selbst ausprobieren. Als besonders effektiv hat sich dabei ein gepflanzter Schutzring erwiesen. Dazu einfach die nachfolgenden Pflanzen um die zu schützenden Gewächse pflanzen.

7 Pflanzen, die Wühlmäuse und Maulwürfe nicht riechen mögen

Wühlmäuse und Maulwürfe orientieren sich mithilfe von Gerüchen. Ihre feinen Nasen wittern gekonnt Nahrung und Feinde. Doch nicht alle Gerüche locken die Wühler an. Im Gegenteil. Bestimmte, von Pflanzen abgesonderte Gerüche vertreiben Wühlmäuse und Maulwürfe sogar aus dem Garten.

1. Kaiserkronen (Frittilaria imperialis)

Orangfarbene Kaiserkronenblüte
Sehen schön aus und halten sogar noch Wühlmäse und Maulwürfe fern: KaiserkronenFoto: Getty Images

Diese giftigen Zwiebelpflanzen sind so gar nicht nach dem Geschmack der nervigen Nager. Der Geruch ihrer Knollen erinnert nämlich an den von Knoblauch – und den mögen Wühlmäuse und auch Maulwürfe überhaupt nicht. Mit ihren farbenprächtigen roten, orangen und gelben Blüten sind Kaiserkronen zugleich eine wunderbare Zierde für jedes Blumenbeet. Besonders effektiv vertreiben diese Zwiebelpflanzen die ungebetenen Gäste, wenn man sie nicht einzeln, sondern in Gruppen um die begehrten Pflanzen gruppiert. Die Zwiebeln werden im Herbst gesteckt. Im Frühjahr erfreuen sie mit ihren imposanten, farbenfrohen Blütenständen auf hohen Stielen.

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2. Knoblauch (Allium sativus) vertreibt Wühlmäuse und Maulwürfe

Knoblauchgeruch ist nicht jedermanns Sache, aber vor allem nicht der von Wühlmäusen. Der NABU empfiehlt deshalb Knoblauch anzupflanzen, um Wühlmäuse zu vertreiben. Eine Umpflanzung der aromatischen Pflanzen solle demnach einzelne Pflanzen besonders gut schützen. Eine ähnliche Wirkung wird auch weiteren Gewächsen der Allium-Pflanzenfamilie nachgesagt. Dazu zählen auch die Knoblauchziergewächse, wie Zierlauch.

3. Gemeine Hundszunge (Cynoglossum officinale)

Gemeine Hundszunge im Beet
Die Hundszunge soll Wühlmäuse aus dem Garten vertreibenFoto: Getty Images

Auch die Gemeine Hundszunge soll wahre Wunder im Kampf gegen gefräßige Nager wirken. Von Mai bis Juli bereichert sie den Garten mit ihren erst dunkelviolett, dann braunrot gefärbten Blüten. Ideal ist diese Pflanze besonders für sandige Standorte. Ihren Namen verdankt sie im Übrigen ihren rauen Blättern, die an eine raue Hundezunge erinnern sollen.

4. Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris)

Kreuzblättrige Wolfsmilch
Auch die Kreuzblättrige Wolfsmilch zählt zu den Pflanzen, die Wühlmäuse und Maulwürfe aus dem Garten vertreibenFoto: Getty Images

Die Kreuzblütrige Wolfsmilch trägt auch den Namen Wühlmaus-Wolfsmilch. Die grünen Früchte der zweijährigen Pflanze erinnern an Erbsen. Jedoch sind alle Teile der Pflanze giftig und daher für Gärten, in denen Kinder spielen, ungeeignet.

5. Mit Steinklee (Melilotus officinalis) Wühlmäuse vertreiben

Seinkleezweig mit kleinen gelben Blüten
Steinklee ist bei Bienen begehrt, bei Wühlmäusen und Maulwürfen dagegen nichtFoto: Getty Images

Steinklee, auch Honigklee genannt, zieht Bienen magisch an. Wühlmäuse und Maulwürfe lockt er dagegen nicht an, sondern vertreibt sie zuverlässig. Das ein- bis zweijährige Kraut ist sehr beliebt als Weidepflanze, vor allem als Bienenweide. Der Echte Steinklee kann zudem als Heilpflanze verwendet werden.

Hierzu passend: Was hilft gegen Wühlmause im Garten?

6. Tagetes (tagetes)

Tagetes in einer Reihe im Garten gepflanzt
Tagetes, auch als Studentenblumen bekannt, sehen nicht nur schön aus, sondern vertreiben auch gefrässige Wühlmäuse. Nacktschnecken lieben diese Pflanzen jedoch.Foto: Getty Images

Die Tagetes sind beliebte Beetpflanzen, die den gesamten Sommer bis zum ersten Frost mit ihren farbenfrohen Blüten begeistern. Wie sinnvoll sie Maulwürfe und Wühlmäuse vertreiben, darüber gehen allerdings die Meinungen auseinander, vor allem bei neueren, weniger duftintensiven Sorten. Besonders unattraktiv für die ungebetenen Besucher soll jedoch die alte Sorte „Tagetes patula“ sein. Die auch als Studentenblumen bekannten Pflanzen bekämpfen übrigens auch Fadenwürmer/Nematoden.

7. Wunderbaum (Ricinus communis)

Zweig mit Blüten eines Wunderbaumes
Imposant anzuschauen und Wühlmausschreck in einem: der WunderbaumFoto: Getty Images

Deshalb vorsichtshalber diese Pflanze in Gärten, in denen Kinder spielen, nicht anpflanzen und auf andere Alternativen zurückgreifen.

Ablenken statt vertreiben: 4 Pflanzen, die Wühlmäuse lieben

Es gibt Pflanzen, um die Maulwürfe und Wühlmäuse einen großen Bogen machen. Und es gibt Pflanzen, die sie regelrecht anziehen. Auch dies kann eine sehr effektive Methode sein, um die gefräßigen Besucher von den Gartenpflanzen abzulenken und wegzulocken. So können alternativ auch Tulpenzwiebeln gesteckt oder Sellerie, Topinambur oder Mohrrüben als „Magnet“ gepflanzt werden. Idealerweise pflanzt man diese weit entfernt, beispielsweise an den Rand des Gartens oder an die Grundstücksgrenzen.