10. Mai 2026, 6:09 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Bäume spenden Schatten, verbessern das Klima und machen jeden Garten lebendiger. Doch so schön sie auch sind: Einige Baumarten bringen mehr Nachteile als Vorteile mit sich. Ob aggressives Wurzelwachstum, enorme Wuchshöhen oder eine hohe Anfälligkeit für Krankheiten: bestimmte Bäume können schnell zur Belastung werden. Damit der Garten dauerhaft Freude macht und keine unerwarteten Probleme entstehen, lohnt es sich, problematische Arten von vornherein zu meiden.
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1. Amerikanische Traubenkirsche (Prunus serotina)
In ihrer Heimat Nordamerika wächst die Amerikanische Traubenkirsche als imposanter Baum. Hierzulande wächst sie eher strauchartig. Trotz einer weißen Blüte im Mai und Juni sowie essbaren Früchten ist vom Anbau des anspruchslosen Zierbaums im Garten abzuraten. Es handelt sich nämlich um eine invasive Baumart. Die Amerikanische Traubenkirsche verdrängt heimische Pflanzenarten, da sie sich schnell ausbreitet.
Außerdem bietet der Zierbaum nur wenig Nutzen für hiesige Insekten und andere Tiere. Neben den ökologischen Nachteilen kann der Baum auch Probleme für Gartenbesitzer bereiten. Er bildet nämlich Wurzelausläufer aus, mit denen er benachbarte Flächen besiedelt. Somit ist die Ausbreitung des Baums in eigenen sowie benachbarten Gärten nur schwer zu kontrollieren.
Alternativen:
- Eberesche (Sorbus aucuparia)
- heimische Traubenkirsche (Prunus padus)
- Vogelkirsche (Prunus avium)
2. Götterbaum (Ailanthus altissima)
Der Name des Götterbaums lässt auf einen imposanten Baum schließen, der den Garten bereichert. In Wahrheit sollte man lieber die Finger von ihm lassen, denn der Götterbaum steht auf der EU-Liste der invasiven Arten. Er darf also nicht mehr gepflanzt, verkauft oder importiert werden. Und dabei wächst er fast überall – und das besonders schnell. Der Götterbaum gilt als extrem invasiv, da er stark austreibt und wächst. Daher hat er übrigens auch seinen Namen.
Die Pflanze hat einen starken Überlebenswillen und kann beim Wachsen sogar Pflaster und Mauern beschädigen. Das Bekämpfen des Baumes ist daher sehr schwer. Hinzu kommt, dass die Pollen des Götterbaums gesundheitsschädlich sein können.
Alternativen:
- Feldahorn (Acer campestre)
- Speierling (Sorbus domestica)
- Elsbeere (Sorbus torminalis)
3. Lebensbaum (Thuja)
Auch der Lebensbaum hat einen harmlosen Namen, ist für die hiesige Natur jedoch problematisch. Auf diesen Baum sollte man im Garten daher unbedingt verzichten, dabei findet man Thuja in Form von Hecken hierzulande oft vor. Hobbygärtner, die mit dem Gedanken spielen, eine Thujahecke im Garten anzulegen, sollten bedenken, dass der Lebensbaum ökologisch fast wertlos ist. Die Pflanzen bieten kaum Nahrung für Insekten und Vögel.
Außerdem hemmt er das Wachstum anderer Pflanzen, da der Boden durch herunterfallende Nadeln sauer wird. Die Nadeln enthalten zudem viel Harz. Das macht sie leicht entflammbar.
Alternativen:
- Eibe (Taxus baccata)
- Stechpalme (Ilex aquifolium)
- Wacholder (Juniperus communis)
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4. Rhododendron
Der Rhododendron ist hierzulande als Strauch bekannt und beliebt. Man sieht die Pflanze häufig in Parks. Einige Arten können allerdings auch als Baum wachsen. Egal, ob es sich um einen Strauch oder einen Baum handelt, der Rhododendron gehört eigentlich nicht in hiesige Gärten. Er hat kaum ökologischen Nutzen, denn er bietet kaum Nektar oder Lebensraum für heimische Tiere.
Hobbygärtner sollten zudem bedenken, dass Rhododendron giftig ist – sowohl für Menschen als auch für Haustiere wie Hunde.
Alternativen:
- Heckenrose (Rosa canina)
- Felsenbirne (Amelanchier)
- Schneeball (Viburnum opulus)
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5. Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
Der ökologische Nutzen ist auch beim Kirschlorbeer sehr gering. Sowohl Insekten als auch Vögel meiden den Baum. Die Blätter und Samen sind für Menschen und Tiere giftig. Zudem ist es eine invasive Art, die sich unkontrolliert ausbreitet. Aus diesem Grund steht der Baum auf der grauen Liste der potenziell invasiven Arten des Bundesamtes für Naturschutz.
Alternativen:
- Hainbuche (Carpinus betulus)
- Liguster (Ligustrum vulgare)
- Rotbuche (Fagus sylvatica)
6. Scheinzypresse (Chamaecyparis)
Die Scheinzypresse ist oft als Heckenpflanze in hiesigen Gärten zu finden, dabei ist sie ökologisch nahezu wertlos. Wie auch bei den anderen Bäumen, auf die man im Garten besser verzichten sollte, bedeutet das, dass die Zypresse kaum Lebensraum für Tiere bietet.
Ähnlich wie beim Lebensbaum, auch als Thuja bekannt, verschlechtert die Pflanze den Boden. Grund sind die Nadeln, die den Boden versauern.
Alternativen:
- Eibe (Taxus baccata)
- Wacholder (Juniperus communis)
- Stechpalme (Ilex aquifolium)