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Farbtupfer für dunkle Ecken

10 blühende Schattenpflanzen für den Garten

Gedenkemein, Omphalodes verna
Das Gedenkemein lässt von Mai bis Juni schattige Ecken im Garten erblühen – und ist dazu auch pflegeleichtFoto: Getty Images

Neben Wasser und Kohlendioxid brauchen Pflanzen Licht, um zu wachsen und zu gedeihen. Doch auch für die schattigen Plätzchen im eigenen Garten gibt es blühende Pflanzen, die bereits mit wenig Licht zufrieden sind.

Nicht jede Pflanze steht gerne im prallen Sonnenlicht. So bevorzugen zum Beispiel Schattenpflanzen eher einen Platz, der nur natürliches Licht erhält und keine direkten Sonnenstrahlen. Dadurch sind sie ideale Kandidaten für den Blumenkasten auf der Nordseite des Hauses oder natürlich einen schattigen Platz im Garten. Diese müssen dabei nicht immer nur grün sein. Zehn blühende Schattenpflanzen für Balkon und Garten im Überblick.

Durch Neuzüchtungen und Import aus Fernost ist die Auswahl von Schattenpflanzen in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Inzwischen existieren hierzulande sogar schon mehr unterschiedliche Rhododendronarten als in ganz Asien. Grund genug, um sich einmal etwas genauer mit den pflanzlichen Schwachlichtexperten auseinanderzusetzen.

Schattenpflanzen: Blühende und nicht blühende Gewächse

Während sonnenliebende Pflanze meist kleine, dicke Blätter besitzten, zeichen sich schattenliebende Gewächse in der Regel durch flache Wurzeln und eine sehr große Blattfläche aus. Die großen Blätter ermöglichen es den Pflanzen, dass sie das wenige Sonnenlicht in dunkleren Gartenpartien einfangen und für die Photosynthese verwenden können. Pflanzen wie zum Beispiel Efeu, Farne, Funkien oder auch Bärlauch sind allerdings eher für ihr Blattwerk bekannt und weniger für ihre Blütenpracht.

Zwar weisen Schattenpflanzen bei Weitem nicht so einen üppigen Blütenreichtum auf wie Sonnenpflanzen, dass es aber durchaus auch im Schatten bunt zugehen kann, beweisen unter anderem Bergenie, Lerchensporn, Rhododendron, Hainblume oder Krötenlilie. Am besten kombiniert man verschiedene Arten und gestaltet eine harmonische Beet-Gemeinschaft mit einem Mix aus unterschiedlichen Staudenhöhen, Zwiebelblumen, Waldgräsern und Kletterpflanzen. Dabei sind der Kreativität auch bei reizvollen Farbkontrasten keine Grenzen gesetzt. . Violett und Gelb passen zum Beispiel perfekt zueinander.

Tipp: Damit das Beet das ganze Jahr über aufblüht, pflanzt man Frühblüher wie zum Beispiel Krokusse, Narzissen und Maiglöckchen zusammen mit Spätblühern wie Waldglockenblumen, Hortensien oder Astilben.

Worauf kommt es bei Schattenpflanzen an?

Schattenpflanzen haben empfindliches Laub. Wenn die Gewächse zu viel Licht erhalten, verbrennen ihre Blätter. Zwar vertragen die meisten Gewächse natürlich auch etwas Sonne, am liebsten mögen sie es dann aber doch schattig, zumal das Sonnenlicht den Boden auf Dauer austrocknet. Drei Stunden Sonne pro Tag sind ideal.

Tipp: Viele Hobbygärtner machen den Fehler, dass sie Schattenpflanzen zu selten gießen. Man sollte also darauf achten, dass man neben Sonnenpflanzen auch schattig gelegenere Beete immer mit ausreichend Wasser versorgen. Ansonsten gilt, dass auch schattige Plätze im Garten regelmäßig gemulcht werden. Zudem den Boden unter den unterpflanzten Gehölzen gut bedeckt halten, um sie mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Vor dem Einpflanzen den Boden mit etwas Kompost anreichern.

Wieviel Licht brauchen Schattenpflanzen?

Schatten ist nicht gleich Schatten: Während etwa das Ruprechtskraut als pflanzlicher Überlebenskünstler mit gerade einmal 0,25 Prozent des normalen Tageslichts auskommt und Efeu, Haselwurz oder Funkien Lichtarmut aus Wäldern gewohnt sind, benötigen einige Gewächse zumindest einen halben Tag Sonne. Sie gelten daher als Halbschattengewächse. Dazu zählen etwa Hortensien, Waldrebe und Eisenhut.

Der ideale Standort für blühende sowie nicht blühende Schattenpflanzen ist unter Laubgehölzen und Baumkronen, da hier in der Regel genau das richtige Maß an Lichtintensität durchscheint. Ein Großteil der Gewächse ist zudem winterhart und verzaubert Ihren Garten über mehrere Jahre.

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10 blühende Schattenpflanzenarten im Überblick

Ruprechtskraut

Schwachlicht-Spezialist: Die zarten Blätter und rosafarbenen Blüten setzen von Mai bis Oktober nicht nur im Wald, sondern auch im heimischen Garten farbliche Akzente an schattigen Orten. Dabei genügt den zierlich belaubten Schattenpflanzen schon 0,25 Prozent der normalen Tageslichtdosis zum Wachsen.

Blühende Schattenpflanzen: Ruprechtskraut, Geranium robertianum
Ruprechtskraut oder stinkender Storchenschnabel besitzt eine entzündungshemmende WirkungFoto: Getty Images

Lerchensporn

Cleverer Schattenparker: Lerchensporne zählen zu den Erdrauchgewächsen und wachsen bevorzugt unter kahlen Baumkronen. Die Blütezeit ist zwischen Mai und September. Lichtarmen Zeiten gehen die winterharten Schattenpflanzen aus dem Weg.

Blühende Schattenpflanzen:
Vom Lerchensporn gibt es ungefähr 300 Arten Foto: Getty Images

Eisenhut

Idealer Bodendecker für schattige Bereiche: Der Eisenhut ist eine heimische Waldpflanze und zudem die giftigste auf europäischen Böden. Die Blüten blühen von Juni bis in den Herbst hinein, dadurch sorgt die blühende Schattenpflanze an jedem dunklen Ort für Farbe.

Giftige Pflanzen im Garten: Eine Biene fliegt an eine leuchtend blaue Blüte des Einsenhuts

Eisenhut ist für Bienen kein Problem, für Menschen ist die Pflanze toxischFoto: Getty Images

Gedenkemein

Himmelblauer Blütenzauber für den Halbschatten: Gedenkemein, auch bekannt als Lichtnelke oder Frühlings-Nabelnüsschen, ist besonders pflegeleicht. Diese blühende Schattenpflanze bringt dunkle Ecken von Mai bis Juni für kurze Zeit zum Leuchten.

Blühende Schattenpflanzen: Gedenkemein, Omphalodes verna
Gedenkemein oder auch Lichtnelke oder Frühlings-Nabelnüsschen Foto: Getty Images

Prachtspieren

Zarte Blütenrispen in strahlenden Farben: Prachtspieren oder Astilben stammen ursprünglich aus Asien, haben aber längst auch in unseren Gärten ein Zuhause gefunden. Die aufrechten, fedrigen Blütenkerzen dieser Schattenpflanzen blühen je nach Sorte von Juni bis September auf.

Blühende Schattenpflanzen: Prachtspieren (Astilbe)
Prachtspieren, auch Astilben genannt, ist winterhartFoto: Getty Images

Bergenie

Robuste, wintergrüne Frühblüher: Bergenien wachsen bis zu 50 Zentimeter hoch und eignen sich am besten für den Halbschatten. Etwas mehr Sonne macht den blühenden Schattenpflanzen jedoch auch nichts aus. Ihre Hochphase haben Bergenien im Frühjahr. Ein zweites Mal erblühen sie im Herbst, wenn man sie zurückschneidet.

Blühende Schattenpflanzen: Bergenia (Bergenia cordifolia)
Als Bodendecker eignet sich die BergenieFoto: Getty Images

Dazu passend: Bergenie – die unverwüstliche Staude für den Garten

Hainblume

Kurzstielige Einjahrespflanze: Die Hainblume verzaubert schattige Beete von Juni bis September und gedeiht am besten zwischen Hecken und unter Bäumen. Sehr dunkle Ecken sollte man jedoch vermeiden.

Blühende Schattenpflanzen:
Die Hainblume besitzt strahlend blaue BlütenblätterFoto: Getty Images

Bleiwurz

Winterharte Riesenstaude: Die Blütezeit der Bleiwurz reicht von Mai bis September. Diese blühende Schattenpflanze kann bei lichtarmen Verhältnissen bis zu 2,50 Meter hoch wachsen.

Blühende Schattenpflanzen: Kap-Bleiwurz (Plumbago auriculata)
Das Kap-Bleiwurz stammt aus SüdafrikaFoto: Getty Images

Krötenlilie

Dekorativer Spätblüher: Die Krötenlilie stammt ursprünglich aus Japan und verzaubert das Beet lediglich von September bis Oktober. Da die Pflanze sehr frostempfindlich ist, darf man sie nach der Blüte nicht zurückschneiden.

Blühende Schattenpflanzen: Krötenlilie (Tricyrtis)
Gegen Krankheiten und Schädlinge ist die Krötenlilie unempflindlich Foto: Getty Images

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Rhododendron

Bei Hobbygärtnern eine besonders beliebte blühende Schattenpflanze: Der Rhododendron ist ursprünglich eine asiatische Pflanze, die inzwischen auch hierzulande häufig den Wegesrand verschönert. Die Blütezeit ist jährlich schwankend, in der Regel aber von Januar bis August.

Rhododendron
Der Rhododendron blüht auch im SchattenFoto: Getty Images