Manche Pflanzen sind bei Hobbygärtnern beliebt, während sie bei Naturschützern die Alarmglocken läuten lassen. Welche das sind und zu welchen Alternativen besser gegriffen werden sollte.
Viele Ziersträucher und Hecken werden aus fernen Ländern importiert und finden hierzulande großen Anklang bei Hobbygärtnern. Dazu gehören unter anderem Thuja, Rhododendron oder die Lorbeerkirsche. Alle drei Pflanzen machen optisch viel her, liefern ökologisch aber keinen Nutzen, fördern das Insektensterben und werden deshalb sogar als umweltschädlich angesehen.
Drei umweltschädliche Pflanzen, auf die man besser verzichtet
Beim Bepflanzen des Gartens sollte es nicht nur nach der Optik und dem Pflegeanspruch gehen, denn häufig punkten so genau die Pflanzen, die man besser nicht im Garten kultivieren sollte. Dazu gehören auch die folgenden drei.
1. Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus)
Die Lorbeerkirsche wird häufig Kirschlorbeer genannt Foto: Getty Images
Die Lorbeerkirsche, häufig Kirschlorbeer genannt, ist bei Hobbygärtnern als Heckenpflanze beliebt. Nabu-Geschäftsführer Sönke Hofmann sieht in der immergrünen Pflanze allerdings eher eine „hochgiftige, ökologische Pest“ für die Natur. Sie verdrängt heimische Pflanzen, wodurch Nahrungsquellen für Insekten sowie Vögel schwinden.
2. Rhododendron (Rhododendron)
Der Rhododendron ist nicht nur wegen seiner farbenprächtigen Blüten beliebt Foto: Getty Images
Das Gleiche gilt für den Rhododendron, der ebenfalls als umweltschädliche Pflanze gilt. Auch er verdrängt heimische Pflanzen, ohne Insekten oder Vögeln dabei einen Mehrwert zu bieten.
3. Lebensbaum (Thuja)
Als Heckengewächs sieht man sie öfters. Ob viele Gärtner wissen, wie giftig die Thuja ist? Foto: Getty Images
Diese umweltschädliche Pflanze ist eine Zypressenart, die aufgrund ihres dichten Wuchses häufig als Hecke Verwendung findet. Auch sie ist giftig und hat zudem, genau wie ihre zwei Vorgängerinnen, keinen ökologischen Nutzen.
Umweltfreundliche Alternativen für den Garten
Auf die genannten umweltschädlichen Pflanzen könne Hobbygärtner leicht verzichten, denn es gibt einige ökologisch wertvolleren Alternativen. Als Sträucher eignen sich:
Weißdorn (Crataegus): Rosengewächs mit weißen oder rosafarbigen Blüten
Schlehe/Schwarzdorn (Prunus spinosa): weiße Blüten, Früchte kann man ernten und verarbeiten
Haselnussbaum (Corylus colurna): besondere Fruchtstände, gelbe Färbung im Herbst
Wer auf der Suche nach umweltfreundlichen, blickdichten Hecken ist, greift am besten zu:
Eibe (Taxus baccata): sehr vielseitig, außerdem als Formgehölz beliebt
Vogelkirsche (Prunus avium): blütenreiches Ziergehölz, besonders attraktiv für Wildvögel
Hagebuttenrosen: verschiedene Sorten mit bunten Blüten sowie Früchten
Hartriegel (Cornus): schöne Blüten sowie Früchte, farbenfrohes Herbstlaub
Sal-Weide (Salix caprea): große gelbe Blüten bereits im Frühjahr
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