30. September 2026, 15:04 Uhr |
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Im Herbst endet für viele Kräuter die Wachstumsphase. Doch bevor Minze, Oregano und Co. in die Winterruhe gehen, kann sich ein gezielter Rückschnitt lohnen. Er entfernt alte oder abgestorbene Triebe, hält die Pflanzen gesund und sorgt dafür, dass sie im nächsten Frühjahr wieder kräftig austreiben. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering nennt vier Kräuter, die man im Herbst schneiden sollte.
Oregano zählt zu den Kräutern, die nach der Blüte häufig etwas aus der Form geraten. Die Triebe werden lang, teilweise verkahlen sie im unteren Bereich. Wer die Pflanze im Herbst zurückschneidet, sorgt für einen dichteren Wuchs und verhindert, dass sie im kommenden Jahr auseinanderfällt.
Dabei müssen nicht nur verblühte Blütenstände entfernt werden. Auch ältere und schwächere Triebe können eingekürzt werden. So konzentriert die Pflanze ihre Energie auf gesunde Triebe und startet im Frühjahr kräftig in die neue Saison.
Minze braucht die alten Triebe nicht mehr
Minze gehört zu den Kräutern, die sich über den Winter vollständig in den Boden zurückziehen. Die oberirdischen Triebe sterben nach den ersten kalten Nächten meist ab und haben anschließend keine Funktion mehr.
Deshalb können die Stängel im Herbst bodennah abgeschnitten werden. Das sorgt für ein aufgeräumteres Beet und entfernt abgestorbenes Pflanzenmaterial. Im Frühjahr treibt die Minze wieder frisch aus ihrem Wurzelstock aus.
Die Zitronenmelisse zeigt zum Ende des Sommers häufig deutliche Gebrauchsspuren. Viele Triebe knicken um, die Blätter verlieren an Aroma oder verfärben sich. Ein Rückschnitt schafft deshalb nicht nur Ordnung im Beet, sondern entfernt auch Pflanzenteile, die ohnehin bald absterben würden.
Da die Pflanze als Staude überwintert und im Frühjahr neu austreibt, schadet ein kräftiger Rückschnitt nicht. Im Gegenteil: Die Zitronenmelisse kann sich dadurch vollständig auf den Neuaustrieb im kommenden Jahr konzentrieren.
Estragon startet nach dem Winter kräftiger durch
Estragon wird oft bis in den Herbst hinein geerntet. Sind die letzten Triebe abgeerntet, kann die Pflanze zurückgeschnitten werden. Dabei werden vor allem ältere, schwache oder bereits abgestorbene Triebe entfernt.
Da sich Estragon als Staude über den Winter in den Boden zurückzieht, werden die oberirdischen Pflanzenteile ohnehin nicht mehr benötigt. Ein Rückschnitt sorgt deshalb für ein gepflegtes Beet und entfernt Pflanzenreste, die in der kalten Jahreszeit unnötig stehen bleiben würden. Im Frühjahr treibt der Estragon dann wieder frisch aus seinem Wurzelstock aus.
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