26. März 2026, 12:08 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Zucchini sind dankbare Pflanzen im Gemüsegarten. Damit die Ernte möglichst reichlich ausfällt, sollten die Pflanzen vorgezogen werden. myHOMEBOOK erklärt, wie es geht und worauf man achten sollte.
Wenn ihre Ansprüche erfüllt werden, liefern schon zwei bis drei Pflanzen in der Regel genug Zucchini für eine vierköpfige Familie. Alles, was die Pflanzen dafür brauchen, ist ein sonniger, warmer und windgeschützter Platz sowie ein lockerer, nährstoffreicher Boden. Zucchini können im Haus vorgezogen werden, um Mitte Mai als Jungpflanzen ins Freie zu ziehen.
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Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat
Zucchini wachsen schnell. Zwischen Aussaat und erster Ernte liegen oft nur acht Wochen. Sie lassen sich am besten auspflanzen, wenn die Jungpflanzen nach den Keimblättern die ersten beiden echten Laubblätter gebildet haben und das nächste Blatt schon im Ansatz zu sehen ist. Wer zu lange wartet, hat schnell überständige Jungpflanzen, die im Topf weiterwachsen müssen, obwohl der Wurzelraum schon knapp wird. Solche Pflanzen haben es nach dem Umzug ins Freie oft schwerer mit dem Anwachsen. Beginnt die Anzucht im Haus Mitte bis Ende April, haben die Jungpflanzen nach den Eisheiligen, wenn es ins Freie geht, genau das richtige Entwicklungsstadium erreicht.
Die richtige Temperatur für eine erfolgreiche Keimung
Die ideale Keimtemperatur für Zucchini liegt konstant zwischen 20 und 22 Grad. In diesem warmen Bereich entwickeln sich die Samen besonders zuverlässig und gleichmäßig. Unter optimalen Bedingungen zeigen sich die ersten Keimlinge meist schon nach etwa einer Woche.
Vorbereitung und Aussaat
Zucchini mögen es nicht, pikiert zu werden. Daher ist es sinnvoll, sie von vornherein in Einzeltöpfchen zu säen, in denen sie von der Aussaat bis zur Pflanzung stehen bleiben können. Ein Topfdurchmesser von mindestens acht Zentimetern bietet den wuchsstarken Pflanzen ausreichend Platz. Löcher am Boden der Töpfe sorgen dafür, dass überschüssiges Gießwasser abfließen kann.
Zuerst wird Anzuchterde in die Aussaatgefäße gefüllt und leicht festgedrückt. Dann werden mit einem Pikierstab oder einem Bleistift 2 bis 3 Zentimeter tiefe Löcher in die Erde gebohrt. Pro Topf wird ein Samen versenkt und mit Erde bedeckt. Danach wird angegossen.
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Wasser und Licht
Weil die Erde jetzt nicht mehr austrocknen darf, ist eine regelmäßige Kontrolle empfehlenswert. Wer sich die Arbeit erleichtern möchte, deckt die Töpfe mit Klarsichtfolie ab oder stellt sie in ein Zimmergewächshaus. Das sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt. Etwa einmal am Tag sollten Folie oder Gewächshausdeckel zum kurzen Lüften abgenommen werden.
Sobald die Pflänzchen die Erde durchstoßen, sollten sie an einen kühleren Platz umziehen. Idealerweise liegen die Temperaturen dann bei 15 bis 18 Grad. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Pflanzen von nun an so viel Licht wie möglich bekommen. Die Abdeckung – falls vorhanden – ist nun nicht mehr nötig.
Pflege bis zum Auspflanzen
Bis zum Umzug ins Freie brauchen die jungen Zucchinipflanzen immer ausreichend Wasser. Staunässe ist aber unbedingt zu vermeiden. Da die Standzeit in den Töpfen recht kurz ist, ist eine Düngung vor dem Auspflanzen meist nicht nötig.
Mindestens eine Woche bevor die Jungpflanzen nach draußen ziehen, sollten sie an die Bedingungen im Freiland gewöhnt werden. Dazu werden sie bei milden Temperaturen anfangs für einige Stunden pro Tag an einen schattigen, windgeschützten Platz gestellt. Nach und nach kann der Aufenthalt im Freien immer länger dauern und der Standort sollte langsam immer sonniger liegen. Wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, geht es Mitte Mai dann gut vorbereitet nach draußen.
Tipp für extra viele Zucchini
„Wer die Erntemengen in die Höhe treiben möchte, kann bei Auspflanzen gleich noch einmal aussäen. Dann aber nicht mehr im Haus, sondern direkt im Beet. Diese gestaffelte Aussaat kann die Zucchini-Saison um einige Wochen verlängern.“