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Größe, Belag, Beleuchtung

12 Fehler, die man beim Planen der Terrasse vermeiden sollte

Fehler, die man beim Planen einer Terrasse vermeiden sollte
Beim Planen einer Terrasse gibt es einige Fehler, die häufig auftreten Foto: Getty Images

Eine Terrasse zu planen und anzulegen, ist ein echtes Großprojekt. Die Möglichkeiten sind dabei nahezu grenzenlos. Deshalb ist die Gefahr groß, bei der Planung wichtige Punkte nicht zu berücksichtigen. Ist die Terrasse erst einmal an Ort und Stelle, lässt sie sich nicht mehr ohne Weiteres umbauen.

Jede Menge Platz für sommerliche Grill- oder Spielabende, eine Erweiterung des Wohnzimmers oder auch eine Outdoor-Küche – all dies ist auf einer Terrasse möglich. Vorausgesetzt, sie ist gut durchdacht und geplant. Deshalb sollte man sich im Vorfeld überlegen, wofür sich die Terrasse später eignen soll und wofür man sie hauptsächlich nutzen wird. Wie viel Platz sollte es geben? Aus welchem Material soll sie bestehen? Aus diesen Fragen ergibt sich letztendlich auch der Preis. Auch aus diesem Grund lohnt es sich, die Terrasse gründlich zu planen und die Kosten zu kalkulieren.

1. Fehler: Beim Planen der Terrasse die Größe unterschätzen

Generell stellt die Terrasse das Bindeglied zwischen Garten und Wohnung beziehungsweise Haus dar. Deshalb sollte sie auch eine angemessene Größe haben. Ist sie zu klein, passt womöglich die Sitzecke nicht ganz darauf, zu große Flächen können schnell ungemütlich wirken – von den höheren Kosten mal ganz abgesehen. Eine Sitzecke mit vier Stühlen, einer Liege und einem entsprechenden Tisch können schnell viel Platz beanspruchen. Für eine Sitzmöglichkeit sollte man folgende Flächen einplanen:

  • Kleine Sitzmöglichkeit mit Tisch und vier Stühlen: neun Quadratmeter
  • Mittelgroße Sitzmöglichkeit mit Tisch und sechs Stühlen: zwölf Quadratmeter
  • Große Sitzmöglichkeit mit Tisch und zwölf Stühlen: 20 Quadratmeter

Formel für den Platzbedarf auf der Terrasse:
(Tischlänge plus 1 Meter) mal (Tischbreite plus zweimal Stuhltiefe plus 1 Meter)

2. Fehler: Der falsche Standort für die Terrasse

Ebenso wichtig wie die Größe ist der geeignete Standort für die Terrasse. Die meisten Terrassen befinden sich auf der Süd- oder Westseite zum Haus, da es dort die meisten Sonnenstunden gibt. Hier kann man sich auch ausgiebig sonnen, oder einen lauen Sommerabend verbringen. Eine Terrasse auf der Nordseite sollte man eher vermeiden.

3. Fehler: Kein Gefälle für Regenwasser einplanen

Regenwasser muss immer vom Haus abfließen, sonst sind Bauschäden vorprogrammiert. Beim Planen und vor allem Bauen sollte man deshalb ein Gefälle von zwei Prozent vom Haus weg berücksichtigen, egal bei welchem Belag.

4. Fehler: Den falschen Belag für die Terrasse verwenden

Auch wenn es beim Terrassenbelag um persönlichen Geschmack geht, hat jedes Material seine Vor- und Nachteile. Und natürlich auch seinen Preis, der stark variieren kann. Generell sollte man die Fläche gut reinigen können, das Material sollte zu Haus und Garten passen und möglichst eben sein. Diese Materialien gibt es für die Terrasse:

  • Holz: Der Klassiker unter den Terrassenbelägen strahlt Wärme aus und das Gefälle lässt sich leicht einstellen. Allerdings braucht die Holzterrasse regelmäßige Pflege, Schutz vor Staunässe und kann mit der Zeit vergrauen, je nach Holzart. In der Regel handelt es sich um imprägniertes Nadelholz, Hart- oder Tropenholz oder vorbehandeltes Thermoholz. Zudem ist für die Holzterrasse ein betoniertes (Punkt-)Fundament und eine tragfähige Unterkonstruktion nötig.
  • WPC: „Wood Plastic Composites“ ist ein Gemisch aus Holz und Kunststoff und damit deutlich robuster als Holz. Allerdings kann das Material bei direkter Sonneneinstrahlung schnell heiß und bei Regen zur Rutschbahn werden. WPC wird genauso verarbeitet wie Holz.
  • Betonstein: Eine große Auswahl an Formen und Farben steht zu einem relativ günstigen Preis zur Verfügung. Die Platten sind relativ leicht zu verwegen, zumindest in regulären Größen.
  • Naturstein: Robuster, belastbarer und natürlicher Belag. Allerdings ist Pflasterarbeit angesagt. Während man bei kleinteiligem Pflaster mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat, wackeln Tisch und Stühle darauf möglicherweise umso mehr.
  • Klinker: Gebrannte Kunststeine aus gepresster Tonerde mit einer ansprechenden Optik. Können sich bei direkter Sonneneinstrahlung stark aufheizen.
  • Schüttgut: Hier kann man zwischen Rindenmulch und Kies oder Schotter wählen. Allerdings entsteht dabei keine ebene Fläche, im Sommer kann es schnell staubig werden.

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5. Fehler: Terrasse zu hoch oder zu tief anlegen

Auch die entsprechende Höhe ist entscheidend beim Planen der Terrasse. Schließt die Terrasse ebenerdig an das Haus an? Oder ist sie erhöht und nur mit Stufen zu erreichen? Dann hat man eine schöne Aussicht auf den Garten. Bei einer „tiefer gelegten“ Terrasse kann es sein, dass sich Wasser ansammelt und nicht abfließen kann.

Erhöhte Terrasse mit Holzdeck und Stufen
Bei einer erhöhten Terrasse hat man einen guten Überblick auf den Garten – allerdings sind Stufen nötigFoto: Getty Images

6. Fehler: Bepflanzung auf der Terrasse falsch planen

Bei der Bepflanzung spielt die Ausrichtung der Terrasse und damit die Zahl der Sonnenstunden eine wichtige Rolle. Besonders bei den beliebten Kübelpflanzen sollte man darauf achten, welche Ansprüche sie haben. Einjährige Gewächse müssen jedes Jahr neu gepflanzt werden, andere Pflanzen sind winterhart.

Tipp: Blühende Pflanzen sollte man auf der Terrasse auch in Szene setzen. Dafür kann sich eine erhöhte Pflanztreppe anbieten. Zum einen sind die Zierpflanzen besser sichtbar, außerdem bekommen sie auch mehr Sonnenlicht ab als auf dem Boden.

Fehler bei der Planung einer Terrasse
Kübelpflanzen sind eine beliebte Möglichkeit auf der TerrasseFoto: Getty Images

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7. Fehler: Keine Steckdosen auf der Terrasse planen

. Im besten Fall handelt es sich um eine Doppelsteckdose, wenn man mehrere Geräte parallel einstecken möchte.

Wichtig: Das Verlegen von Erdkabel und Außensteckdose gehört in die Hände eines Profis! Ansonsten gibt es immer noch die Möglichkeit, ein Verlängerungskabel aus dem Haus zu legen.

8. Fehler: Sonnenschutz auf der Terrasse falsch planen

Ein Sonnenschirm ist die einfachste Möglichkeit, für Sonnenschutz auf der Terrasse zu sorgen. Vor allem bei Terrassen auf der Süd- oder Westseite ist dies unbedingt erforderlich. Der Schirm sollte auf einem stabilen Fuß stehen, wenn er auch Wind und Wetter standhalten soll. Der Platz dafür sollte beim Planen der Terrasse berücksichtigt werden – in der Regel mit einem Quadratmeter.

Mehr Aufwand erfordert eine Markise oder Pergola auf der Terrasse. Der Vorteil: Die gesamte Fläche kann damit beschattet werden – und man ist auch vor Regen geschützt. Allerdings sollte auch hier das Regenwasser vom Haus weg abfließen können. Weitere Möglichkeiten sind ein fest installiertes Dach aus Aluminium oder Holz. Ein Glasdach schützt zwar vor der Witterung, allerdings nicht vor der Sonneneinstrahlung – ganz im Gegenteil: Bei Glas kann sogar ein Treibhauseffekt entstehen.

Tipp: Besonders komfortabel sind eine Markise oder ein Sonnensegel mit smarter Steuerung. Auch das sollte man sich gleich zu Beginn beim Planen der Terrasse überlegen.

9. Fehler: Ungenügender Sichtschutz auf der Terrasse

Vor den neugierigen Blicken der Nachbarn beim Sonnenbaden schützt ein durchdachter Sichtschutz. Zum einen sollte er unauffällig sein, aber auch den Blick auf den eigenen Garten nicht versperren. Als besonders tauglich haben sich grüne Sichtschutzwände aus Rankgittern und Kletterpflanzen erwiesen – allerdings ist dies keine kurzfristige Lösung. Aber auch Paneele aus Holz oder anderen Materialien verhindern unerwünschte Einblicke.

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10. Fehler: Zu wenig oder zu viele Terrassenmöbel

Das Mobiliar sollte zum Ambiente auf der Terrasse passen. Als Materialien bieten sich Holz, Kunststoff, Rattan oder Stoff an. Aber auch ein Tisch aus Metall und Glas kann gut zum Gesamtkonzept passen, beispielsweise bei einem Natursteinboden. Je nach Größe und Anzahl der Möbel sollte sich auch die Größe der Terrasse beim Planen bemessen. Ein bequemer Liegestuhl kann recht viel Platz in Anspruch nehmen.

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11. Fehler: Beleuchtung auf der Terrasse vernachlässigen

Wenn die Sonne untergeht, möchte man auf der Terrasse nicht im Dunkeln sitzen – vor allem beim Lesen oder bei ausgedehnten Spieleabenden. Am längsten ist es auf der Westterrasse hell – aber auch hier sollte man beim Planen der Terrasse eine passende und stimmige Beleuchtung berücksichtigen. Auch wenn Kerzen eine heimelige Stimmung verbreiten, liefern sie oft nicht ausreichend Helligkeit. Eine warmweiße LED-Beleuchtung, wahlweise auch für Außenwand-Leuchten oder eingelassene Spots, ist eine durchdachte und energiesparende Option – vor allem bei Solar-Betrieb. Auch hier gibt es mittlerweile smarte Lösungen.

Eine Terrasse mit Möbeln und Beleuchtung
Bereits beim Planen der Terrasse sollte man sich Gedanken über eine stimmungsolle Beleuchtung machen. Wie wäre es beispielsweise mit Lampions?Foto: Getty Images

12. Fehler: Als Mieter den Vermieter nicht beim Planen der Terrasse miteinbeziehen

Auch als Mieter kann man eine Terrasse planen und anlegen – vorausgesetzt, der nötige Platz ist da. Allerdings sollte man das Vorhaben unbedingt mit dem Vermieter abklären. Ansonsten kann es Ärger geben. Wird er in die Planung mit eingebunden, wird er in den seltensten Fällen etwas dagegen haben, ganz im Gegenteil. Schließlich wird der Wert der Erdgeschosswohnung oder des Hauses dadurch gesteigert.

Tipp: Wenn man geschickt verhandelt, kann sich der Vermieter vielleicht sogar an den Kosten beteiligen.