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Aussaat, Pflege, Schädlinge, Ernte

Brokkoli im Garten ganz einfach selbst anbauen

Brokkoli anbauen im Garten
Wenn der Brokkoli so aussieht, ist er reif für die ErnteFoto: Getty Images

Brokkoli (auch Broccoli) oder Spargelkohl stammt ursprünglich wohl aus dem östlichen Mittelmeer oder Kleinasien und verbreitete sich schließlich über Italien in ganz Europa und weltweit. Das Kreuzblütengewächs ist eng mit dem Blumenkohl verwandt und steckt voller Nährstoffe: Mineralien, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Brokkoli kann man ganz einfach im Garten anbauen. Hier erfahren Sie, was Sie dabei beachten müssen.

Aus gesundheitlicher Sicht ist Brokkoli das perfekte Gemüse: Neben hohen Anteilen an Kalium, Phosphor, Eisen und Zink ist er reich an Vitamin C und Carotin sowie Sulforaphan, einem stark antioxidativ wirkenden Senföl. Darüber hinaus enthält Brokkoli (botanisch: Brassica oleracea var. italica) für eine Pflanze auch eine ordentliche Menge Eiweiß. In der Küche findet das hervorragend schmeckende Kreuzblütengewächs in vielen Rezepten Verwendung. Es gibt also viele gute Gründe, ihm auch im Garten einen Platz einzuräumen, denn: Brokkoli anbauen ist relativ einfach, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Brokkoli anbauen im Garten: Standort und Aussaat

Brokkoli kann man auf der Fensterbank, im Gewächshaus oder gewärmten Frühbeet von Januar bis März vorziehen. Die Samen werden dazu nur etwa zwei Millimeter mit Erde bedeckt. Nach etwa sechs Wochen sind die Pflanzen circa 10 Zentimeter hoch. Sobald keine Frostperioden mehr zu erwarten sind – etwa im Mai – kann man den vorgezogenen Brokkoli mit einem Abstand von 50 Zentimetern ins Beet setzen. Wer die Setzlinge früh im Jahr draußen einpflanzt, sollte sie unbedingt vor Frost schützen. Decken Sie den Brokkoli dann mit einer Folie oder Vlies ab. Ab Mai ist die Anzucht auch direkt im Beet möglich.

Im Garten bevorzugt Brokkoli einen sonnigen und windgeschützten Standort.

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Brokkoli anbauen: Anzucht
Die perfekte Zeit, um Brokkoli vorzuziehen, ist von Januar bis März. Dafür kann man wie hier spezielle Pflanztöpfe verwenden.Foto: Getty Images

Pflege des Brokkoli und Schädlinge

Da es sich beim Brokkoli um eine starkzehrende Pflanze handelt, eignet sich als Dünger frischer Kompost oder Stallmist. Regelmäßiges Gießen ist beim Sprossenkohl unerlässlich. Um die Feuchtigkeit im Boden zu speichern, kann man außerdem mulchen. Zusätzlicher Nutzen: Durch die Mulchschicht aus Rasenschnitt oder anderem organischen Material wird dem Brokkoli zum Wachsen benötigter Stickstoff zugeführt. Der Boden um die Pflanze sollte regelmäßig aufgelockert werden, zum Beispiel mit einer Hacke.

Wie alle Kohlsorten ist auch der Brokkoli beliebt bei Schädlingen wie der Kohlhernie und Kohlfliege. Aber auch der Kohlweißling und Erdflöhe können ihm zu schaffen machen. Kohlfliegen befallen den Brokkoli bevorzugt im Juli. Sie legen ihre Eier an den Wurzeln der noch jungen Pflanze ab; die dort schlüpfenden Maden fressen an der Wurzel und schädigen sie dadurch. Schutz bieten sogenannte Kohlkragen aus Pappe, die man um den unteren Teil der Pflanze legt und auf dem die abgelegten Fliegeneier vertrocknen.

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Brokkoli-Sorten und Ernte

Die am meisten verbreitete Sorte des Kreuzblütengewächses ist der Brokkoli Calabrese mit einem großen Fruchtstand und mehreren kleinen Röschen, die tiefer am Stamm ansetzend darum verteilt sind. Der Sproutingkohl ist eine besondere Brokkoli-Sorte aus England, die auch überwintern kann. Diese Sorte kann dann unter günstigen klimatischen Bedingungen schon zwischen März und Mai geerntet werden. Sie bildet viele kleinere Fruchtstände aus.

Geerntet wird Brokkoli zwischen Juni und Ende September. Man sollte darauf achten, dass die grünen Blütenstände fest und geschlossen sind, sobald sie sich öffnen und gelblich scheinen, ist der Reifepunkt überschritten.

(Josefine Schubert)